Welche Garage passt zu dir?
Egal, ob für dein Auto, Motorrad oder die Gartengeräte, eine Holzgarage bietet genügend Platz für dein Hab und Gut. Nutze die Garage nicht nur zum Unterstellen deines Fahrzeugs, sondern auch als Hobbywerkstatt oder Lagerraum.
Eine Garage wird im Normalfall viele Jahre auf deinem Grundstück stehen – deswegen solltest du auch für die Zukunft planen. Möchtest du dir ein zweites Auto anschaffen oder ein Motorrad? Berücksichtige solche Fragen vor dem Kauf.
Die verschiedenen Garagen-Typen
Eine Garage bestimmt die Optik deines Grundstücks mit. Es gibt einfache Modelle und solche mit ausgefallenem Design. Die Höhe und die Dachform sind wichtig: Niedrige Garagen mit einem Flachdach wirken zurückhaltend. Eine hohe Garage mit einem Stufendach hingegen sieht modern aus. Wählst du dieselbe Dachform wie die deines Hauses, wirkt es wie aus einem Guss.
Für das problemlose Verlassen und Betreten der Garage sorgt eine zusätzliche Tür. Viele Holzgaragen haben so eine. Magst du natürliches Licht, wählst du eine Tür mit Glaseinsatz. Mit zusätzlichen Fenstern lass noch mehr Tageslicht in deine Garage.
Besitzt du zwei Autos oder planst, ein zweites Auto zu kaufen? Dann ist eine Doppelgarage sinnvoll. Sie bietet genügend Platz und du steigst bequem ein und aus. Durch die Größe kommst du auch mit Einkäufen problemlos um das Auto herum.
Holzgaragen mit einem integrierten Abstellraum sind besonders praktisch. Dadurch hast du mehr Stauraum. Bring dort beispielsweise Regale an, nutze nicht nur die Bodenfläche sinnvoll.
Darüber hinaus gibt es Garagen mit einem überdachten Zugang zum Abstellraum. Da der Abstellraum von außen zugänglich ist, müssen Sie nicht jedes Mal die Garage öffnen, wenn Sie zum Beispiel Rasenmäher oder Fahrräder herausholen. Unter der Überdachung stellen Sie beispielsweise Ihre Mülltonnen oder Ihr Feuerholz unter.
Du magst den Holzlook nicht so gern? Kein Problem! Streiche deine Holzgarage in jeder beliebigen Farbe. Deiner Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Egal, ob du ein neutrales Weiß oder ein knalliges Rot bevorzugst, mit Lacken und Lasuren gestaltest du die Garage ganz nach deinen Wünschen. Und mit Blumenkästen an den Fenstern rundest du das Ganze optisch ab.
Welches Tor eignet sich für dich?
Für Holzgaragen gibt es unterschiedliche Garagentor-Typen. Ist kein Tor im Lieferumfang enthalten, kaufst du es separat. Der Vorteil dabei ist, dass du dir ein Tor aussuchen kannst, das dir am besten gefällt.
Ein Sektionaltor öffnet platzsparend. Das Tor besteht aus einzelnen Elementen, die miteinander verbunden sind. Öffnest du das Tor, schieben sich die Elemente nach und nach unter die Decke der Garage. Besonders für kurze Einfahrten ist dieses Garagentor ideal. Das Tor benötigt keinen Schwenkraum. Parkst du mit deinem Auto vor der Garage, kannst du trotzdem das Tor öffnen.
Ein Schwing- oder Kipptor hat ein festes Torblatt. Es benötigt Schwenkraum. Du kannst das Tor also nicht öffnen, wenn dein Auto unmittelbar vor der Garage steht. Im geöffneten Zustand verschwindet das Tor unter der Decke. Ein solches Garagentor öffnest du ohne großen Kraftaufwand. Schwingtore sind in Deutschland weit verbreitet und relativ günstig.
Ein Flügeltor, auch Doppeltor genannt, ist bei einer Garage meist zweiflüglig. Es benötigt einen gewissen Schwenkraum, da du das Tor nach außen zu beiden Seiten öffnest. Hast du eine längere Einfahrt, denk über ein Flügeltor nach. Es gibt der Garage das gewisse Etwas.
Baue deine Garage selbst!
