Holzterrasse pflegen in 3 Schritten

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Nagelneu und frisch verlegt sehen alle Terrassendielen gut aus. Aber was passiert, wenn die Terrasse ständig wechselnden Witterungsbedingungen ausgesetzt ist? Wie sehen Ihre Holzdielen nach einem, zwei oder zehn Jahren aus? Das können Sie zu einem gewissen Teil selbst beeinflussen – durch regelmäßige Pflege oder den bewussten Verzicht auf die regelmäßige Nachbehandlung. In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, wie Sie Ihre Holzterrasse pflegen und reinigen.

Manche Menschen mögen die Patina, den natürlichen Charakter, der mit den Jahren durch das Vergrauen von Holz entsteht. Für die Haltbarkeit ist dieser spezielle Punkt nicht relevant, es ist lediglich ein optischer Faktor. Gerade zum Frühlingsbeginn und für den Sommer soll Ihr „zweites Wohnzimmer“ im schönsten Glanz erscheinen. Die richtige Pflege von Holzterrassen zum Start der Gartensaison ist dafür entscheidend.

Pflegen Sie Ihre Holzterrasse regelmäßig

Möchten Sie die Haltbarkeit Ihrer Terrassendielen maximieren, beachten Sie einige Grundsätze. An erster Stelle stehen die Verwendung hochwertiger und geeigneter Materialien sowie der konstruktive Holzschutz. Für die Pflege von Holzterrassen gilt unabhängig von der Holzart: Die regelmäßige und richtige Pflege ist besonders wichtig. Wenn Sie sich regelmäßig etwas Zeit nehmen, hält sich der Pflegeaufwand in Grenzen.

Wir erläutern Ihnen, wie Sie mit den unterschiedlichen Alterungs- und Verschleißerscheinungen umgehen, die bei Holz im Garten auftreten.

Schritt 1: Holzterrasse von Anfang an schützen

Nachdem Sie die Unterkonstruktion und die Terrassendielen verlegt haben, ist es nach einigen Tagen der sogenannten Abwitterung Zeit für die Erstbehandlung der Oberfläche. Bitte informieren Sie sich vor der Erstbehandlung, wie lange Ihre Dielen abwittern müssen. Je nach Holzart unterscheidet sich die Dauer. Hölzer mit einem besonders hohen Gehalt an Holzinhaltsstoffen sollen vor der Erstbehandlung circa vier Wochen abwittern. Frisches, kesseldruckimprägniertes Holz sowie viele Harthölzer lassen Sie vor der Erstbehandlung
circa drei Monate abwittern.

Wir geben Ihnen im Folgenden ein paar Tipps an die Hand, wie Sie Ihre Terrassendielen ölen:

Holzterrasse ölen: So geht‘s

Holzterrassendielen werden mit Öl behandelt.

Holzöl schützt Ihre Terrassendielen vor Insekten, Vergrauung und Rissen.

Wählen Sie ein passendes Öl, um Ihre Terrassendielen zu pflegen. Das Holzöl sorgt dafür, dass weniger Risse entstehen, sich kein Nährboden für Insekten- und Pilzbefall entwickelt und sich gleichzeitig keine graue Patina bildet. Die Terrassenöle glätten die Holzoberfläche und ummanteln sie mit einer Schutzschicht. Diese Schicht macht die Dielen schmutz- und wasserabweisend.

Möchten Sie die natürliche Farbe Ihrer Terrassendielen beibehalten, ist ein transparentes Öl die richtige Wahl. Farbige Öle können hingegen den Ursprungston Ihrer Terrassendielen wieder hervorheben und auffrischen.

Suchen Sie sich einen trockenen, windstillen und wenn möglich bewölkten Tag zum Ölen Ihrer Terrasse aus. Denn bei zu warmen Temperaturen und zu großer Sonnenstrahlung trocknen die Dielen zu schnell – dadurch zieht das Öl nicht tief genug in das Holz ein, um zu wirken.

Tragen Sie das Öl immer auf drei bis vier Holzdielen nacheinander auf. Dafür eignet sich ein Pinsel oder eine kurzhaarige Rolle. Wenn das Öl eingezogen ist, wiederholen Sie den Vorgang. Danach nehmen Sie sich die nächsten drei bis vier Dielen vor und gehen wie beschrieben vor, bis Sie Ihre Terrasse komplett behandelt haben.

Schritt 2: Alltagspflege und Grundreinigung Ihrer Holzterrasse

Ganz gleich, ob Spielen im Sand, Grillen oder Rasenmähen – all das, was man draußen rund um die Terrasse so macht, hinterlässt Spuren auf dem Holz. Entfernen Sie groben Dreck regelmäßig mit dem Besen sowie mit einem Schrubber und Wasser. Für hartnäckige Flecken nehmen Sie Kernseife oder einen speziellen Holzterrassen-Reiniger. Spülen Sie die Terrasse anschließend gründlich mit Wasser ab. Wenn einzelne Stellen beschädigt sind, ölen Sie diese punktuell nach.

