Übersicht der Garagentore
Für deine Garage stehen dir unterschiedliche Torarten zur Verfügung. Ein klassisches Schwingtor sieht man bei sehr vielen Garagen. Schwingtore lassen sich manuell oder automatisch öffnen und schließen. Das Schwingtor fährt beim Öffnen über zwei Schienen unter die Decke der Garage. Dazu benötigt es einen gewissen Schwenkraum.
Rolltore sind eine weitere Variante. Diese sind ähnlich wie Rollladen aufgebaut. Ein solches Tor wickelt sich beim Öffnen auf. Ein Nachteil ist daher der schnellere Verschleiß. Aus diesem Grund sind Rolltore schlecht für Garagen geeignet, die sehr häufig geöffnet und geschlossen werden.
Sektionaltore sind die dritte Variante. Sie bringen einige Vorteile mit sich – von Platzersparnis über eine elegante Optik bis hin zu Sicherheit und Komfort. In unserem Ratgeber über Sektionaltore erfährst du alles, was du wissen musst.
| Torart | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Schwingtor | Günstig in der Anschaffung, simple Mechanik | Benötigt Schwenkraum vor der Garage, geringe Wärmedämmung |
| Rolltor | Sehr platzsparend, die Garagendecke bleibt frei | Hoher verschließ bei häufiger Nutzung, weniger Designauswahl |
| Sektionaltor | Kein Schwenkraum nötig, große Auswahl an Isolierungen und Designs | Hoher Anschaffungspreis, Laufschienen an der Decke |
Wie funktionieren Sektionaltore und wo liegen die Vorteile?
Sektionaltore bestehen aus einzelnen Elementen, den Sektionen. Scharniere verbinden die übereinander angeordneten Sektionen. Einer der größten Vorzüge von Sektional-Garagentoren ist die Platzersparnis: Öffnest du das Tor, schiebst du Element für Element unter die Decke. Dadurch wird kein Schwenkraum benötigt. Selbst wenn ein Fahrzeug unmittelbar vor der Garage steht, kannst du es problemlos öffnen oder schließen.
Sektionaltore sind sehr sicher und schützen gut vor Einbrüchen. Aufschiebesicherungen verhindern, dass sich das geschlossene Tor aufhebeln lässt. Tore mit elektronischem Antrieb lassen sich bequem per Handsender öffnen und schließen. Sie sind besonders leicht zu handhaben.
Optiken von Sektionaltoren
Die Auswahl der Designs ist groß: Stimme für ein harmonisches Gesamtbild das Garagentor auf die Optik deines Hauses ab. Die Gestaltung setzt sich aus drei Hauptkategorien zusammen:
Die Prägung: Sicken oder Kassetten
Garagentore mit Sicken sind besonders beliebt. Eine Sicke ist die waagerechte Vertiefung, die die Vorderseite des Tores schmückt. Bei einem Tor mit S-Sicke sind die Abstände zwischen den Vertiefungen relativ gering, bei M-Sicken etwas größer und bei einer L-Sicke am größten.
Tore mit Kassettenoptik harmonieren mit unterschiedlichen Baustilen. Dabei sind kleine, vertiefte Kästchen gleichmäßig auf den Torelementen angeordnet. Für schmale Tore hat sich besonders die S-Kassetten-Optik bewährt
Die Farbwahl deines Sektionaltores
Die gängigsten Farben für Sektionaltore sind Weiß, Anthrazit oder Braun. Hersteller bieten darüber hinaus eine große Auswahl an Farbtönen an. Hausbesitzer passen oftmals die Farbe ihres Garagentors an die Fensterrahmen oder die Haustür an, um ein einheitliches Bild zu schaffen. Für einen interessanten Bruch kannst du dich auch für ein Tor in einer Kontrastfarbe entscheiden.
Die Oberflächenstruktur
Achte darauf, dass dein Garagentor über eine widerstandsfähige und pflegeleichte Oberfläche verfügt. Die Beschaffenheit hat nicht nur Einfluss auf die Haltbarkeit, sondern auch die Wirkung der Farbe. Beliebte Oberflächen wirken wie natürliche Holzstrukturen (Woodgrain) oder erzeugen einen glatten Look (Silkgrain)
Welche Beschlagarten gibt es?
Wenn du dich für ein Sektionaltor entscheidest, benötigst du einen passenden Beschlag, der das Tor mit der Garage verbindet. Welcher Beschlag der richtige ist, hängt von den Maßen deiner Garage, den Einbaubedingungen und der verwendeten Federtechnik des Tores ab.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei Varianten:
Der Zugfeder-Beschlag
Diese Variante eignet sich für Tore mit Zugfedertechnik
- Positionierung: Die Zugfedern liegen seitlich im Inneren der Garage
- Aufbau: Sie sind mit zwei Lastseilen ausgestattet und haben eine Sturzblende (Verkleidung für den oberen Rahmen der Toröffnung)
Der Normal-Sturz-Beschlag
Dieser Beschlag eignet sich für Tore mit Torsionsfedertechnik, erfordert jedoch ausreichend Platz nach oben.
- Voraussetzung: der Sturz (Abstand zwischen Decke und Toröffnung) deiner Garage muss ausreichend sein. Für Hörmann-Tore muss dieser beispielsweise 210mm betragen. Prüfe hier immer die Herstellerangaben, da die Maße von Hersteller zu Hersteller variieren können.
- Aufbau: Der Feder-Mechanismus sitzt vorne. Die Tore sind außerdem mit Seitentrommeln, einer Federbruchsicherung, seitlich innenliegenden Lastseilen und einer Sturzblende ausgestattet.