Mit etwas handwerklichem Geschick baust du deine Garage innerhalb von wenigen Tagen selbst auf. Holzgaragen kommen als Bausatz mit einer detaillierten Anleitung. Daher können auch Heimwerker mit etwas Erfahrung eine Garage ohne Probleme selbst aufbauen. Trotzdem solltest du einige Dinge beachten.
So planst du den Garagenbau
Gute Planung ist das A und O – schon vor dem Kauf der Garage. Erkundige dich in deiner Gemeinde oder Stadt, ob du eine Baugenehmigung benötigst. Bei kleineren Holzgaragen ist das nicht immer der Fall.
Holzgaragen sind oft aus Fichtenholz gefertigt. Informiere dich ich im Vorfeld, ob das Holz behandelt ist oder nicht. Sind die einzelnen Elemente unbehandelt, streichst du sie. Dadurch verlängerst du die Lebensdauer der Garage.
Prüfe, ob du alle benötigten Werkzeuge besitzt. Wenn etwas fehlt, kannst du dir die Werkzeuge von Bekannten oder im Baumarkt leihen. Baumärkte haben oft eine Auswahl an speziellen elektrischen Geräten und Werkzeugen. Fällt dir erst während des Aufbaus auf, dass Werkzeug fehlt, verzögert das alles.
Möchtest du Licht oder Steckdosen in deiner Garage, musst du Strom haben. Dazu müssen Kabel und Anschlüsse in die Garage verlegt werden. Plane also vor dem Aufbau, wer den Strom verlegt und was du beachten musst. Es ist meist einfacher sich vorher darum zu kümmern, als nachzurüsten.
Damit es nicht in deine Garage reinregnet, sollte das Garagendach immer dicht sein. Dachpappe ist für die Ersteindeckung geeignet. Berechne im Vorfeld, wie viele Rollen du benötigst. Die Dachpappe ist nur für die erste Zeit geeignet. Decke deine Garage schnell mit Dachschindeln oder einer guten Dachabdichtung, die du auf der Pappe anbringst. Eine Dachrinne kannst du auch im Nachhinein montieren.
Hilfreiche Tipps für den Aufbau
- Miss im Vorfeld alles gründlich aus.
- Überprüfe das Material auf fehlende, falsche oder beschädigte Teile.
- Lagere die Elemente in einem trockenen, unbeheizten Raum.
- Das Material sollte beim Lagern nicht direkt auf dem Boden liegen.
- Mit einem Helfer geht die Arbeit schneller.
- Halte dich beim Aufbau an die Herstellerangaben.
- Arbeite mit einer Wasserwaage.
- Arbeitshandschuhe, Sicherheitsschuhe und Schutzbrillen schützen dich während der Arbeit.
- Beachte die Trocknungszeiten von Farbe, Beton und Ähnlichem.
- Bohre Schraubverbindungen vor, um das Holz nicht zu beschädigen.
- Beim Aufbau sollte es trocken und nicht zu kalt sein.
Das Fundament für deine Garage
Ein Fundament ist die Basis jeder Garage. Dadurch steht sie stabil und versackt nicht im Boden. Deswegen ist es wichtig, dass das Fundament gerade und in Waage ist.
Welches Fundament ist das richtige?
Du hast die Wahl zwischen drei Fundamenten. Es kommt das Punkt- oder Streifenfundament infrage, ebenso wie eine gegossene Bodenplatte. Was lohnt sich für dich? Das kommt unter anderem auf die Größe deiner Garage an. Je größer diese ist, desto mehr lohnt sich eine Bodenplatte. Für Doppelgaragen empfehlen wir daher eine frostsichere Bodenplatte.
Kleinere Einzelgaragen kommen meist mit einem Punkt- oder Streifenfundament aus. Für diese Arten benötigst du weniger Material und sparst bares Geld.
Bei einem Punktfundament hebst du Löcher aus und füllst diese anschließend mit Beton. Wie viele du benötigst, machst du von der Größe deiner Garage abhängig. Hebe mindestens 9 Löcher aus. Richte die Löcher in der Form deiner Garage an – also so, dass die Außenwände auf dem Fundament aufliegen. Pflasterst du den Garagenboden anschließend, hast du einen schönen Untergrund .