Tipp: Damit Ihre Terrassendielen auch von der Unterseite nicht faulen, entfernen Sie Laub und Co. zwischen Unterkonstruktion und Dielen regelmäßig mit einem Laubbläser oder Saughäcksler.

Jede Art von Terrassendiele zeigt nach einiger Zeit Zeichen der Verwitterung und der (Ab-)Nutzung. Bei der Grundreinigung geht es um die intensive Reinigung und Auffrischung sowie Versiegelung mit zu Ihrem Holz passendem Spezialöl. Um die Vergrauung auf bisher nicht nachbehandelten Terrassen zu entfernen und den Original-Farbton weitgehend wiederherzustellen, gibt es spezielle Holzentgrauungsmittel.

Info: Grundreinigen Sie Ihre Terrasse am besten zweimal im Jahr, um ihre Optik sowie statischen Eigenschaften beizubehalten. Der Frühling und Herbst eignen sich besonders für die Grundreinigung.

Schritt 3: Fit für den Frühling machen

Terrassendielen mit Grünspan und Bürste.

Entfernen Sie Grünbelag regelmäßig von Ihrer Terrasse.

In unseren Breiten beansprucht besonders der Winter das Holz. Im Frühling frischen Sie Ihre Dielen wieder auf und befreien sie mit Besen und Schrubber gründlich vom Schmutz sowie von Verwitterungserscheinungen. Hierfür und zum weiteren Schutz nutzen Sie am besten spezielle Reiniger und Öle für Holzterrassen. Auch für Grünbelag gibt es besondere Reinigungsmittel, die Sie nach dem Winter möglicherweise einsetzen müssen.

Möchten Sie lieber auf Hausmittel zurückgreifen, eignet sich Soda in Pulverform. Geben Sie dafür circa 1-2 Esslöffel Soda in einen Eimer mit einem Liter heißem Wasser. Danach verteilen Sie das Gemisch großzügig auf Ihren Terrassendielen und lassen es einwirken. Danach bürsten Sie die Oberfläche ab. Spülen Sie bei Bedarf Schmutzreste mit klarem Wasser weg. Nutzen Sie dafür den Gartenschlauch und nicht den Hochdruckreiniger. Weiter unten in diesem Beitrag erklären wir Ihnen, wieso Sie auf einen Hochdruckreiniger in den meisten Fällen verzichten sollten.
Hinweis: Sie sollten den Grünspan nicht nur aus optischen Gründen entfernen. Denn der Grünbelag kann im nassen Zustand besonders rutschig werden.

Damit sollten Sie Ihre Holzterrasse nicht reinigen

Terrassendielen aus Holz sind bei der richtigen Pflege langlebig, aber nicht unzerstörbar. Gehen Sie deshalb bei der Reinigung nicht zu grob vor. Besonders Terrassendielen aus Nadelhölzern sind wegen ihrer weichen Oberfläche anfälliger für Beschädigungen, die während der Säuberung entstehen können.

Auch wenn Hochdruckreiniger aus Zeitgründen verlockend ist, gilt hier: vorsichtig sein. Wegen des hohen Drucks besteht das Risiko, dass das Holz splittert oder aufraut. Möchten Sie dennoch einen Hochdruckreiniger verwenden, montieren Sie am besten einen geeigneten Terrassenaufsatz auf das Gerät und stellen den Wasserdruck niedrig ein. Bei Terrassendielen aus Hartholz können Sie diese Methode anwenden, wenn Sie besonders vorsichtig vorgehen. Bei Terrassendielen aus Nadelholz raten wir von diesem Vorgehen ab.

Säurehaltige Mittel wie Essig sind ebenfalls nicht geeignet für die Reinigung Ihrer Terrassendielen. Die Säure kann das Material angreifen, wenn Sie die Holzterrasse regelmäßig damit reinigen. Greifen Sie lieber auf schonendere Hausmittel oder spezielle Terrassenreiniger zurück.

Die Arbeit lohnt sich

Nach der Pflege Ihrer Holzterrasse können Sie Ihre Gartenmöbel und Grills platzieren und sind fit für den Frühling. Sie sehen, es gibt immer wieder etwas zu tun. Mit der regelmäßigen Reinigung und Pflege erhalten Sie den Wert Ihrer Terrasse und haben länger Freude daran. Möchten Sie weniger Zeit in die Pflege und Instandhaltung Ihrer Terrasse investieren, sind WPC-Dielen möglicherweise die bessere Wahl für Sie.

Zu unseren Terrassendielen »

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Ihr Profi für Garten & Freizeit

Casando 2022-04-22

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