Renovieren im Inneren ist kein Problem
Wandfarben und Tapetenkleber trocknen langsamer, je kälter es ist. Aber wenn du deine Räume regelmäßig lüftest und normal heizt, ist das kein Problem. Es dauert zwar etwas länger, aber Farbe und Kleber trocknen gleichmäßiger. Öffne dazu nach dem Streichen mehrmals täglich die Fenster für rund 15 Minuten. Das ist ausreichend, um die gesamte feuchte Luft durch frische Luft zu ersetzen. Heize die Räume auf rund 20 °C. So sicherst du ein gutes Raumklima und eine gleichmäßige Trocknung. Wenn du schon während des Streichens stoßlüftest, kann das zu ungleichmäßigem Trocknen und zu Streifenbildung führen. Daher solltest du beim Streichen selbst die Fenster geschlossen halten.
Natürlich kannst du im Winter nicht nur die Wände neu streichen. Was immer im Haus Aufmerksamkeit braucht, kann gestrichen werden – seien es Türrahmen, Paneelen oder Treppengeländer.
Ein neuer Bodenbelag ist auch im Winter kein Problem. Wichtig ist, dass du deinen neuen Holzboden (dazu zählen auch Laminat und Klick-Vinyl mit HDF-Trägerplatte) mindestens 48 Stunden vor dem Verlegen bereits im Raum lagerst, in dem er verlegt werden soll. Holz muss sich akklimatisieren, bevor du es verlegst. Bei Temperatur- und Feuchtigkeitsänderungen arbeitet Holz. Wenn der Unterschied zwischen dem Raumklima während dem Verlegen und dem späteren Wohnen zu groß ist, kann es zu unschönen Erhebungen oder Fugenbildung kommen.
Größere Projekte wie Dämmarbeiten oder der Ausbau im Innenbereich können im Winter durchgeführt werden. Auch hier ist eine gute Mischung aus Belüftung und Beheizung wichtig. Am besten informierst du dich bei einem Fachbetrieb, gerade bei größeren Umbauvorhaben. Aufgrund der schwächeren Konjunktur in den Wintermonaten haben einige Fachbetriebe in dieser Zeit Spezialpreise. So kannst du bares Geld sparen.
Diese Arbeiten solltest du im Winter nicht machen
Arbeiten im Außenbereich bieten sich im Winter wegen der Witterung und den niedrigen Temperaturen nicht an. Gerade solche Arbeiten wie Anbauten, Fensterwechsel oder Fassadenarbeiten sind besser zwischen Frühjahr und Herbst eingeplant. Kälte und (Boden-)Frost verhindern hier oft die sachgemäße Durchführung der Arbeiten. Beim Verputzen können Temperaturen unter 5 °C zum Beispiel dazu führen, dass der Putz nicht richtig haftet und schnell wieder abplatzt. Damit hast du nicht nur viel Aufwand umsonst investiert, sondern auch eine Menge Geld. Gleiches gilt für Malerarbeiten. Viele Farben lassen sich bei niedrigen Temperaturen nicht richtig verarbeiten und du bekommst nicht das gewünschte Ergebnis.