Ein Streifenfundament besteht, wie der Name schon sagt, aus Betonstreifen. Diese platzierst du genau unter den Wandelementen der Garage. Damit alles hält, musst du sehr genau arbeiten. Die Streifen sollten ungefähr 80 Zentimeter tief und 30 Zentimeter breit sein.
Aufbau ohne Fundament - geht das?
Besitzt du eine gepflasterte oder betonierte Einfahrt, liegt der Gedanke nah, auf ein Fundament zu verzichten. Davon raten wir ab. Oft ist die Fläche nicht komplett eben und du müsstest vorher prüfen lassen, ob sie den Ansprüchen eines Garagenfundaments genügen. Lege sicherheitshalber ein neues Fundament an – so steht deine Garage garantiert sicher.
Holzgaragen wollen gepflegt werden
Holz ist ein Naturmaterial, das arbeitet und sich durch die unterschiedlichen Wettereinflüsse verändern kann. Damit du viele Jahre etwas von deiner Holzgarage hast, pflege sie und halte sie instand.
Die Garage streichen
Ist das Holz der Garage unbehandelt, streichst du die Holzelemente mit einem passenden Holzschutz. Dieser schützt vor Bläue, Fäulnis, Insekten und dem Wetter. Grundiere die Elemente zuerst. Anschließend kommen Lack oder Lasur. So schützt du deine Garage ideal. Lasse deiner kreativen Ader freien Lauf. Denn Lacke und Lasuren gibt es in vielen Farben. Streiche das Holz einheitlich oder setze Akzente mit verschiedenen Farben.
Mit einem Anstrich ist es allerdings nicht getan. Blättert die Farbe ab oder wird rissig, wird es Zeit, die Garage erneut zu streichen.
Tipp: Wir empfehlen die einzelnen Teile vor dem Zusammenbau zu streichen. Ist das aus Platzgründen nicht möglich, behandelst du die Garage im aufgebauten Zustand.
Richtig Lüften
Schimmel sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch gesundheitsgefährdend sein. Damit erst kein Schimmel entsteht, ist das richtige Lüften wichtig.
Im Winter oder während einer längeren Regenperiode ist regelmäßiges Stoßlüften sinnvoll. Öffne das Garagentor oder die Fenster ein- bis zweimal täglich für fünf bis zehn Minuten. Dadurch trocknet Kondenswasser und Schimmel hat keine Chance mehr.
Regelmäßige Kontrolle
Deine Garage ist ordnungsgemäß aufgebaut und gestrichen? Das ist ein sehr guter Anfang. Damit die ganzen Maßnahmen lange etwas bringen, ist die regelmäßige Kontrolle Ihrer Garage wichtig.
Kontrolliere Wände, Fenster, Türen, Garagentor und das Dach regelmäßig. Findest du Schäden, besserst du diese so schnell es geht aus. Dadurch verhinderst du, dass sich die Schäden vergrößern und die Garage von Grund auf renoviert werden muss.
Unsere Checkliste hilft dir, an alles zu denken.
Holzgaragen: Vorteile, Planung und Pflege im Überblick
- Materialqualität: Holzgaragen aus robustem Nadelholz wie Fichte oder Kiefer bieten hohe Stabilität und Langlebigkeit bei fachgerechter Pflege.
- Baugenehmigung: In Deutschland ist eine Baugenehmigung für Holzgaragen meist ab einer Grundfläche von 30 m² erforderlich; regionale Unterschiede beachten.
- Wartung: Regelmäßige Holzschutzlasuren alle 2 bis 5 Jahre schützen vor Witterung und verlängern die Lebensdauer.
- Kosten: Die Preise für Holzgaragen beginnen ab ca. 1.500 Euro für einfache Modelle und variieren je nach Ausstattung und Größe.
- Individualisierung: Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten bei Dachform, Türen und Fenstern ermöglichen eine passgenaue Anpassung an das Grundstück.
Mit einer Holzgarage profitierst du von natürlicher Optik, hoher Funktionalität und flexibler Anpassung. Der Ratgeber liefert dir alle wichtigen Fakten zur Planung, Genehmigung und Pflege – so triffst du fundierte Entscheidungen für dein Projekt.