Bambusparkett – Ein nachhaltiger Bodenbelag

Ob Terrassendielen, Parkett, Möbel oder Wohnaccessoires – Bambus ist vielseitig einsetzbar und aufgrund seiner Stabilität und Nachhaltigkeit eine echte Alternative zu den gängigen Holzarten für Parkettboden.

Dabei ist Bambus bei weitem kein neuer Baustoff. Er ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt. In China wird er bereits seit Jahrhunderten angebaut und vielseitig genutzt: Zum Häuserbau, Gerüstbau, als Nahrungsmittel oder zur Herstellung von Kleidung. Zunehmend entdeckt auch Europa die Vielseitigkeit für sich. In Deutschland ist die Nachfrage in den letzten Jahren stetig angestiegen.

Damit Sie entscheiden können, ob ein Fußboden aus Bambusparkett zu Ihren Wünschen und Ansprüchen passt, stellen wir Ihnen die wichtigsten Eigenschaften sowie die Vor- und Nachteile vor:

Bambus wächst bis zu einem Meter am Tag

Bambus gehört zu den verholzenden Gräsern und ist die am schnellsten wachsende Pflanze der Welt. Bis zu einem Meter am Tag wächst er. Je nach Art kann er eine Höhe von über 30 Metern erreichen. Nach der rund sechsmonatigen Wachstumsphase verholzen die Halme für fünf bis sieben Jahre. Danach kann das Holz schließlich wirtschaftlich verwertet werden.

Bambus wächst viel schneller nach als die sonst üblichen Holzarten. Die in der Holzverwertung beliebte Eiche wächst 60 bis 80 Jahre, bis ihr Holz genutzt werden kann. Außerdem produziert Bambus in der deutlich kürzeren Zeit viermal so viel verwertbares Holz wie die Eiche. Er bildet zudem mehr Sauerstoff als jede andere Pflanze der Welt.

Da es sich um einen sehr schnell nachwachsenden Rohstoff handelt, sind Bambusprodukte besonders umweltfreundlich.

Die Vorteile von Bambusparkett

Ein Bodenbelag aus Bambus ist etwas Besonderes. Dank einiger Eigenschaften eignet sich das Holz ideal als Parkettboden. Nicht nur seine Nachhaltigkeit spricht dafür. Die Härte und Strapazierfähigkeit sind weitere Vorteile für den Einsatz als Holzboden. Eiche gilt als sehr hart, aber Bambus ist noch härter und damit noch widerstandsfähiger. Wenn Sie Bambus im Innenbereich als Parkett oder im Außenbereich als Terrassendiele verlegen, werden Sie lange Freude daran haben.

Bambusparkett

Foto: Tarkett

Bambusparkett hat eine einzigartige Optik. Im Herstellungsprozess werden die verholzten Halme in Lamellen aufgespalten, gekocht, getrocknet und abschließend unter hohem Druck verleimt. Dadurch entsteht eine Oberfläche, die sich stark von der üblichen Holzoptik unterscheidet.

Natürlich müssen Sie Bambusparkett und Terrassendielen, wie andere Holzarten auch, regelmäßig mit Lasur, Öl oder Wachs pflegen. Aber dank der Strapazierfähigkeit der Dielen müssen Sie sie nicht so häufig wie andere Böden behandeln. Zudem ist Bambus hypoallergen. Ein weiterer Vorteil des Bodens ist, dass er wenig bis gar nicht aufquillt, denn das Material wirkt feuchtigkeitsabsorbierend. Sie können den Boden bedenkenlos nebelfeucht wischen. Aber auch bei Bambus sollten Sie stehendes Wasser vermeiden, damit er nicht aufquillt. Wenn Sie also einen echten Holzboden haben möchten, bei dem Sie nicht viel Aufwand in die Pflege stecken müssen, ist Bambusparkett für Sie eine gute Wahl.

Allerdings ist ein Vorteil von Bambus gleichzeitig sein Nachteil. Die Böden absorbieren Feuchtigkeit. Das bedeutet, dass sie Feuchtigkeit benötigen, um sich nicht zu sehr zusammenzuziehen. Sie sollten daher auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit von 55 bis 65 Prozent in Räumen mit Bambusparkett achten. Sonst können sich Fugen im Boden bilden. In Räumen mit Kaminöfen ist es zum teil schwierig, die optimale Luftfeuchtigkeit zu halten.

Auch für Fußbodenheizungen geeignet

Bambusparkett kann sowohl schwimmend verlegt, als auch verklebt werden. Hier kommt es auch darauf an, ob eine Fußbodenheizung vorhanden ist oder nicht. Der Boden arbeitet weniger als andere Holzarten, daher ist Bambus für Fußbodenheizungen geeignet, sollte in dem Fall aber verklebt werden, da sich sonst zwischen Heizung und Parkett Luft stauen kann und die Wärme schlechter weitergeleitet wird.

Entscheiden Sie selbst, ob ein Parkettboden aus Bambus zu Ihren Ansprüchen passt. Wenn nicht, gibt es viele weitere Holzarten, die sich für Parkettböden eigenen.

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Ihr Profi für Holzböden

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Ein Kommentar

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Alle Kommentare (1)

  1. Avatar Parkett vor 2 Jahren

    Dann kann man ja das Bambus beim wachsen zugucken wenn er am Tag so viel wächst. WOW hab ich vorher nicht gewusst 🙂