Modernes Schlafzimmer mit hochwertigem Fischgrät-Parkettboden, einem gemachten Bett mit vielen Kissen, einer Bodenvase mit Ziergräsern und einem Sessel am Fenster.

Was kostet Parkettboden pro m²?

Parkett gehört zu den klassischen Bodenbelägen aus echtem Holz und ist in zahlreichen Holzarten, Sortierungen und Formaten erhältlich. Entsprechend groß sind auch die Preisunterschiede. Wenn du dich für Parkett interessierst, solltest du aber nicht allein auf den Quadratmeterpreis achten. In diesem Beitrag erfährst du, mit welchen Kosten du bei Parkett rechnen solltest und welche Faktoren den Preis beeinflussen.

Preisübersicht: Parkettboden pro m² im Vergleich

BodenKosten pro m²Eigenschaften
Schiffsbodenca. 17€ - 35€lebendige Optik durch mehrere Holzstäbe, klassisches Verlegebild, häufig günstiger Einstieg
Landhausdieleca. 20€ - 75€großformatige Dielen, ruhige und natürliche Optik, große Auswahl an Holzarten und Oberflächen
Fischgrätparkettca. 50 bis >100€markantes Verlegemuster, besonders präzise Verlegung erforderlich, meist höherer Material- und Verlegeaufwand

Warum unterscheiden sich die Preise bei Parkett so stark?

Parkett ist ein Naturprodukt. Deshalb können verschiedene Materialeigenschaften den Preis deutlich beeinflussen. Zu den wichtigsten Faktoren gehören:

  • Die Holzart: Eiche ist besonders verbreitet und in vielen Ausführungen erhältlich. Parkett aus selteneren Holzarten wie Nussbaum kann höhere Materialpreise mit sich bringen.
  • Die Sortierung: Eine ruhige und gleichmäßige Holzoptik stellt andere Anforderungen an die Auswahl des Materials als eine rustikale Sortierung mit sichtbaren Ästen und natürlichen Farbunterschieden.
  • Die Nutzschicht: Bei Mehrschichtparkett bildet die Nutzschicht die obere Echtholzschicht. Eine stärkere Nutzschicht kann unter geeigneten Voraussetzungen mehr Möglichkeiten für eine spätere Renovierung durch Abschleifen bieten.
  • Das Dielenformat: Besonders breite oder lange Landhausdielen benötigen größere durchgehende Holzlamellen. Massivholzdielen und andere Sonderformate können deshalb teurer sein als kleinere Formate.

Die Oberfläche und Bearbeitung: Geölte, lackierte, gebürstete oder geräucherte Oberflächen unterscheiden sich im Herstellungsaufwand. Aufwendigere Bearbeitungen können den Quadratmeterpreis erhöhen.

Ein lichtdurchflutetes Schlafzimmer mit edlem Fischgrät-Parkettboden, einem gemachten Bett, Deko-Pflanzen und einer Tasse Kaffee auf einem Betttablett auf dem Holzboden.
Die Verlegung von Fischgrätparkett ist zwar etwas aufwendiger, belohnt dafür aber mit einer zeitlosen Optik.

Welche Zusatzkosten entstehen neben dem Parkett?

Der reine Preis für deinen Fußboden bildet nur einen Teil des Gesamtpreises. Für eine realistische Kalkulation solltest du das benötigte Zubehör bereits vor dem Kauf berücksichtigen.

Bei einer schwimmenden Verlegung kann beispielsweise eine passende Trittschalldämmung erforderlich sein. Ob und welche Unterlage du benötigst, hängt vom jeweiligen Parkett und vom vorhandenen Untergrund ab. Bei einer vollflächigen Verklebung entstehen stattdessen Kosten für einen geeigneten Parkettkleber. Zusätzlich solltest du Sockelleisten und Übergangsprofile berücksichtigen. Gerade bei mehreren Räumen können diese Positionen einen spürbaren Anteil am Gesamtbudget ausmachen.

Auch der Zustand des Untergrunds spielt eine wichtige Rolle: Er muss entsprechend den Anforderungen des Parketts eben, trocken, sauber und tragfähig sein. Unebenheiten können zusätzliche Vorarbeiten erforderlich machen. Dazu gehören beispielsweise Schleifen, Spachteln oder Ausgleichen.

Plane außerdem ausreichend Material für den Verschnitt ein. Bei einer einfachen Verlegung werden häufig etwa 5 bis 10 Prozent zusätzlich eingeplant. Bei verwinkelten Räumen oder aufwendigen Verlegemustern kann mehr Material erforderlich sein. Wie du den Verschnitt richtig berechnest, erklären wir dir in unserem passenden Ratgeberbeitrag.

