Vorbereitung ist beim Gartenhaus streichen die halbe Miete
Egal, ob du ein neues oder ein altes Gartenhaus streichen möchtest: Das Wetter muss passen. Es sollte trocken und nicht zu kalt oder warm sein. Lege alle Werkzeuge zurecht, bevor du mit der Arbeit beginnst.
Zum Streichen eines Gartenhauses benötigst du:
- Abdeckfolie
- Kreppband zum Abkleben kleinerer Flächen
- Hochwertige Pinsel z. B. Flächenstreicher, Farb- oder Lackier-Roller
- Holzimprägnierung (meist nur bei neuen, unbehandelten Gartenhäusern)
- Lack oder Lasur
- Eventuell Schwing- und Deltaschleifer oder Schleifpapier (meist nur bei Instandsetzung)
- Ggf. Besen oder Handbesen
Benutze qualitativ hochwertige Produkte. Damit sparst du dir Ärger und doppelte Arbeit. Du möchtest sicher keine lästigen Haare eines Pinsels in der Farbe haben. Ebenso ärgerlich ist es, wenn du das Haus nach kurzer Zeit wieder streichen musst, weil Farbe abplatzt oder nicht ausreichend schützt.
Imprägnierung: Der Holzschutz ist entscheidend
Bevor du ein neues Gartenhaus aufbaust, behandelst du es mit einer Holzimprägnierung. Sie schützt das Holz gegen Bläue, Fäulnis und Insekten. Das Holz muss trocken und sauber sein. Bestreiche die Bohlen vor dem Zusammenbau mit der Imprägnierung. Dazu benötigst du Platz. Wenn du den nicht hast, kannst du das Gartenhaus auch nach dem Aufbau imprägnieren. Hierbei solltest du das Haus je nach Holzschutz sehr gründlich lüften, bevor du weiterarbeitest.
Lege die Arbeitsfläche vorher mit der Folie aus. Mit einem Pinsel oder einem Roller trägst du den Holzschutz gleichmäßig auf beiden Seiten der einzelnen Bohlen auf, damit sich das Holz nicht schüsselt. Das bedeutet, dass sich das Holz verzieht und Wölbungen entstehen können, wenn das Holz nur einseitig vor Feuchtigkeit geschützt wird. Achte beim Streichen besonders auf die Kanten und Nut- und Federbereiche, da du diese Stellen im zusammengebauten Zustand schlecht erreichst. Trage Lack oder Lasur frühestens 24 Stunden nach der Imprägnierung auf.
Lack oder Lasur, das ist hier die Frage?!
Stelle dir jetzt die Frage: Lack oder Lasur? Es kommt darauf an, was dir wichtig ist. Lasur ist nicht so stark pigmentiert. Die Maserung des Holzes schimmert nach dem Anstrich noch durch. Willst du aber, dass die Maserung nicht mehr zu erkennen ist, greife zu Lack. Es gibt ihn in vielen deckenden Farben. Insgesamt gilt: Je dunkler der Farbton von Lack und Lasur, desto besser schützt die Farbe das Holz gegen Sonneneinstrahlung. Den genauen Unterschied zwischen Lack und Lasuren erklären wir in einem weiteren Ratgeberbeitrag.
Gartenhaus streichen: So geht’s!
Mit dem passenden Holzschutzmittel kann die eigentliche Arbeit beginnen. Für das Streichen gilt ähnliches wie für das Imprägnieren. Wenn du den Platz hast, streichst du das Holz am besten vor dem Aufbau. So gelangst du gut an alle Stellen. Trage an Nut und Feder die Farbe nicht zu dick auf, damit sich die Bretter noch zusammenstecken lassen. Gerade bei dunklen Farben solltest du das Haus vor dem Aufbau streichen, denn das Holz arbeitet. Wenn du das Haus erst nach dem Aufbau streichst, kann an den Fugen die helle Holzfarbe nach kurzer Zeit sichtbar werden, weil sich die Fugen durch das Arbeiten des Holzes ändern.
Möchtest du einen dunklen Anstrich nicht innen und außen, streiche die Innenwände deines Gartenhauses mit Klarlack. Hier benötigst du keinen UV-Schutz. Der Lack schützt allerdings gegen Feuchtigkeit und andere Belastungen. Daher empfehlen wir, das Haus nicht nur von innen zu imprägnieren, sondern auch zu streichen.
