7 Tipps für Vinylböden

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Vinylboden ist eine beliebte Alternative zu Parkett und Laminat. Er ist sehr pflegeleicht und in vielen Designs erhältlich. Die Oberflächen der Holz-, und Steindekore sind optisch und haptisch kaum vom Original zu unterscheiden. Vinyl ist ein sehr haltbares und widerstandsfähiges Material. Mit diesen sieben Tipps für Vinylböden geben wir Ihnen die wichtigsten Informationen an die Hand, damit Sie lange etwas von Ihrem neuen Boden haben.

1. Die richtige Trittschalldämmung für eine gute Raumakustik

Einer der Tipps für Vinylböden: Mit der richtigen Trittschalldämmung sorgen Sie für eine gute Raumakustik

Mit der richtigen Trittschalldämmung sorgen Sie für eine gute Raumakustik

Prüfen Sie beim Kauf des Bodens, ob Sie eine Trittschalldämmung benötigen oder nicht. Einige Hersteller bieten Vinyl mit integrierter Dämmung an. Ist das nicht der Fall, sollten Sie eine separate Trittschalldämmung kaufen und unter den Dielen verlegen. Sie dämmt den Raum- und Trittschall. Sie haben die Wahl zwischen Dämmung aus Kunststoff, Kork oder Holzfaser. Manche Varianten werden ausgerollt, andere als Platten verlegt. Wenn Sie Vinyl mit HDF Träger auf einem mineralischen Untergrund verlegen, benötigen Sie zusätzlich eine Dampfbremse. Damit verhindern Sie, dass aufsteigende Feuchtigkeit die HDF-Trägerplatte beschädigt.

2. Vinylboden auf Fußbodenheizung

Nicht immer lässt sich ein Vinylboden auf Fußbodenheizung verlegen. Bitte beachten Sie deshalb die Angaben des Herstellers. Ausschlaggebend für die Eignung des Bodens ist der Wärmedurchlasswiderstand. Dieser sollte den Wert von 0,15 m²K/W nicht überschreiten. Ansonsten senken Sie die Effizienz Ihrer Fußbodenheizung. Trittschalldämmung und Dampfbremse wirken sich ebenfalls auf den Wärmedurchlasswiderstand aus. Wir empfehlen das vollflächige Verkleben von Vinylboden auf Fußbodenheizung. So ist der Boden direkt mit dem Untergrund verbunden. Durch den direkten Kontakt wird die Wärme besser geleitet. Beachten Sie, dass die Oberfläche des Vinylbodens nicht wärmer als maximal 28° C sein darf, da es sonst zu Beschädigungen kommt.

3. Der geeignete Untergrund

Achten Sie darauf, dass der Untergrund bei der Verlegung sauber, eben und trocken ist

Achten Sie darauf, dass der Untergrund bei der Verlegung sauber, eben und trocken ist

Der Untergrund muss für das Verlegen sauber, trocken und eben sein. Entfernen Sie grobe Verschmutzungen. Größere Unebenheiten gleichen Sie aus, ehe Sie Vinyldielen verlegen. Einige Altbeläge sind als Untergrund geeignet. Hartbeläge und Vinylböden, die fest mit dem Untergrund verbunden sind, können in manchen Fällen unter dem neu verlegten Boden liegenbleiben: Vorausgesetzt, eine Ebenheitstoleranz von drei Millimetern auf einem Meter wird nicht überschritten.

Teppichboden muss entfernt werden. Als Untergrund ist er zu weich. Bewegungen beschädigen die Klick-Verbindungen und der Boden wird instabil. Berücksichtigen Sie auch, dass eine vollflächige Verklebung auf Altbelag nicht möglich ist. Es kann passieren, dass der Klebstoff mit der Oberfläche des alten Belags reagiert.

4. Wohngesunde Böden für ein angenehmes Raumklima

Anders als in der Vergangenheit stellen Vinylböden heute kein Gesundheitsrisiko mehr dar. Strenge EU-Richtlinien sorgen dafür. Dem Material werden keine ungesunden Weichmacher und Phthalate mehr beigefügt. Bekannte Marken wie HARO und Classen haben zusätzlich zu klassischen Vinylböden auch PVC-freie Designböden im Sortiment.

Deshalb können Sie Vinyl- und Designböden in Schlaf-, Wohnräumen und im Kinderzimmer verlegen. Massive Vinylböden eignen sich auch für das Bad.

5. Geeignete Pflegemittel

Vinylböden sind wohngesund und auch für das Kinderzimmer geeignet

Vinylböden sind wohngesund und auch für das Kinderzimmer geeignet

Vinylböden haben eine strapazierfähige und langlebige Oberfläche. Die Pflege geht einfach und schnell von der Hand. Saugen Sie den Boden regelmäßig ab und wischen ihn nebelfeucht. Es gibt spezielle Grundreiniger und Pflegemittel, die auf die Bedürfnisse der Oberfläche abgestimmt sind. Zudem können Sie Ihr Vinyl mit handelsüblichen Neutral- oder Allzweckreinigern wischen. Verwenden Sie keine Scheuermilch und verzichten Sie auf Reiniger auf Lösungsmittelbasis. Sie können die Oberfläche beschädigen oder verfärben.

6. Eine Nutzungsklasse, die zum Wohnraum passt

Die Widerstandsfähigkeit der Oberfläche bestimmt die Nutzungsklasse. Dabei unterscheidet man zwischen dem privaten Wohn- und dem gewerblichen Bereich. Die Nutzungsklassen vom privaten Wohnbereich reichen von 21 bis 23 und die vom gewerblichen Bereich von 31 bis 34. Je höher der Wert, desto widerstandsfähiger ist die Oberfläche. Wählen Sie in stark frequentierten Wohnräumen wie dem Flur einen Vinylboden mit einer hohen Nutzungsklasse. In einem wenig genutzten Raum wie dem Gästezimmer reicht eine niedrigere Nutzungsklasse.

7. Akklimatisierung ermöglichen

Lassen Sie die Vinyldielen sich im Raum akklimatisieren, bevor Sie mit dem Verlegen starten. Dazu legen Sie die Bodenpakete für mindestens 48 Stunden in das Zimmer, in dem der Boden verlegt wird. Die Raumtemperatur sollte mindestens 17° C betragen. Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 35 und 60 Prozent. Durch schwankende Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit arbeitet der Boden. Wenn Sie Ihren Boden fachgerecht akklimatisieren, vermindert das das Risiko einer späteren Fugenbildung. Sobald der Boden akklimatisiert ist, können Sie mit dem schwimmenden Verlegen oder dem vollflächigen Verkleben beginnen.

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