Spielturm bauen: Sicherheit für kleine Kletterer

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Der neue Spielturm ist da. Jetzt kann’s losgehen mit dem Spielturm bauen!

Dann können die Kleinen darauf spielen. Und Mama oder Papa – oder der Baumeister – sind die Helden.

Aber was müssen Sie eigentlich beim Aufbau beachten? Und wie wird so ein Spielturm richtig gepflegt?

Gut geplant ist halb gewonnen

Bevor Sie mit dem Bau beginnen, bereiten Sie alles gut vor. Besorgen Sie sich einen Helfer, denn zwei Hände reichen zum Spielturm bauen nicht aus. Planen Sie ausreichend Zeit ein. Der Aufbau dauert mindestens zwei Tage.

Bevor Sie die Tage für das Projekt festlegen, schauen Sie in den Wetterbericht. Es sollte nicht regnen.

Zuletzt bestimmen Sie den genauen Standort für den Spielturm. Planen Sie genügend Platz rund herum ein, damit Ihre Kleinen sicher und ungestört toben und klettern können. Die Hersteller schreiben zwei Meter als Sicherheitszone rund um den Turm vor.

Der Platzbedarf eines kleinen Kletterturms - die Sicherheitszone.

Der Platzbedarf eines Kletterturms inklusive der Sicherheitszone.

So steht Ihr Spielturm sicher

Die Sicherheit der Kinder hat bei einem Spielturm oberste Priorität. Darauf sollten Sie nicht nur beim Spielturm bauen sondern schon bei der Auswahl achten.

Wichtig ist auch, dass das Gerät sicher im Boden verankert ist. Dafür gibt es drei Möglichkeiten: Sie können die tragenden Balken direkt einbetonieren, diese auf einbetonierten Pfostenträgern festschrauben oder, wenn Sie keinen Beton verwenden möchten, Einschlaghülsen oder Bodenanker nutzen.

Bevor Sie mit dem Beton mischen loslegen, markieren Sie die genaue Position jedes Trägerbalkens. Wenn Sie das Spielgerät als Ganzes einbetonieren möchten, messen Sie die Abstände zwischen den einzelnen tragenden Balken. Alternativ finden Sie Maße in der Montageanleitung.

Markieren Sie die Stellen, an denen später die Balken stehen. Dazu nutzen Sie Richtschnur und Sprühfarbe. Sie können auch Mehl zum Markieren nutzen. Mit der Richtschnur stellen Sie sicher, dass die Balken in einer Flucht stehen. Werden die Balken im Rechteck angeordnet, prüfen Sie, dass alle Winkel 90° sind.

Ganz klassisch: Beton-Fundamente

Sie können die Balken direkt einbetonieren. Dazu heben Sie Löcher an den Stellen aus, an denen die Pfosten später stehen werden. Die Löcher müssen mindestens 80 cm tief sein, damit die Fundamente des Spielgeräts frostsicher sind. In den meisten Regionen gefriert der Boden in 80 cm Tiefe nicht mehr. Das Fundament wird durch Frost also nicht beschädigt.

Diese Löcher befüllen Sie mit Beton. Wenn Sie nicht bis in 80 cm Tiefe Beton einfüllen möchten, können Sie alternativ eine Drainageschicht aus Schotter in die Löcher füllen. Diese sollte mindestens 20 cm dick sein. So kann sich kein Wasser unter dem Fundament stauen und es bei Frost beschädigen.

Setzen Sie die tragenden Balken des Spielturms in den feuchten Beton. Richten Sie sie mit einer Wasserwaage aus. Anschließend stabilisieren Sie die Balken mit Dachlatten. So ändert sich die Position nicht, während der Beton aushärtet.

Der Beton ist nach vierundzwanzig Stunden belastbar, aber noch nicht vollständig ausgehärtet. Bis der Beton hart ist, dauert es rund vier Wochen. Während dieser Zeit darf es nicht frieren. Sollte es regnen, decken Sie die Fundamente mit einer Folie ab. Die genauen Angaben zur Trocknungszeit und Dauer bis zur Endfestigkeit finden Sie auf der Verpackung des Betons.

Schonen das Holz: Einbetonierte Pfostenträger

Sie möchten das Holz des Spielturms besonders schützen?

Dann befestigen Sie ihn auf einbetonierten Pfostenträgern. Das ist genauso stabil wie das Einbetonieren der tragenden Balken. Aber die Balken kommen nicht direkt mit dem Boden in Kontakt und ziehen keine Feuchtigkeit.

Wählen Sie zwischen H-Pfostenträgern, L-Pfostenträgern, Winkelankern und Bodenankern. Alle Modelle befestigen Sie ähnlich. Achten Sie darauf, dass die Pfostenträger genau zu den Balken des Spielturms passen.

Varianten von Pfostenträgern

Pfostenträger zum Einbetonieren: H-Pfostenträger, Bodenanker, L-Pfostenträger (von links nach rechts).

Genau wie beim klassischen Betonieren heben Sie 80 cm tiefe Löcher aus, die Sie mit Beton befüllen. Setzen Sie die Pfostenträger in den feuchten Beton. Richten Sie sie so aus, dass sie senkrecht und im korrekten Abstand zueinander stehen. Stabilisieren Sie sie mit Hilfe von Dachlatten. Die Position darf sich beim Aushärten des Betons nicht ändern, sonst passt ihr Spielturm nicht in die Träger.

