Ein Mann benutzt eine Akkubohrmaschine, um ein Türschloss einzubauen, er steht in einem Haus neben einem weißen Türrahmen.

Tür und Zarge einbauen

Vor dem Einbau von Innentüren bzw. Zimmertüren musst du ausgehend von der individuellen Einbausituation die passende Tür sowie Zarge und Türdrücker auswählen. Beim Aufmaß des Türloches ermittelst du die Höhe, Breite und Tiefe (also die Wandstärke) an mehreren Stellen und richtest dich nach dem kleinsten beziehungsweise bei der Wandstärke nach dem größten gemessenen Wert. Rechne bei der Höhe auch den Bodenbelag mit ein.

Wenn du präzise nach Anleitung arbeitest, ist die Tür schnell und sauber eingebaut. Der Einbau einer Zimmertür umfasst immer zunächst die Montage und Anbringung der passenden Zarge, also des Türrahmens.

Montagevideo

Die Installation von Tür und Zarge ist ein wesentlicher Bestandteil beim Innenausbau, der sowohl funktionale als auch ästhetische Bedeutung hat. Eine fachgerechte Montage sorgt nicht nur für einen reibungslosen Betrieb der Tür, sondern trägt auch zur Wärme- und Schallisolierung bei. In diesem Video zeigen wir dir Schritt-für-Schritt, wie du eine Tür und ihre Zarge korrekt einbaust. Von der Vorbereitung der Wandöffnung über das Einsetzen und Ausrichten der Zarge bis hin zur Montage der Tür – wir führen dich durch den gesamten Prozess. Schaue dir die Anleitung an, um praktische Tipps und Tricks zu erhalten, die dir helfen, dein Projekt erfolgreich umzusetzen.

Schritt-für-Schritt – Video Anleitung

Willkommen zu unserer Schritt-für-Schritt Videoanleitung zur Montage von Tür und Zarge! In dieser umfassenden Videoreihe führen wir dich durch den gesamten Installationsprozess – von der Vorbereitung der Werkzeuge und Materialien, über das exakte Vermessen und Anpassen, bis hin zur finalen Montage.

Egal, ob du ein erfahrener Handwerker bist oder zum ersten Mal eine Tür montierst: unsere klaren und präzisen Anweisungen helfen dir, diese Aufgabe erfolgreich zu meistern. Lehne dich zurück, und folge unserem Experten, um deine Tür und Zarge fachgerecht und sicher zu installieren. Wir wünschen dir viel Erfolg und Freude bei deinem Projekt!

Benötigte Werkzeuge und Materialien

  • Türblatt
  • Zarge
  • Türdrückergarnitur
  • ggf. ein WC-Schloss
  • Zweikomponenten
  • Montageschaum
  • Holzleim
  • Holzkeile oder Richtzwingen
  • ‏Zargenspanner
  • Profi-Bohrschablone oder mitgelieferte Papierschablone für Türdrückermontage
  • Schlitzschraubendreher
  • Kreuzschlitzschraubendreher
  • Hammer
  • Wasserwaagen (60 cm, 180 cm)
  • Zollstock
  • Akkuschrauber oder Bohrmaschine
  • ‏Inbusschlüssel, Größe 4
Verschiedene Werkzeuge für den Türeinbau wie Klemmen, Wasserwaage, Kleber und Schraubendreher auf einer Werkbank.
Übersicht der Materialien und Werkzeuge zum Einbau einer Zimmertür (nicht im Bild: Inbusschlüssel, Akkuschrauber bzw. Bohrmaschine, Cuttermesser)

Bei Türen mit Lichtausschnitt benötigst du zusätzlich eine separate Glasscheibe und Vorlegeband. Diese kannst du auf Wunsch vorab montieren lassen. Überprüfe vor dem Auspacken die Maße und Anschlagrichtungen der einzubauenden Tür sowie der Zarge und gleiche diese mit dem vorgesehenen Türloch ab. Nur wenn die Maße gemäß deiner Einbausituation korrekt sind, werden Tür und Zarge passen. Stellst du Abweichungen fest, solltest du die entsprechenden Elemente umtauschen.

1. Auspacken und Falzbekleidung montieren

Um die Komponenten vor Kratzern zu schützen, solltest du diese stets auf einer schonenden Unterlage auslegen und sie darauf montieren. Dazu eignet sich ein Teppich, Pappe oder Malervlies. Benutze beim Auspacken kein Messer, möglicherweise beschädigst du sonst die Bauteile.

Lege zunächst die Zarge und deren Zubehörteile auf der Unterlage aus. Als Erstes montierst du die Falzbekleidung, also die Seite der Zarge, an der später die Türbänder angebracht werden und das Schloss einrastet. Das Gegenstück, die Zierbekleidung, montierst du später.