Parkett verlegen lassen: Was kostet ein Fachbetrieb?

Wenn du Parkett nicht selbst verlegen möchtest, musst du zusätzlich die Arbeitskosten eines Bodenlegers berücksichtigen. Die tatsächlichen Preise hängen von Region, Raumgröße, Untergrund und Verlegeart ab.

Für die schwimmende Verlegung von Fertigparkett liegen aktuelle Richtwerte häufig bei ungefähr 25 bis 35 Euro pro m². Eine vollflächige Verklebung ist arbeitsintensiver. Hier können ungefähr 35 bis 55 Euro pro m² für die Verlegeleistung anfallen.

Bei aufwendigen Verlegemustern wie Fischgrät können deutlich höhere Arbeitskosten anfallen. Viele einzelne Elemente müssen exakt ausgerichtet und zugeschnitten werden. Der tatsächliche Preis sollte deshalb individuell mit dem ausführenden Fachbetrieb abgestimmt werden.

Tipp: Hol dir am besten Kostenvoranschläge von verschiedenen Fachbetrieben ein, um die Preise besser vergleichen zu können. Wenn du den Untergrund selbst vorbereitest, kannst du dir die Kosten, die für das Abschleifen und eventuelle Spachtelarbeiten anfallen einsparen.

Mehr zu den unterschiedlichen Möglichkeiten erfährst du auch in unserem Ratgeber zum Thema Parkett schwimmend verlegen oder verkleben?

Ein Handwerker bzw. Bodenleger kniet auf dem Fußboden und misst beim Verlegen von Parkett präzise eine Holzdiele mit Werkzeug aus.
Genaues Ausmessen und der richtige Kleberauftrag sind entscheidend, damit das Parkett später plan liegt

Parkett abschleifen oder neu verlegen?

Ist bereits Parkett vorhanden, muss der Boden nicht automatisch komplett ersetzt werden. Viele Gebrauchsspuren wie Kratzer, eine stumpfe Oberfläche oder kleinere Beschädigungen lassen sich durch Abschleifen und eine neue Oberflächenbehandlung beseitigen. Ob sich eine Sanierung lohnt, hängt allerdings vom Zustand des Bodens und vor allem von der verbleibenden Nutzschicht ab.

Was kostet es, Parkett abzuschleifen und neu zu versiegeln?

Wer handwerklich geschickt ist, kann die Kosten deutlich senken und das Parkett in Eigenregie aufarbeiten. In diesem Fall zahlst du nur für das Material und die Maschinenmiete. Wenn du ein Wohnzimmer von 30m² aufbereiten möchtest, kommen folgende Kostenpunkte kommen auf dich zu:

  • Maschinenmiete: Du benötigst in der Regel eine schwere Walzenschleifmaschine für die Fläche und einen Randschleifer für die Ecken. Viele Baumärkte oder Fachhändler verleihen diese im Set für ca. 50 bis 80 Euro pro Tag.
  • Schleifmittel: Da das Parkett in mehreren Gängen (von grob nach fein) geschliffen werden muss, benötigst du entsprechend viele Schleifbänder und -scheiben. Rechne hier mit ca. 50 bis 100 Euro für einen durchschnittlichen Raum.
  • Versiegelung (Lack oder Öl): Die Kosten für die neue Oberflächenbehandlung hängen stark vom gewählten Produkt ab. Kalkuliere hier mit etwa 2 bis 5 Euro pro m².
  • Sonstiges Zubehör: Für Rollen, Pinsel, Abdeckfolie und Atemschutzmaske solltest du weitere 30 bis 50 Euro einplanen.

 

Das Sparpotenzial: belaufen sich die Gesamtkosten beim Selbermachen somit auf grob 300 bis 450 Euro.

Wie du dein Parkett richtig abschleifst, erfährst du in unserem Ratgeberbeitrag.

Lässt du dein Parkett von einem Fachbetrieb aufarbeiten, setzen sich die Kosten aus mehreren Arbeitsschritten zusammen. Als Orientierung kannst du mit folgenden Preisen rechnen:

Für das komplette Abschleifen und die anschließende Oberflächenbehandlung solltest du daher grob mit 30 bis 60 Euro pro m² rechnen. Zusätzliche Reparaturen, das Entfernen und erneute Montieren von Sockelleisten oder aufwendige Ausbesserungen können den Preis erhöhen. Bei einem 30 m² großen Wohnzimmer können für eine professionelle Aufarbeitung somit ungefähr 900 bis 1.800 Euro entstehen.

Ein Abschleifen bietet sich besonders an, wenn der Boden zwar optisch deutlich beansprucht ist, technisch aber noch in einem guten Zustand ist. Kratzer, matte Stellen und eine abgenutzte Oberflächenbehandlung sind daher nicht automatisch ein Grund für einen neuen Parkettboden.

