So wichtig ist die Raumtemperatur beim Verlegen von Holzboden

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Die Raumtemperatur ist beim Verlegen von Parkett, Massivholzdielen, Laminat und Vinylböden ein wichtiger Einflussfaktor – ebenso wie die Vorbereitung der Verlegefläche und die optimale Restfeuchte des Estrichs. Vor allem bei der Temperatur im Raum machen Heimwerker häufig Fehler, die ärgerliche und kostspielige Spätfolgen verursachen können.

Holz ist ein Naturprodukt und arbeitet: Bei sich ändernder Temperatur oder Luftfeuchtigkeit zeiht es sich zusammen oder dehnt sich aus. Man spricht dabei vom Quell- und Schwindverhalten. Wenn der Unterschied zwischen der Temperatur beim Verlegen von Parkett, Laminat oder Vinyl und dem normalem Wohnklima zu groß ist, arbeitet das Holz so stark, dass Schäden entstehen können. Das ist nicht nur bei Parkett der Fall. Es kann auch bei Laminat- und Vinylböden vorkommen, da diese Holz als Trägermaterial nutzen. Massivholzböden arbeiten am stärksten.

Für Neubauten gilt: Planen Sie den Verlegezeitpunkt genau – egal, ob Sie die Arbeiten an einen Profi übergeben oder in Eigenleistung ausführen. Die Heizung muss bereits einwandfrei laufen und der Boden muss sich an die Raumtemperatur gewöhnen.

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Bringen Sie den Boden auf Raumtemperatur

Lagern Sie die Holzdielen mindestens 48 Stunden in dem Raum, in welchem sie später verlegt werden sollen. Legen Sie die einzelnen Pakete ungeöffnet über- bzw. nebeneinander auf einen ebenen Untergrund. So verformen sich die Dielen während der Akklimatisierung nicht. Die Raumtemperatur sollte dabei zwischen mindestens 17 °C und maximal 25 °C betragen. Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 50 und 65 Prozent liegen. Das sind ideale Voraussetzungen, damit sich die Holzdielen im Raum akklimatisieren.

Tipp: Bei Heizestrich sollte die Temperatur des Untergrundes beim Verlegen zwischen 15 °C und 20 °C liegen.

Alles Wichtige im Überblick

 

Wichtige Temperaturen beim verlegen

 

Geben Sie Ihrem neuen Holzboden also die Möglichkeit, sich an die Raumtemperatur anzupassen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Boden nach dem Verlegen zu stark arbeitet und bleibende Schäden davonträgt.

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Ihr Profi für Holzböden

Casando 2020-06-30

6 Kommentare

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Alle Kommentare (6)

  1. Avatar Anonymous vor 6 Monaten

    Hallo ich habe seit heute in verschiedene Zimmer ein Parkett Boden verlegt bekommen.
    Ich kam heim und merkte das der Parkett nachgibt wenn ich drauf laufe an verschiedenen Stellen.
    Ich muss dazu sagen das der parkettleger die Möbel nicht rauswollte aus dem Zimmer. Er hat den Boden gelegt und die Möbel auf die andererseite des Raumes gelagert (der Raum hat 32qm)wo er die Hälfte des Raumes verlegt hat hat er die Möbel auf den verlegten Boden getan und weiter den Boden verlegt nicht ganz fertig es fehlte noch wenig heute hat er den Boden fertig gelegt.
    Auf dem Boden waren eine Couch ein Tisch ein Kamin und eine Marmorplatte die 3cm stark ist und circa 1 qm hat.
    Kann es sein das der Boden der schwimmend gelegt worden ist, ruhen sollte, bevor er belastet wird und das, der Grund ist das der Boden nachgibt wenn ich drauf laufe.
    Ich würde mich über eine Antwort freuen.
    Der Boden das reingekommen ist von Hamberger landhausdiele Sierra Strukt Naturöl .

    • Avatar Linda Smart vor 6 Monaten

      Hallo Anonymous,

      vielen Dank für Ihre Frage.

      Ja, der Boden sollte sich mind. 24-48 Stunden auslegen können, bevor man Möbel daraufstellt. Dass der Boden nachgibt, liegt aber sehr wahrscheinlich nicht daran. Ist der Untergrund denn eben?
      Eine Ursache könnte sein, dass der Estrich Wellen oder Vertiefungen hat. Oder die Verlegplatten haben zu große Fugen oder sind nicht richtig genagelt oder verschraubt. Das würde dazu führen, dass der Untergrund nachgibt – und somit auch das Parkett.

      Welche Stärke hat die Dämmung? Ist beispielsweise eine 5 mm Schaum-Dämmung verwendet worden, gibt diese punktuell nach, wenn man sich darauf abstützt. Ist darauf das Parkett verlegt worden, bildet sich ein Hohlraum und der Bodenbelag gibt nach.

      Ich hoffe, wir konnten Ihre Frage beantworten.

      Viele Grüße
      Linda

  2. Avatar Alexander vor 1 Jahr

    Bei uns ist nun die Luftfeuchtigkeit seit 9 Monaten mit der Ausnahme weniger einzelner Tage unter 50%. Wie machen die Profis das denn? Wird dann einfach bei 40% Feuchtigkeit gelegt, oder wird der Raum vor dem legen aktiv befeuchtet? Ich kann mir schlecht vorstellen, dass über Monate hinweg nicht gearbeitet wird bei der derzeitigen anhaltenden trockenen Witterung.

    • Avatar Vera Stiefelhagen vor 1 Jahr

      Hallo Alexander,

      wenn die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen dauerhaft sehr niedrig ist, sollten Sie mit Luftbefeuchtern arbeiten.
      Beim Verlegen kann es zu kleineren Problemen kommen, wenn der Boden zu trocken ist. Zum Beispiel können sich die Dielen verformen. Das erschwert das Verlegen.
      Das gilt allerdings genauso für schon verlegte Böden: Wenn die Luftfeuchtigkeit längere Zeit weit unter- oder oberhalb des empfohlenen Werts liegt, arbeitet das Holz sehr stark und es kann zu Schäden kommen.

      Unsere Fachberater besprechen gern mit Ihnen die Details unter 02266 4735610.

      Viele Grüße
      Vera

  3. Avatar N. Petri vor 2 Jahren

    Guten Abend .
    Ich hätte da mal eine Frage , wir ziehen im Januar um und wollte schon Laminat kaufen und in den Keller legen !! Würde das gehen ??

    • Avatar Linda Smart vor 2 Jahren

      Hallo N. Petri,

      vielen Dank für Ihre Frage.
      Sie können das Laminat im Keller lagern, sofern dieser nicht feucht ist. Zudem sollte die Raumtemperatur mindestens 15-18 °C betragen. Denken Sie daran, das Laminat mindestens 48 Stunden vorm Verlegen in dem Raum zu lagern, in dem Sie es verlegen möchten.

      Viele Grüße
      Linda