Der Niedrig-Sturz-Beschlag
Die ideale Wahl, wenn die Höhe für einen Normal-Sturz-Beschlag nicht ausreicht.
- Voraussetzung: Du wählst diesen Beschlag bei einer niedrigen Sturzhöhe. Bei Hörmann-Toren muss dieser auch hier mindestens 140mm betragen. Auch hier gilt es die Maße der Hersteller zu überprüfen.
- Aufbau: Hier liegt der Feder-Mechanismus hinten und nimmt dadurch weniger Platz ein. Der restliche Aufbau gleich dem Normal-Sturz-Beschlag
- Kosten: In der Regel sind diese Beschläge konstruktionsbedingt etwas teurer.
Welche Paneelstärke benötige ich für meine Garage?
Die benötigte Stärke der Tor-Paneele hängt direkt davon ab, ob deine Garage beheizt wird oder direkt mit dem Wohnhaus verbunden ist. Wird sie beispielsweise als Hobbyraum genutzt, ist eine gute Wärmedämmung wichtig. Sektionaltore variieren im Hinblick auf ihren Aufbau. Es gibt einwandige und doppelwandige Ausführungen. Bei einwandigen Toren handelt es sich um preisgünstige Modelle. Sie eignen sich für freistehende Garagen, die ohne Wärmedämmung auskommen. Doppelwandige Tore sind FCKW-frei ausgeschäumt. FCKW-frei bedeutet, dass bei der Herstellung des Isolierschaums keine umweltschädlichen Fluorkohlenwasserstoffe (FCKW) verwendet wurden. Die Lamellen sind je nach Ausführung 20 mm oder 40 mm stark. Doppelwandige Garagentore mit 40 mm starken Lamellen stehen für eine hervorragende Wärmedämmung.
Die verschiedenen Antriebsarten
Du hast die Wahl zwischen einem klassischen Handantrieb oder einem modernen elektrischen Garagentorantrieb für maximalen Komfort und mehr Sicherheit.
Elektrische Garagentorantriebe sind leicht und komfortabel zu bedienen und besonders für den Alltag geeignet. Mit einem Handsender kannst du vom Fahrzeug aus das Garagentor öffnen und schließen, was besonders bei Regen ein großer Vorteil ist. Moderne Garagentorantriebe bieten nicht nur Komfort, sondern auch Sicherheit. Die meisten Hersteller statten ihre Antriebe mit einer Abschaltautomatik aus. Diese veranlasst, dass das Sektionaltor stoppt, wenn sich Hindernisse im Torbereich befinden. Der Betrieb ist ruckelfrei und leise. Einige Garagentorantriebe, sogenannte Schnellläufer, öffnen das Tor besonders schnell.
Hinweis:
Nicht jede Garage verfügt über einen zweiten Zugang. In so einem Fall ist es ratsam, das elektronische Sektionaltor mit einer Notentriegelung auszustatten. Auf diese Weise kannst du das Garagentor auch im Falle eines Stromausfalls oder eines defekten Antriebs öffnen.
Welche Größen stehen zur Verfügung?
Sektionaltore stehen in Standardgrößen zur Verfügung. Die gängigen Breiten und Längen wie 2.375 x 2.000 mm, 2.375 x 2.125 mm, 2.500 x 2.000 mm, 2.500 x 2.125 mm und viele mehr sind in der Regel kurzfristig verfügbar. Für das Ausmessen deiner Garage haben wir dir alle Schritte einfach und übersichtlich in unserem Ratgeberbeitrag zusammengestellt.
Für einen fachgerechten Einbau benötigst du eine Zarge. Viele Händler verkaufen Garagentore als Komplettpaket, sodass du neben dem Sektionaltor auch eine passende Zarge sowie einen Antrieb inklusive Handsender erhältst.
Egal, ob du in der Garage künftig dein Auto abstellst, Brennholz stapelst oder ein Unternehmen gründest – wir empfehlen, ein Sektionaltor einzubauen.
Sektionaltore im Überblick
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet mich ein neues Garagentor inklusive Einbau?
Die Gesamtkosten setzen sich aus dem Material (Tor und Antrieb) sowie den Handwerkerkosten zusammen. Ein hochwertiges Sektionaltor in Standardmaßen inklusive Antriebes kostet in der Anschaffung zwischen 1.000 € und 2.500 €. Für die Montage durch einen Fachmann solltest du mit etwa 300 € – 800 € rechnen. Solltest du dein altes Garagentor noch abmontieren und entsorgen lassen, kommen nochmal 150€ – 300€ dazu. Insgesamt kannst du also grob mit Kosten von ca. 1.500 € – 3.000 € rechnen.
Wie sicher sind Sektionaltore vor Einbrüchen?
Sektionaltore bieten einen hohen Einbruchsschutz. Moderne Modelle verfügen über eine mechanische Aufschiebesicherung. Dadurch lässt sich das Tor nicht einfach aufhebeln. Durch die rein mechanische Funktion bist du auch im Falle eines Stromausfalls geschützt. Mehr Informationen zu Sicherheit von Garagen findest du im Artikel der Polizei Sachsen.
Wie pflege ich mein Garagentor richtig?
Für ein langlebiges Garagentor solltest du die Scharniere, Laufrollen und Federn ein- bis zweimal im Jahr mit einem geeigneten Schmiermittel pflegen. Die äußere Oberfläche reinigst du mit einem weichen Tuch und etwas warmem Wasser. Du kannst auch zu mildem Reinigungsmittel greifen. Achte auch hierbei unbedingt auf die Herstellerangaben.
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