Wann lohnt sich Abschleifen und wann ein neuer Parkettboden?

Mit einer Parkettschleifmaschine lässt sich ein alter Boden kostengünstig aufbereiten

Aus finanzieller Sicht ist das Abschleifen häufig günstiger, solange sich der vorhandene Parkettboden noch fachgerecht renovieren lässt. Statt Boden und Verlegung vollständig neu zu bezahlen, bleibt das vorhandene Holz erhalten und nur die Oberfläche wird erneuert.

Eine Renovierung bietet sich besonders an, wenn:

  • hauptsächlich Kratzer, Verfärbungen oder matte Stellen vorhanden sind.
  • die Versiegelung oder Ölschicht abgenutzt
  • noch eine ausreichend starke Nutzschicht vorhanden ist.
  • einzelne kleinere Schäden repariert werden können.
  • der vorhandene Boden optisch weiterhin gefällt.

Eine komplette Neuverlegung kann dagegen sinnvoller sein, wenn:

  • die Nutzschicht für einen weiteren Schleifvorgang nicht mehr ausreicht.
  • der Boden bereits mehrfach abgeschliffen
  • größere Bereiche aufgequollen, verzogen oder beschädigt sind.
  • Feuchtigkeit oder Schäden am Untergrund umfangreiche Arbeiten erforderlich machen.
  • sehr viele einzelne Stellen repariert oder ausgetauscht werden müssten.

Beispiel: Gesamtkostenrechnung

KostenpositionDetailsKosten
Parkett30m² + 7% Verschnitt = 32m²1.120€
ZubehörTrittschalldämmung / Kleber, Sockelleisten, Übergangsprofil, Kanten & Ecken250€ - 400€
(optional) FachbetriebArbeitskosten750€ - 1.500€
GesamtkostenMaterial + Zubehör + Verlegung2.120€ - 3.020€

Das Beispiel dient nur zur Orientierung. Gerade Untergrundarbeiten, Raumgeometrie und Verlegeart können die tatsächlichen Kosten deutlich verändern.

Fazit: Mit welchen Kosten muss ich bei Parkett rechnen?

Parkett bietet eine große Preisspanne. Einfache Varianten beginnen oftmals schon ab 17 Euro pro m², während besondere Formate und Verlegemuster deutlich über 60 Euro pro m² kosten können. Fischgrätparkett kann auch die Marke von 100 Euro pro m² überschreiten.

Der reine Materialpreis reicht für die Budgetplanung jedoch nicht aus. Trittschalldämmung oder Kleber, Versiegelung, Sockelleisten, Verschnitt und mögliche Arbeiten am Untergrund gehören ebenfalls in die Kalkulation. Wenn ein Fachbetrieb die Verlegung übernimmt, kommen zusätzliche Arbeitskosten hinzu.

Wer diese Faktoren bereits bei der Planung berücksichtigt, kann unterschiedliche Parkettböden besser vergleichen und die Gesamtkosten deutlich realistischer einschätzen.

Was ist Parkett 2. Wahl?

Parkett 2. Wahl bezeichnet Parkettboden, der optische Abweichungen aufweisen kann. Dazu gehören je nach Produkt zum Beispiel Farbunterschiede, kleine Aststellen oder Unregelmäßigkeiten in der Oberfläche. Die Funktion des Bodens muss dadurch nicht eingeschränkt sein. Welche Abweichungen bei einem konkreten Produkt möglich sind, solltest du immer der jeweiligen Produktbeschreibung entnehmen. Parkett 2. Wahl kann deshalb eine preislich interessante Alternative sein, wenn kleinere optische Unterschiede für dich kein Problem darstellen.

Beim Fischgrätmuster können sowohl die Materialkosten als auch die Verlegekosten höher ausfallen. Das Muster benötigt zahlreiche einzelne Elemente und erfordert eine besonders genaue Ausrichtung. Bei professioneller Verlegung steigt dadurch der Arbeitsaufwand.

Bei einer einfachen Raumform und gerader Verlegung werden häufig etwa 5 bis 10 Prozent zusätzlich eingeplant. Bei verwinkelten Räumen oder aufwendigen Mustern wie Fischgrät kann mehr Material benötigt werden.

Ein niedriger Quadratmeterpreis bedeutet nicht automatisch, dass ein Parkettboden für den gewünschten Einsatz ungeeignet ist. Entscheidend sind die technischen Eigenschaften und deine Anforderungen an den Boden. Statt ausschließlich auf den Preis zu achten, solltest du deshalb prüfen, welche Eigenschaften du für deinen Raum benötigst.

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