Eine Person montiert ein Schloss mit einem Bohrer an einer Glastür in einem Innenraum.

Glastür einbauen

Der Ablauf vom Einbauen einer Glastür ähnelt dem Einbau von Holz-Zimmertüren. Zunächst ist die Wahl einer passenden Glastür, Türzarge und eines Schlosskastens mit Bändern erforderlich. Ermittle vor dem Kauf die Maße des Türlochs. Miss die Höhe, die Breite und die Tiefe des Türloches an mehreren Stellen. Bei der Wandstärke gilt der höchste Wert als Richtlinie. Bei der Höhe und der Breite kannst du dich an dem kleinsten Wert orientieren. Bei der Ermittlung der Höhe musst du den Bodenbelag mit einberechnen.

Der Einbau einer Glastür erfordert in der Regel keine spezifischen Vorkenntnisse. Heimwerker können eine Glastür einbauen, ohne einen Fachmann zu beauftragen. Insbesondere beim Einhängen des Türblattes ist allerdings ein Helfer empfehlenswert. Für einen fachgerechten Einbau ist zunächst die Montage der Zarge erforderlich. Glastüren sind schwerer als Holztüren, daher müssen die Zargen entsprechend stabiler sein.

Glastüren im Test

Bevor wir dir eine ausführliche Montageanleitung zur Verfügung stellen, möchten wir dir einen faszinierenden Aspekt von Glastüren näherbringen – ihre beeindruckende Robustheit. Hast du gewusst, dass Glastüren nicht nur stilvoll, sondern auch äußerst strapazierfähig sind?

Moderne Glastüren sind speziell gehärtet, um alltäglichen Beanspruchungen standzuhalten. Während des Herstellungsprozesses werden sie einem Härteprozess unterzogen, bei dem das Glas auf hohe Temperaturen erhitzt und dann schnell abgekühlt wird. Dieser Vorgang macht das Glas nicht nur stärker, sondern auch sicherer, da es im Falle eines Bruchs in kleine, ungefährliche Stücke zersplittert.

Trotz ihrer filigranen Erscheinung sind Glastüren resistent gegen Kratzer und können starke Stöße aushalten. Durch die Wahl von Glastüren profitierst du von Langlebigkeit und verlässlicher Sicherheit in deinem Zuhause oder Büro.

In diesem Video zeigen wir dir, was eine Glastür aushalten kann.

Nun, da Sie die Robustheit und Vielseitigkeit von Glastüren kennen, können Sie beruhigt mit der Montage fortfahren und sich an den Vorteilen Ihrer neuen Tür erfreuen.

Nun, da du die Robustheit und Vielseitigkeit von Glastüren kennst, kannst du beruhigt mit der Montage fortfahren und dich an den Vorteilen deiner neuen Tür erfreuen.

Benötigte Materialien und Werkzeuge

  • Glastürblatt
  • Zarge
  • Türdrückergarnitur
  • Zweikomponenten-Montageschaum
  • Holzleim
  • Holzkeile oder Richtzwingen
  • Zargenspanner
  • Profi-Bohrschablone für die Zarge
  • Schlitzschraubendreher
  • Kreuzschlitzschraubendreher
  • Hammer
  • Wasserwaagen (60 cm, 180 cm)
  • Inbusschlüssel, Größe 4
  • Zollstock
  • Akkuschrauber oder Bohrmaschine

1. Zarge zusammenbauen

 

Um das Türblatt einhängen zu können, ist die Montage der Zarge erforderlich. Um Beschädigungen am Material zu vermeiden, solltest du die Verpackungen nicht mit einem Cuttermesser öffnen. Eine weiche Unterlage, wie Teppich, Malervlies oder Pappe schützt die einzelnen Teile vor Kratzern oder Macken. Breiten die Teile der Zarge und das Zubehör auf deiner Unterlage aus.

Die Zarge setzt sich aus einer Bandseite , einer Schlossseite und einem Kopfstück zusammen. Wenn die drei Komponenten in U-Form arrangiert und die Gehrungen bündig aneinander gelegt sind, verteile etwas Leim auf den Kontaktflächen und setzen die Verbindungen ein. Zusätzlich müssen die drei Bestandteile der Falzbekleidung mit den beiliegenden Schrauben und Klammern fixiert werden. Überschüssiger Leim kann mit einem feuchten Lappen entfernt werden.

Eine Person trägt vor dem Zusammenbau eines Glastürrahmens Klebstoff auf leichte Holzverkleidungsteile auf.
Leime die Falzbekleidung an den Decken zusammen und fixiere sie mit speziellen Schraubverbindungen.