Es gibt die Pfostenträger auch zum Aufschrauben: Sie schrauben sie auf vorbereitete Betonfundamente oder einen festen Untergrund (z. B. Teer). Allerdings sind einbetonierte Träger stabiler. Wenn nur fester Untergrund für den Bau des Spielturms in Frage kommt, sollten Sie Fallschutzmatten auslegen, damit die Kinder bei Stürzen geschützt sind.

Keine Lust auf Beton? Einschlaghülsen und Bodenanker

Bodenanker zum Eindrehen sind stabil und können rückstandlos entfernt werden.

Bodenanker zum Eindrehen sind stabil und können rückstandlos entfernt werden.

Sie wollen keinen Beton mischen oder Fundamente gießen? Wählen Sie stattdessen Einschlaghülsen oder Bodenanker zum Eindrehen.

Achten Sie darauf, dass die Maße der Einschlaghülsen zu den Balken passen.

Stecken Sie die Balken erst in die Hülsen, wenn diese im Boden verankert sind. Zum Einschlagen verwenden Sie eine Einschlaghilfe aus Kunststoff oder ein Stück Holz, dass Sie danach nicht mehr verwenden möchten. So bleiben Balken und Einschlaghülse unbeschädigt.

Versenken Sie die Hülsen mit einem Hammer. Kontrollieren Sie mit der Wasserwaage immer wieder, ob sie gerade stehen. Anschließend stellen Sie die Balken in die Hülsen und verschrauben sie. Nun können Sie darauf den Spielturm bauen.

Alternativ gibt es Bodenanker zum Eindrehen. Wohnen Sie in einem Mietshaus und müssen den Garten beim Auszug so verlassen, wie Sie ihn vorgefunden haben, sind Bodenanker die beste Möglichkeit.

Heben Sie zuerst rund 30 Zentimeter tiefe Löcher aus. Gießen Sie Wasser hinein, damit der Boden weich wird. Dann drehen Sie die Anker ein. Wundern Sie sich nicht: Dazu brauchen Sie einiges an Kraft.

Prüfen Sie, ob die Anker gerade stehen. Anschließend schütten Sie die Löcher mit der ausgehobenen Erde wieder zu und stampfen diese fest. Jetzt können Sie die Balken Ihres Gerüsts an den Ankern festschrauben.

So klappt das Spielturm bauen

Legen Sie sich alle benötigten Werkzeuge zurecht, bevor Sie sich an den Aufbau machen.

Ist das Set Ihres Spielturms vollständig? Oder fehlt etwas?

Fehlt etwas, melden Sie sich umgehend beim Verkäufer des Spielgeräts. Bauen Sie einen Turm Marke Eigenbau, sollten Sie auch prüfen, ob Sie alle Materialien vollständig haben. So sparen Sie sich zeitraubende Fahrten zum Baumarkt.

Lesen Sie die Aufbauanleitung gründlich, bevor Sie beginnen. Beachten Sie alle Details. Es geht schließlich um die Sicherheit Ihres Kindes.

Sie können ihr Spielgerät im Liegen aufbauen und es anschließend hinstellen. Alternativ schrauben Sie Ihr Spielgerät „im Stehen“ von unten nach oben schrittweise zusammen. Nutzen Sie einbetonierte Pfostenträgern zum Befestigen, ist die zweite Aufbauvariante sicherlich einfacher. Auch bei sehr großen Gerüsten beleibt nur die zweite Alternative, da sie zu schwer sind, um sie anzuheben, wenn sie fertig aufgebaut sind.

Sitzt, passt, wackelt und hat Luft

Besser nicht!

An Ihrem Spielturm soll gar nichts wackeln. Prüfen Sie regelmäßig, ob alles fest verschraubt ist. Wenn nötig, ziehen Sie Schrauben nach.

Glätten Sie scharfe Kanten, Abgesplittertes oder Gerissenes sofort. So kann sich kein Kind daran verletzen.

Reinigen Sie das Spielgerät regelmäßig. Moos auf den Holzteilen kann für ungeplante – und schmerzhafte – Rutschpartien sorgen. Auch die Holzpflege darf nicht zu kurz kommen. Alle zwei bis drei Jahre sollten Sie es mit dem passenden Holzschutzmittel streichen. Wie häufig es nötig ist, hängt davon ab, wo der Turm steht und wie sehr er unter dem Wetter leiden muss.

Hat der Kletterturm Metallteile, kontrollieren Sie diese regelmäßig auf rostige Stellen. Finden Sie welche, schleifen Sie den Rost ab. Anschließend reinigen Sie die Stelle und lackieren Sie sie neu.

Nicht nur der Spielturm selbst verlangt Ihre Aufmerksamkeit. Auch der Untergrund, auf dem er steht. Achten Sie immer darauf, dass der Untergrund weich ist. Rasen oder Sand bieten sich an. Wenn Sie den Turm auf einer festen – zum Beispiel geteerten – Fläche aufbauen, müssen Sie Bodenschutzmatten aus Gummi unterlegen. Kontrollieren Sie sie regelmäßig auf Beschädigungen.

Beachten Sie unsere Tipps zum Spielturm bauen und wählen eine der drei Befestigungsmöglichkeiten, steht dem Spielspaß der mutigen Kletterer nichts mehr im Wege.

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