Diese 5 Dinge sollten Sie über Laminat wissen

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Laminat hat viele Vorteile, die es zu einem sehr beliebten Bodenbelag machen. Dank der Klickverbindungen können Sie Laminatboden selbst verlegen, auch wenn Sie handwerklich unerfahren sind. Der Bodenbelag ist pflegeleicht, abriebsicher und zeichnet sich durch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Es gibt Laminatböden in den unterschiedlichsten Dekoren. Holz- oder Steinoptik wirken dank moderner Druckverfahren authentisch und natürlich.

Der Boden ist sehr beliebt und gerade deswegen kommen beim Verlegen, der Entsorgung und im Wohnalltag immer wieder Fragen auf. Wir klären fünf davon, die Kunden unseren Fachberatern oft stellen.

1. Aus welchem Material besteht Laminat?

Laminat setzt sich aus natürlichen Werkstoffen zusammen, größtenteils Holz. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist Melaminharz. Typisch für Laminat ist der mehrschichtige Aufbau. Die Deckschicht oder das Overlay sorgt für Abriebsicherheit und stellt die oberste Lage des Bodens dar. Das Overlay besteht aus dünnen Papieren. Diese werden unter starker Hitze zusammen mit Melamin gepresst. Dadurch verflüssigt sich das Melamin und verbindet sich mit den Papieren. Das Overlay liegt auf der Dekorschicht. Die Dekorschicht ist für die authentische Optik des Bodens verantwortlich und besteht aus einem bedruckten Papier. Darunter befindet sich die Trägerplatte aus Holzfaserwerkstoffen. Sie verleiht der Diele die Stabilität. Je nach Boden handelt es sich um eine MDF- oder eine HDF-Platte. An der Trägerplatte befindet sich auch die Klickverbindung. Ein Gegenzug, der sich unter der Trägerplatte befindet, rundet den Aufbau ab und sorgt für Formstabilität und für eine hohe Belastbarkeit.

2. Wie lange muss sich Laminat akklimatisieren?

Laminat muss vor dem Verlegen akklimatisiert werden.

Laminat muss vor dem Verlegen akklimatisiert werden.

Bevor Sie Ihren Laminatboden verlegen, müssen sich die Dielen akklimatisieren. Wenn es große Klimaunterschiede zwischen dem Lagerraum und dem Verlegeraum gibt, ist die Akklimatisierung besonders wichtig. Mindestend 48 Stunden sollten Sie dafür einplanen. Die Zimmertemperatur muss mindestens 18 °C betragen und die Luftfeuchtigkeit darf bei maximal 70% liegen. Auch die Verlegefläche muss im verlegereifen Zustand sein. Lassen Sie die Dielen verpackt, während sie sich akklimatisieren.

3. Was ist die Nut und was ist die Feder?

Laminatdielen sind mit intelligent gestalteten Klick-Systemen ausgestattet. Dadurch lassen sie sich im Handumdrehen meist schwimmend verlegen, also ohne Klebstoffe. Auch Parkettböden lassen sich zum Teil schwimmend verlegen. Beim Parkett ist der Anteil an vollflächig verklebten Dielen aber deutlich höher. Die Klick-Systeme sorgen für eine optisch fugenfreie Verbindung. Die Dielen sind an der einen Längs- und an der einen Querseite mit einer Feder ausgestattet. Die anderen beiden Seiten sind mit einer Nut versehen. Die Feder wird beim Verlegen in die Nut eingeklickt. Bei der Feder handelt es sich um eine Positiv-Form der Nut.  Achten Sie beim Entnehmen und Handhaben der Laminatdielen stets darauf, dass die Feder nicht abbricht.

4. Wieso quillt mein Laminat auf?

Kaputte Blumenvasen können stehende Nässe verursachen.

Kaputte Blumenvasen können stehende Nässe verursachen.

Quillt Laminat auf, liegt dies in der Regel an Feuchtigkeit, die in die Dielen eindringen konnte. Bei hochwertigen Laminatdielen sind die Fugen imprägniert und die Dielen sind mit einem Quellschutz ausgestattet. Das schützt sie gegen Feuchtigkeit.  Allerdings ist Laminat für längere Feuchtigkeitseinwirkung ungeeignet. Billiges Laminat quillt schneller auf als Böden, die hochwertig verarbeitet und quellgeschützt sind.

Wenn Ihr Laminat „hoch kommt“, sollten Sie zunächst kontrollieren, ob Ihre Blumentöpfe dicht sind. Kaputte Blumentöpfe oder -vasen können stehende Nässe verursachen. Wenn Getränke oder andere Flüssigkeiten verschüttet wurden, sollten Sie diese umgehend aufwischen. Nebelfeuchtes Wischen macht dem Boden nichts aus. Wringen Sie den Lappen beim regelmäßigen Wischen gut aus, damit dieser nicht tropft. Zu feuchtes Wischen kann ebenfalls die Ursache für aufgequollenes Laminat sein.

Ermitteln Sie vor dem Verlegen des Bodens unbedingt die Restfeuchte des Estrichs. Denn der Estrich ist erst belegreif, wenn die Restfeuchte auf ein bestimmtes Niveau zurückgegangen ist. Bei mineralischen Untergründen ist außerdem die Verlegung einer Dampfbremse erforderlich. Die Dampfbremse wird unter die Trittschalldämmung gelegt. Sie verhindert, dass aufsteigende Feuchtigkeit den Boden beschädigt. Für Feuchträume wie das Bad sind spezielle Vinylböden besonders geeignet. Wie sich Laminat und Vinyl unterscheiden, lesen Sie in unserem ultimativen Vergleich.

5. Wie entsorge ich Laminat?

Die Laminatböden von renommierten Marken bestehen zu einem Großteil aus Holz. Sie enthalten keine schädlichen Zusätze und sind für die Umwelt vollkommen unbedenklich. Sie müssen Laminatdielen daher nicht über den Sondermüll entsorgen. Verlegereste können Sie einfach über den Hausmüll entsorgen. Ein demontierter Boden passt natürlich nicht in die Mülltonne. Für die Laminatdielen können Sie Sperrmüll beantragen. Je nach Stadt und Gemeinde gibt es regelmäßige Termine für die Abholung von Sperrmüll. Manche Städte und Gemeinden schließen Bau- und Renovierungsabfälle allerdings vom Sperrmüll aus. Dann können Sie das Laminat zu einem Recycling-Hof bringen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Abfallwirtschaftsbetrieb oder bei Ihrem Bürgeramt.

Die Böden sind dank der modernen Produktion recyclebar. Das Laminat wird beim Recyclingprozess in seine einzelnen Bestandteile zerlegt und fast vollkommen wiederverwertet. Die Entsorgung nicht nur leicht, Laminat weist auch eine gute Ökobilanz auf.

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