CM-Messung durch Fachleute
Das anerkannte Standardverfahren zur Messung der Restfeuchte ist die Calciumcarbid-Methode, kurz: CM-Messung. Außerdem gibt es die elektrische Widerstandsmessung (vor Ort) sowie die Darrprüfung (Laborprüfung). Auch wenn es die anderen Methoden gibt, beachten Sie, dass die CM-Methode ist die einzige vor Gericht zugelassene Vor-Ort-Prüfmethode zur Restfeuchtemessung ist. Die Messung nehmen Fachleute mit der entsprechenden Messausrüstung vor.
Bei einer Verlegefläche von bis zu 100 m² reichen ein bis zwei Feuchtigkeitsmessungen aus. Bei größeren Objekten sollte je Geschoss und je 200 m² Fläche eine Messung durchgeführt werden.
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ToggleDer Fachmann entnimmt bei einer CM-Messung eine Querschnittprobe aus dem Estrich. Diese vermischt er in einer Stahlflasche mit Manometer mit Calciumcarbid. Der Vorgang erzeugt Acethylengas und führt zu einem Druckanstieg. Auf dieser Basis ermittelt der Fachmann den verbleibenden Feuchtigkeitsgehalt Ihres Estrichs.
Wann ein Estrich belegreif ist, hängt von einigen Faktoren ab. Wichtig ist zuerst die Art des Estrichs, denn für jeden Estrichart gelten unterschiedliche Werte. Für Estrich mit Fußbodenheizung ist die zulässige Restfeuchte nochmals geringer. Die Vorgaben ändern sich ebenfalls mit der Stärke des Estrichs. Die Werte für die Restfeuchte werden in Prozent angegeben, inklusive Nennung der Messmethode.
Maximal zulässige Restfeuchte-Werte (Stärke bis 45 mm)
Zementestrich
- ohne Fußbodenheizung: 2,0 CM %
- mit Fußbodenheizung: 1,8 CM %
Calciumsulfatestrich (Anhydritestrich, Anhydritfließestrich)
- ohne Fußbodenheizung: 0,5 CM %
- mit Fußbodenheizung: 0,3 CM %
Magnesiaestrich
- ohne Fußbodenheizung: 3 bis 12 CM % (je nach Anteil der organischen Bestandteile)
- mit Fußbodenheizung: nicht geeignet
Schnellzementestrich
Beachten Sie bei der Feuchtigkeitsprüfung die Angaben der Estrichhersteller. In der Regel gilt: Wird nach 24 Stunden ein Wert unter 4 CM % gemessen, ist der Estrich nach 48 Stunden belegreif.