Wenn du das Haus nach dem Aufbau streichst, heißt es jetzt: Abkleben. Klebe alle kleineren Flächen wie Fenster- und Türrahmen ab und streiche diese separat.
Beginne mit den größeren Flächen. Hier empfehlen wir einen Flächenstreicher oder einen Farbroller. Streiche entlang der Maserung. Gönne dir während des Streichens am besten nur kurze Pausen. Ansonsten können unschöne Farbkanten entstehen. Diese und andere Fehler, wie zum Beispiel Farbnasen, besserst du aus, solange die Farbe feucht ist. Arbeite von oben nach unten. Nachdem du die großen Flächen behandelt hast, sind die kleinen dran.
Haben Sie all das geschafft, geht es ans Saubermachen. Reinigen Sie Ihre Pinsel und Farbroller so schnell wie möglich, damit die Farbe nicht antrocknet. Auch hier kommt es darauf an, welchen Holzschutz Sie gewählt haben. Ist Ihr Produkt wasserbasiert, reinigen Sie es mit Wasser und haushaltsüblichem Spülmittel. Ist das Produkt lösemittelhaltig, greifen Sie auf Terpentinersatz oder Pinselreiniger zurück.
Altes Gartenhaus streichen: Auffrischen des Anstrichs
Wann du dein Gartenhaus nachstreichen musst, hängt vom Standort und den Witterungsverhältnissen ab. Zudem empfehlen die Hersteller, wie oft der Anstrich erneuert werden soll. Streiche das Gartenhaus, sobald der Holzschutz nachlässt. Schleife das Gartenhaus vor dem Nachstreichen ab. Blättert die Farbe sehr stark ab, entferne sie vollständig. Ist das nicht der Fall, kannst du die Farbe anschleifen oder das Haus mit einem Haftgrund vorstreichen und auf das Schleifen verzichten.
Zum Abschleifen kleiner, schwer zugänglicher Stellen nutzt du Schleifpapier und einen Schleifklotz. Für die großen Flächen eignet sich ein Schwingschleifer, für die kleinen Flächen ein Deltaschleifer. Säubere das Holz anschließend. Der Untergrund muss für den Anstrich komplett sauber sein. Falls du alles abschleifst, imprägniere das Holz noch einmal vor dem Anstrich. Falls nicht, streiche einfach über die bestehende Farbschicht drüber.
Und siehe da, schon erstrahlt das alte Gartenhaus wieder in neuem Glanz.
Die richtige Pflege: So bleibt dein Gartenhaus schön
Damit du lange Freude an deinem Gartenhaus hast, pflegst du es. Pflegen heißt in diesem Fall, dass du regelmäßig kontrollierst, wie das Haus aussieht. Befreie die Außenseite des Hauses von Schmutz oder Spinnenweben. Falls dein Gartenhaus eine Regenrinne hat, reinige diese regelmäßig. Schaue, ob das Dach dicht ist und behebe Schäden sofort. Gerade die Wetterseite des Hauses hat es oft nicht leicht. Kontrolliere diese besonders gründlich.
Tipp: Die Reinigung mit einem Hochdruckreiniger empfehlen wir nur eingeschränkt, da das Holz bei zu hohem Druck beschädigt werden kann. Bei sehr hartnäckigem Schmutz kannst du mit einem Hochdruckreiniger arbeiten. Halte mindestens einen Meter Abstand von dem Gartenhaus und wähle die geringste Stufe des Drucks. Spritze das Wasser entlang der Maserung.
Bei der richtigen Pflege gleich von Anfang an hast du lange Freude an deinem Gartenhaus. Investiere also lieber zu Beginn etwas mehr Zeit und Arbeit. Dann kannst du dich in den darauffolgenden Jahren an deinem Gartenhaus erfreuen, anstatt ständig Pinsel und Schleifer zu schwingen.
Farbideen für dein Holzhaus:
Es gibt viele Farben, aus denen du wählen kannst. Hier sind ein paar Beispiele, von denen du dich inspirieren lassen kannst. Entscheide dich für eine Farbe, die gut zu deinem Garten und der Einrichtung passt.
Du musst das Haus nicht komplett in einer Farbe streichen. Versiehst du die großen Flächen mit einer anderen Farbe als beispielsweise Fenster, Tür und Co., entsteht ein harmonisches und einladendes Gesamtbild.