Die Falzbekleidung besteht aus drei Hauptkomponenten: Bandseite, Schlossseite und Kopfstück. Arrangiere diese in U-Form auf der Unterlage, die Gehrungen bündig aneinandergelegt. Bringe etwas Leim auf die Kontaktflächen der Gehrung auf und setze die Verbindungsplättchen ein, sofern vorgesehen. Hier gibt es je nach Hersteller unterschiedliche Varianten. Setze nun die Teile zusammen und fixiere diese mit den beiliegenden Schrauben und Klammern.

Eine Weißleimflasche trägt Klebstoff auf die Kante einer hellbraunen Spanplatte auf.
Die Gehrungen an den Ecken der Falzbekleidung werden verleimt und verschraubt.

2. Einbau der Falzbekleidung

Nachdem der Leim getrocknet ist, hebst du die Falzbekleidung vorsichtig an und trägst diese behutsam zum Türloch. Übe nicht zu starken Druck aus, sonst verschieben sich die Verbindungen oder das Material wird beschädigt.

Nach dem Einsetzen prüfst du mithilfe der Wasserwaage, ob die Falzbekleidung gerade im Türloch sitzt. Falls nicht, kannst du an diesem Punkt noch korrigieren. Wenn alles passt, fixierst du die Falzbekleidung rundum in regelmäßigen Abständen mit Richtzwingen oder Holzkeilen, auch im Gehrungsbereich an den Ecken. Damit die Abstände korrekt bleiben, setzt du zwischen den beiden Seitenteilen der Falzbekleidung Zargenspanner ein: im unteren Bereich, auf Schlosshöhe und im oberen Bereich.

Stecke nun die Türbänder in die vorgesehenen Löcher der Falzbekleidung. Schraube diese anschließend vorsichtig mit dem Inbusschlüssel fest. Dieser liegt den Türen in der Regel bei. Falls nicht, verwende einen handelsüblichen Schlüssel in Größe 4.

Hände, die eine Tür mit einem Schraubenzieher an einem weißen Türrahmen montieren, Nahaufnahme.
Die Türbänder schraubst du per Inbusschlüssel fest und justierst sie.

3. Türblatt einhängen und Montageschaum aufbringen

Bevor du den Bereich zwischen Wand und Falzbekleidung ausschäumst, hängst du das Türblatt vorsichtig ein und prüfst es auf Gang- und Schließbarkeit. Jetzt kannst du bei Bedarf noch korrigieren. Schließe die Tür aber nur, wenn du einen passenden Drücker oder den Schlüssel zur Hand hast. Sonst lässt sie sich nicht wieder öffnen. Prüfe anschließend noch einmal mit der Wasserwaage, ob Tür und Falzbekleidung gerade sitzen. Falls nötig, justierst du die Türbänder mit dem Innensechskantschlüssel, bis sich das Türblatt sauber bewegen und schließen lässt. Decke danach die Schraubenlöcher mit den mitgelieferten Kunststoffkappen ab. Nun schäumst du die Hohlräume zwischen Zarge und Mauerwerk mit Zweikomponenten Montageschaum aus.

4. Montage und Einbau der Zierbekleidung

Die Trocknungszeit des Montageschaums kannst du nutzen, um die Zierbekleidung vorzubereiten. Ähnlich wie bei der Falzbekleidung musst du auch hier die Einzelteile untereinander verleimen und mit dem beigelegten Montagematerial verschrauben.

Ist der Schaum gemäß der Herstellerangaben ausreichend ausgehärtet, schneidest du überstehende Reste mit einem Cuttermesser weg. Entferne die Zargenspanner sowie Richtzwingen beziehungsweise Keile und bringe die Zierbekleidung an. Achte auch hierbei darauf, diese beim Tragen nicht zusammenzudrücken. Stecke die Zierbekleidung einfach in den vorgesehenen Spalt in der Falzbekleidung und drücke sie fest.

Person baut eine Türzarge auf hellem Boden in einem lichtdurchfluteten Raum ein.
Beim Einbau Zierbekleidung ist vorsichtiges Vorgehen gefragt.

5. So baust du die Türdrückergarnitur ein

Als Letztes bringst du die Drückergarnitur an: also Türgriffe, Rosetten und Schlossabdeckungen. Führe zunächst mithilfe einer Bohrmaschine oder einem Akkuschrauber die Bohrungen für die Schraubenlöcher durch. Bei vielen Türdrückergarnituren liegt eine Papp-Schablone bei, welche die Bohrpunkte vorgibt. Ebenso kannst du ein entsprechendes Spezialwerkzeug nutzen.

Nach dem Bohren der Löcher musst du nur noch die Griffe einsetzen und die Rosetten sowie die Schlossabdeckungen festschrauben.

Eine Person montiert einen silbernen Türgriff mit Schraubenzieher an einer Holztür.
Der Einbau von Türgriffen, Rosetten und Schlossabdeckung ist der letzte Schritt beim Einbau einer Zimmertür.

Die Tür ist jetzt fertig eingebaut und voll funktionsfähig. Wenn alles sauber eingebaut ist, wird diese ohne Probleme schließen und nicht schleifen. Solltest du doch einmal Probleme mit der Gang- und Schließbarkeit haben, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Tür nachträglich zu justieren.

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