Parkett

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Was Sie beim Parkettkauf beachten sollten

Fällt es Ihnen schwer, sich bei der riesigen Vielfalt für den richtigen Bodenbelag zu entscheiden? Selbst wenn Sie schon eine Vorauswahl getroffen und sich auf Parkett festgelegt haben, bleiben noch viele Möglichkeiten übrig. Doch was ist eigentlich Parkett? Diese traditionelle und populäre Art des Holzbodens muss eine mindestens 2,5 Millimeter starke Nutzschicht aus Vollholz besitzen. Mehrschichtparkett und Massivholzdielen erfüllen diesen Qualitätsanspruch. Wir helfen Ihnen, den passenden Parkettboden zu finden.

Parkett bietet eine natürliche und einzigartige Optik

Holz erzeugt ein besonderes Ambiente. Das gilt für Häuser, Möbel und für Bodenbeläge. Die Gründe liegen auf der Hand: Jede Parkettdiele ist einzigartig, weil sie aus einem Naturprodukt gemacht ist. Muster wiederholen sich nicht identisch auf jeder Diele. Allein das lässt Parkettboden hochwertig wirken, in klassisch und in modern eingerichteten Wohnumgebungen. Ganz gleich, in welchem Einrichtungsstil Sie Ihr Zuhause eingerichtet haben – Sie werden einen passenden Parkettboden finden.

Suchen Sie sich einen Bodenbelag, der sich nahtlos einfügt oder der bewusst einen Kontrast schafft. Schauen Sie, welche anderen Holzsorten und -optiken Sie in Ihrem Zuhause haben und orientieren Sie sich daran. Es ist eher selten, dass man zu viele verschiedene Holzoptiken nah beieinander kombiniert, z. B. dunkle Eichenmöbel und einen hellen Parkettboden aus Esche. Die Optik von Parkettböden ist abhängig von der Holzsorte, der Oberflächenbearbeitung und der Parkettart. Übrigens ist auch das Laufgefühl auf Parkett etwas Besonderes: so natürlich warm und gleichzeitig hygienisch ist kein anderer Bodenbelag.

Welche Rolle spielt der Preis von Parkett?

Vergleicht man Parkett mit den anderen beliebten Bodenbelägen Laminat und Vinyl, wird schnell deutlich, dass Parkett durchschnittlich etwas teurer ist. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, aber aufgrund des Anteils an hochwertigem Hartholz ist der Preis für Parkett naturgemäß höher. In verstärktem Maße gilt dies für Massivparkett.

Ihr verfügbares Budget ist ein wichtiges Kaufkriterium, aber es sollte nicht das einzige sein. Behalten Sie zwei Dinge im Auge: Ihre Anforderungen und das Preis-Leistungsverhältnis. Qualität hat ihren Preis. Je teurer ein Boden wird, desto hochwertiger und damit haltbarer ist er in der Regel auch. Halten Sie dennoch immer Ausschau nach Schnäppchen – vielleicht haben Sie ja Glück und der Boden, der Ihnen gefällt, ist gerade reduziert. Vielleicht ist ja auch eine Zweite-Wahl-Sortierung für Sie interessant.

Welche Parkettarten und Muster gibt es?

Eine grundsätzliche Unterscheidung trifft man zwischen Mehrschichtparkett, oft auch Fertigparkett genannt, und Massivholzdielen. Beide Arten haben ihre eigenen Vor- und Nachteile, die Sie vor Ihrer Entscheidung kennen und für sich bewerten sollten. Sowohl Mehrschicht- als auch Fertigparkett werden aus den gängigen Holzsorten hergestellt: Eiche, Buche, Ahorn, Kirschbaum, Esche, Lärche, Nussbaum, Robinie etc. Es gibt Parkettböden zudem in einem großen Spektrum an Längen und Breiten.

Mehrschichtparkett

Diese Form des Parketts ist als Zweischicht- oder Dreischichtausführung erhältlich. Gemeinsam haben beide, dass die oberste Schicht, die später sichtbare Nutzschicht aus hochwertigem massivem Hartholz besteht. Diese ist mindestens 2,5 Millimeter stark. Im Durchschnitt ist sie bei Dreischichtparkett dünner (3 bis 4 Millimeter) als bei Zweischichtparkett (4 bis 5 Millimeter). Diese Nutzschicht bestimmt unter anderem, wie oft das Parkett abgeschliffen werden kann. Mehrschichtparkett kann nicht so oft abgeschliffen werden wie Massivparkett, aber oft ist dies bis zu dreimal möglich. Generell gilt: Je dicker die Nutzschicht, desto hochwertiger der Boden. Ein ordnungsgemäßer Schleifvorgang trägt ca. 0,5 Millimeter Nutzschicht ab.

