Die verschiedenen Parkettarten und ihre Eigenschaften

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Es gibt viele verschiedene Parkettarten: Neben massiven Holzdielen in unterschiedlichen Längen und Breiten gibt es verlegefertiges Parkett mit Klicksystem. Darüber hinaus können Sie aus unterschiedlichen Holzarten und Oberflächen wählen.

Wir stellen Ihnen die drei populärsten Parkettarten mit ihren Eigenschaften vor:

Massivparkett

Massivparkett ist das hochwertigste der Parkettarten. Es besteht aus einzelnen Massivholzstäben. Ein Fachmann klebt die Stäbe im rohen Zustand auf den Boden und schleift sie anschließend mit einer Parkettschleifmaschine ab. Zum Abschluss behandelt er die Parkettoberfläche mit einem Parkettlack, Öl oder Wachs.

Durch die Trocknungszeit der Versiegelung können Sie das Parkett nicht direkt nutzen. Der Bezug kann sich um ein bis zwei Tage verzögern. Massivparkett ist mittlerweile zum Teil verlegefertig erhältlich. Bei solchen Böden entfallen die Abschlussarbeiten des Abschleifens und Versiegelns.

Durch den hohen Holzgehalt ist Massivparkett grundsätzlich teurer als aus mehreren Schichten zusammengesetzte Parkettböden wie Fertig- oder Furnierparkett.

Fertigparkett

Parkett-Dielen

Parkett-Dielen

Die Parkettart besteht aus mehreren Schichten. Die oberste Schicht, die Nutzschicht, ist aus hochwertigen Hölzern gefertigt. Diese Schicht ist nach dem Verlegen sichtbar und gibt dem Boden seine Optik. Die Nutzschicht hat eine Stärke von mindestens 2,5 Millimeter. Die Oberfläche ist versiegelt oder geölt und sofort bewohnbar.

Die Nutzschicht wird auf mindestens eine Trägerplatte aufgebracht. Der Boden wird daher auch Mehrschichtparkett genannt. Die Parketthersteller produzieren das Trägermaterial aus günstigerem Nadelholz oder HDF. Zur Formstabilisierung leimen sie zusätzlich einen Gegenzug unter die Platten. Einige Fertigparkettböden haben eine integrierte Trittschalldämmung.

Das Fertigparkett ist mit Nut und Feder oder einem Klick-System ausgestattet und verlegefertig. Mit etwas handwerklichem Geschick können Sie den Boden selbst verlegen.

Furnierparkett

Furnierparkett ist ähnlich aufgebaut wie Fertigparkett. Sie unterscheiden sich in der Stärke der sichtbaren Holzschicht. Die Nutzschicht aus Echtholz (Furnier) hat eine Stärke von rund 0,5 bis 1 Millimeter und ist bereits mit Lack oder Öl versiegelt. Wie beim Fertigparkett ist die Nutzschicht beim Furnierparkett auf eine Mittellage aus Echtholz geringerer Qualität beziehungsweise auf eine HDF- oder MDF-Platte geklebt. Darunter befindet sich ein stabilisierender Gegenzug aus einfachem Holz. Auch bei dieser Parkettart ist die integrierte Trittschalldämmung optional. Wie beim Fertigparkett können Sie mit etwas Geschick den Boden selbst verlegen.

Furnierparkett ist die günstigste Alternative der Parkettarten. Aufgrund der geringen Stärke der Nutzschicht können Gebrauchsspuren nach einigen Jahren nicht abgeschliffen und der nicht Boden aufbereitet werden. Das ist bei Massivparkett und auch bei den meisten Fertigparkettböden möglich.

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Ihr Profi für Holzböden

Casando 2020-03-23

2 Kommentare

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Alle Kommentare (2)

  1. Hallo!
    Die Infos sind sehr hilfreich, allerdings sind die ein paar Fehler im Text doch etwas störend.
    Nur als Hinweis.

    • Avatar Vera Stiefelhagen vor 4 Monaten

      Hallo Laura,

      danke für den Hinweis.
      Manchmal schleicht sich der Fehlerteufel ein. Wir haben die Tippfehler korrigiert.

      Viele Grüße
      Vera