2. Falzbekleidung einsetzen

Sind die drei Teile der Falzbekleidung zu einem „U“ montiert und der Leim getrocknet, kannst du die Falzbekleidung vorsichtig anheben und zum Türloch tragen. Wichtig dabei ist, das Material nicht zusammenzudrücken, da sich sonst die Verbindungen wieder lösen. Die Zarge sollte nun etwa 2 bis 3 cm unterbaut werden und nach der Montage mit passendem Silikon oder Acryl versiegelt werden. Ist die Zarge in der Wand fixiert, prüfe mit der Wasserwaage, ob die Zarge lotrecht und in Waage im Türloch sitzt.

Erst wenn alles gerade sitzt, folgt der nächste Schritt, in dem du die Falzbekleidung fixierst. Dabei helfen Richtzwingen oder Holzkeile sowie Zargenspanner. Die Zargenspanner sorgen im unteren Bandbereich auf Schlosshöhe und im obereren Bandbereich dafür, dass die Abstände gleichmäßig bleiben.

3. Anbringung der Türbänder

Eine Person montiert mit einem Schraubenzieher eine Glastür und befestigt das Türschloss.
Die Türbänder einer Glastür halten besonders starke Lasten

Die Türbänder kommen in die vorhergesehenen Löcher und werden anschließend mit einem Inbusschlüssel fixiert. Für die schweren Türblätter hat sich ein dreiteiliges Bandsystem bewährt. Nachdem du mithilfe der Bohrschablone ein Loch durch Zarge und Wand gebohrt hast, kannst du je nach Mauerwerk auf unterschiedliche Befestigungsschrauben zurückgreifen. Auf diese Weise verleihst du der Glastür Stabilität. Wichtig ist, dass die Zarge druckfest hinterfüttert ist.

Befestige im nächsten Schritt gemeinsam mit einem Helfer das Türblatt, indem du es mit den Türbändern verschraubst.

Achtung: Wenn du weder einen passenden Drücker noch ein passenden Schlüssel zur Hand hast, darfst du die Tür noch nicht ganz schließen.

Im Anschluss lässt sich testen, ob die Tür beim Öffnen oder Schließen schleift. Eventuelle Mängel lassen sich nun noch beheben. Lässt sich das Türblatt nicht reibungslos bewegen, justiere die Türbänder mit einem Inbusschlüssel. Die beiliegenden Kunststoffkappen decken die sichtbaren Schraubenlöcher ab. Mit einem Zweikomponenten-Montageschaum schäumst duim Anschluss die Hohlräume zwischen dem Mauerwerk und der Zarge aus.

4. Einbau der Zierbekleidung

Schließlich erfolgt der Einbau der Zierbekleidung. Diese gilt es zunächst zusammenzusetzen. In der Zeit, in der der Montageschaum trocknet, kannst du die einzelnen Komponenten der Zierbekleidung verleimen und mit dem Zubehörmaterial fixieren. Gehe dabei ähnlich wie bei der Falzbekleidung vor. Lege dir die einzelnen Teile in U-Form zurecht und verleime die Kontaktflächen der Gehrungen.

Schrauben und Klammern dienen im Anschluss als zusätzliche Fixierung. Wenn der Schaum getrocknet ist, kannst du die überstehenden Reste mithilfe eines Cuttermessers entfernen. Nimm auch die Zargenspanner, die Richtzwingen beziehungsweise die Holzkeile ab. Abschließend lässt sich die Zierbekleidung nun problemlos in die Aussparung der Falzbekleidung stecken und festdrücken. Achte beim Tragen der Bekleidung darauf, dass du die Seiten nicht zusammendrückst.

5. Montage der Drückergarnitur

In einem letzten Schritt bringst du das Glastürschloss an. Dieses steckst du in die vorgebohrten Löcher. Glastürbeschläge sind in der Regel für rechte und linke Türen umrüstbar. Eine Glastür lässt sich je nach Belieben mit einem Kurzschließblech oder mit einem klassischen Schließblech, das unten geschlossen ist, ausstatten. In den meisten Fällen ist das Schließblech bereits im Lieferumfang der Zarge enthalten.

Ist der Schlosskasten samt Türgriff eingesetzt, steht dir eine funktionsfähige Glastür zu Verfügung. Prüfe ein letztes Mal, ob sie sich reibungslos öffnen und schließen lässt. Sollte dies nicht der Fall sein, ist eine nachträgliche Justierung durchaus möglich.

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