Die darunterliegenden Schichten dienen als Trägermaterial. Sie sind nach der Verlegung nicht sichtbar und bestehen meist aus günstigeren Nadelhölzern oder zusammengeklebten Holzresten in Form von HDF, MDF, OSB oder Sperrholz. Daraus ergeben sich für Mehrschichtparkett niedrigere Preise als für Massivparkett, das komplett aus hochwertigem Vollholz besteht. Die unterste Schicht fungiert als Gegenzug zur Formstabilisierung. Es gibt auch Parkettarten, bei denen als unterste Lage eine Trittschalldämmung integriert ist, die man in anderen Fällen zusätzlich als Unterlage verlegen müsste.

Mehrschichtparkett ist zur sehr einfachen Verlegung heutzutage meist mit einem Klick-System ausgestattet, seltener mit dem klassischen Nut-und-Feder-System. Viele Hersteller haben ihre eigenen Klick-Systeme. Eine hochwertige Verbindung trägt zur besseren Verlegung bei und sorgt für einen stabilen Verbund.

Mehrschichtparkett eignet sich gut für die Verlegung auf einer Fußbodenheizung. Sie müssen lediglich darauf achten, dass der Hersteller die Eignung für Fußbodenheizung deklariert hat. Wenn Sie Mehrschichtparkett verlegt haben, ist dieses direkt bewohnbar, da es werkseitig vorbehandelt ist. Daher stammt auch der oft verwendete Name „Fertigparkett“.

Ein Sonderfall ist das Furnierparkett. Es ist ein Dreischichtparkett, allerdings mit einer nur minimalen Nutzschicht. Diese besteht aus einem Echtholzfurnier. Furnierparkett ist sehr günstig, kann allerdings nicht abgeschliffen werden und ist bei Macken oft nicht reparabel, da die Nutzschicht so dünn ist.

Vorteile von Mehrschichtparkett
  • Natürlicher Bodenbelag ohne Kunststoffe
  • Viele Holzsorten zur Auswahl
  • Formstabilität auch bei wechselnder Temperatur und Luftfeuchtigkeit
  • Fertig zum Verlegen, da werkseitig bereits mit Öl behandelt oder versiegelt
  • Moderne Klick-Systeme zur einfachen Verlegung
  • Vergleichsweise kleiner Hartholzanteil, daher günstiger als Massivparkett
  • Fühlt sich warm an und erzeugt warme Atmosphäre
Nachteile von Mehrschichtparkett
  • Nur begrenzt abschleifbar im Vergleich zu Massivdielen
  • Trittschalldämmung notwendig bei schwimmender Verlegung

Massivparkett

Der Klassiker unter den Parkettarten ist das Massivparkett. Es ist die älteste und hochwertigste Gattung unter den Holzböden. Da Massivparkett vollständig aus Hartholz besteht, ohne minderwertige Trägerschichten, ist es der teuerste unter den Holzböden. Er ist in verschiedenen Formen erhältlich, die sich in Aufbauhöhe, Verlegung und Eigenschaften leicht unterscheiden.

Das bekannte Stabparkett besteht aus massiven Holzelementen. Sie sind bis zu 22 Millimeter dick, bis 600 Millimeter lang und 60 bis 80 Millimeter breit. Man bezeichnet diese Holzelemente als Parkettstäbe oder Parkettriemen. Diese werden zur Verlegung mit dem Untergrund verklebt.

Sehr beliebt sind auch Massivholzdielen. Die Form erinnert an Mehrschichtparkett, mit dem Unterschied, dass Massivholzdielen komplett aus hochwertigem Vollholz bestehen. Diese Dielen werden durch Nut und Feder verbunden. Sie können die Dielen schwimmend verlegen, vollflächig verklebt oder auf einer Holz-Unterkonstruktion verschraubt. Massivholzdielensind vergleichsweise lang und breit.

Ein Unterschied zum Mehrschicht- bzw. Fertigparkett ist, dass Massivparkett häufig eben nicht „fertig“ ist. Nach der Verlegung muss man es abschleifen und mit Parkettlack, speziellem Öl oder Wachs behandeln. Erst nach ca. zwei Tagen Trocknungszeit ist es dann bewohnbar. Es gibt aber auch bezugsfertiges Massivparkett.

Mit regelmäßiger Pflege ist Massivparkett die langlebigste Holzbodenart. Man kann es häufig abschleifen, da es komplett aus hochwertigem Hartholz besteht. Viele Massivholzböden begleiten Familien über mehr als 100 Jahre. Eine Schicht von 6 Millimetern kann man meist abschleifen, ohne dass Nut und Feder zum Vorschein kommen. Es ist in sehr vielen Holzarten erhältlich, die sich für die Nutzung als Bodenbelag eignen. Bestimmte farbliche Nuancen resultieren aus Oberflächenbehandlung. Man wachst, kälkt ölt oder laugt den Boden, um das Aussehen zu verändern.

Weitere Arten von Massivparkett sind: Holzpflaster, Lamparkett, Mosaikparkett und Hochkantlamellenparkett. Jede Gattung steht für eine individuelle Optik und leicht andere Eigenschaften.

Vorteile von Massivholzboden
  • Natürlicher Bodenbelag ohne Kunststoffe
  • Viele Holzsorten zur Auswahl
  • Hochwertigste Holzbodenart
  • Renovierbar und sehr langlebig
  • Fühlt sich warm an und erzeugt warme Atmosphäre
Nachteile von Massivholzboden
  • Ausgeprägtes Quell- und Schwindverhalten („Arbeiten“) bei wechselnder Temperatur und Luftfeuchtigkeit
  • Hohe Aufbauhöhe (außer Mosaikparkett)

So verlegen Sie Parkett

Die meisten Parkettarten kann man entweder schwimmend oder vollflächig verklebt verlegen. Mit beiden Techniken können Sie als Heimwerker recht zügig selbst verlegen, ohne Unterstützung durch einen professionellen Handwerker. Die verklebte Variante ist etwas anspruchsvoller, da man mit dem Klebstoff vorsichtig sein muss.

Auch Massivparkett kann man auf einer Fußbodenheizung verlegen. Gut geeignete Holzsorten für diese Anforderung sind Eiche, Nussbaum und bestimmte Tropenhölzer – alles Hölzer mit geringem Quell- und Schwindverhalten. Der Boden sollte nicht dicker sein als 22 bis 24 Millimeter, um eine optimale Wärmeübertragung zu gewährleisten.

So pflegen und reinigen Sie Ihren Parkettboden

Regelmäßige Pflege des Parkettbodens ist wichtig, um möglichst lange davon etwas zu haben. Durch die Reinigung und Pflege per Spezialmittel ist der Boden vor kleinen Kratzern, Feuchtigkeit und Schmutz geschützt. Die Behandlung mit Wachs, Öl oder die Versiegelung sichert seine Widerstandsfähigkeit. Im Alltag reichen Staubsaugen mit einer speziellen Parkettbürste und sporadisches „nebelfeuchtes“ Wischen.

Diese Holzarten eignen sich für die Parkettherstellung

Basis für die Herstellung von Holzböden sind meistens Harthölzer von Laubbäumen, insbesondere beim Mehrschichtparkett. Eiche, Buche oder Nussbaum sind gängige Holzsorten. Auch Bambusparkett ist weit verbreitet.

Bei den Massivdielen kommen auch Hölzer wie Kiefer, Fichte und Pinie zum Einsatz. Tropische Harthölzer wie Bangkirai nutzt man eher beim Terrassenbau, da hier andere Eigenschaften gefragt sind.

Wo kann man Parkett überall verlegen?

Im Innenbereich gibt es nahezu keine Grenzen. Typische Beispiele sind Wohn- und Schlafzimmer. Doch auch als Bodenbelag in Küchen gewinnt Parkett an Beliebtheit. Besonders Wohnküchen profitieren von einer durchgehenden Verlegung des Parkettbodens. Die Ansprüche an den Boden sind in der Küche höher als üblich. Informieren Sie sich, welcher Parkettboden geeignet ist. Dies ist abhängig von der Dicke der Nutzschicht und des Bodens sowie der Holzart. Buche, Eibe und Eiche, am besten geölt, sind in diesem Fall passender als weichere Holzarten.