So pflegen Sie Ihr Parkett richtig

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Jeder Parkettboden ist einzigartig. Deshalb verdient er eine besondere Pflege. Das Alter, die Beanspruchung und die Eigenschaften sind für die Wahl der Pflegemittel und Reinigung entscheidend. Ein frisch verlegter, unbehandelter Parkettboden wird anders gepflegt als ein mehrere Jahre alter Boden.

Wie oft sollten Sie Parkett reinigen und pflegen?

Damit Ihr Parkett lange schön bleibt, beseitigen Sie einfache Verschmutzungen einmal wöchentlich. Entfernen Sie vor dem Wischen Staub und losen Schmutz mit einem Besen oder Staubsauger. Falls Sie das Parkett absaugen, achten Sie darauf, dass die Staubsaugerrollen es nicht beschädigen oder verschmutzen. Sicherer ist es, den Boden mit einem weichen Besen gründlich zu fegen. Anschließend wischen Sie den Boden mit der passenden Parkettboden-Basispflege im Wischwasser. So erhalten Sie die Schutzschicht und den Glanz.

Zu viel Feuchtigkeit schadet dem Holz

Vermeiden Sie stehendes Wasser auf Parkett.

Vermeiden Sie stehendes Wasser auf Parkett.

Geben Sie das Reinigungsmittel nach Anleitung in das Putzwasser und wischen Sie die Fläche mit einem Lappen oder Mopp nebelfeucht. Wringen Sie den Lappen gründlich aus und vermeiden Sie stehendes Wasser auf dem Holzboden. Ansonsten kann der Boden aufquellen. Stärkere Verunreinigungen entfernen Sie vor dem Wischen punktuell mit einem Lappen.

Für Parkett gibt es eine große Auswahl an Pflege- und Reinigungsprodukten. Die Hersteller haben speziell auf die Oberfläche und Pflegebedürfnisse abgestimmte Serien im Programm. Ist Ihr Boden mit Wachs oder Öl versiegelt, reinigen Sie ihn anders als einen mit Lack versiegelten Boden. Achten Sie stets auf die Etikett-Angaben der Hersteller. Sollten Sie unsicher sein, kontaktieren Sie unsere Fachberater.

Hier finden Sie passende Pflegeprodukte für Ihren Holzboden »

Wie häufig muss man Parkett auffrischen?

Wir empfehlen generell, geölten Holzboden jährlich aufzubereiten. Es spielt aber auch eine Rolle, welchen Belastungen das Holz ausgesetzt ist und wie Sie es pflegen. Stark beanspruchte Stellen sollten Sie rechtzeitig nachbessern und pflegen, bevor die Schäden zu gravierend werden und nicht mehr behoben werden können. Lackierte Böden können mit einem Refresher oder Polish aufgearbeitet werden. Allerdings lassen sich damit nur keine Kratzer und Gebrauchsspuren entfernen. Bei zu starken Verschleißerscheinungen hilft hier nur das Abschleifen.

Fortgeschrittene Belastungssignale sind beispielsweise ein raues und ausgelaugtes Aussehen, vergrauende Stellen im Holz oder eine erhöhte Empfindlichkeit des Bodens gegenüber Schmutz und Feuchtigkeit. Stellen Sie diese Veränderungen an Ihrem Boden fest, ist es Zeit für die intensive Pflege. Denn nur ein gut mit Öl gesättigtes Porensystem bildet einen ausreichenden Schutz gegen äußere Einwirkungen und erhält die Schönheit des Holzbodens.

Parkett ölen oder lackieren?

Nach dem Abschleifen fragen Sie sich vielleicht, ob man das Parkett besser ölt oder lackiert. Dafür gibt es keine generelle Empfehlung, denn das hängt von Ihrem Geschmack und Ihren Anforderungen an den Boden ab.

Geölte Böden sind besonders natürlich, aber benötigen viel Pflege. Sie haben einen natürlichen, matten Farbton. Bei der Bodenpflege dringt das Öl tief in das Holz ein und imprägniert es. Das verhindert das Einsickern von Flüssigkeiten und das Aufquellen des Holzes. Ihr Boden ist weniger kratzempfindlich und trägt weiterhin zu einem guten Raumklima bei. Durch die offenporige Oberfläche nimmt er Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie wieder ab.

Der Unterschied zwischen geöltem und gewachstem Parkett ist oft schwierig zu erkennen. Gewachster Boden fühlt sich meist weicher an. Außerdem ist er etwas rutschiger, aber auch widerstandsfähiger. Beachten Sie, dass Lösungsmittel das Wachs auflösen. An solchen Stellen kann das Holz aufquellen, wenn Wasser eindringt.

Lackierte Böden haben eine glänzende Oberfläche. Sie ist strapazierfähiger als die von geölten und gewachsten Böden. Je stärker die Schicht der Versiegelung ist, desto länger hält der Boden. Außerdem sind sie leichter zu pflegen. Aber lackiertes Parkett ist rutschiger als geöltes oder gewachstes und fühlt sich durch die Versieglung weniger nach Holz an. Zudem beeinflusst es das Raumklima nicht positiv, da die Holzporen verschlossen sind. Lackierte Böden können nicht partiell aufgebessert werden, sondern müssen abgeschliffen werden.

So ölen, wachsen oder lackieren Sie Ihr Parkett

Frisch verlegtes oder abgeschliffenes Parkett hat eine rohe, sehr empfindliche Oberfläche. Um das Holz vor Schmutz und Abnutzung zu schützen, versiegeln Sie es mit Öl, Wachs oder Lack. Bei Fertigparkett ist eine Versiegelung direkt nach dem Verlegen nicht notwendig. Die Dielen sind schon vorbehandelt.

Auch stark beanspruchtes Parkett sollte nachgepflegt werden. Gebrauchsspuren sind in Raumecken meist weniger stark als auf den typischen Laufwegen im Raum. Eine unregelmäßige Abnutzung ist die Folge. Behandeln Sie die viel beanspruchten, empfindlich gewordenen Stellen mit einer Intensivpflege, auch Renovierungspflege genannt. Die Intensivpflege ist speziell auf die Oberflächenversiegelung des Bodens abgestimmt.

Wichtig: Egal, ob Sie ölen, wachsen oder lackieren, die Schutzschicht muss gut einwirken. Es kann mehrere Stunden dauern, bis das Pflegemittel vollständig eingezogen und der Parkettboden wieder begehbar ist. Je nach Art der Behandlung müssen Sie die Pflege mehrfach auftragen. Beachten Sie hier unbedingt die Anweisungen des Herstellers für das von Ihnen gewählte Produkt.

Parkett (nach)ölen – So geht‘s

Bevor Sie die Versiegelung auftragen, befreien Sie den Boden von Staub und Flusen. Wenn es sich um die erste Versiegelung handelt, tragen Sie jetzt das Öl auf.

Handelt es sich um eine Renovierungspflege, müssen Sie den Boden zuerst mit einem speziellen Intensivreiniger behandeln. Dieser entfernt Ölreste und hartnäckige Verschmutzungen. Dazu wischen Sie den Boden zuerst mit dem Intensivreiniger und anschließend noch einmal gründlich mit klarem Wasser, um alle gelösten Verschmutzungen aufzunehmen. Lassen Sie den Boden vollständig trocknen, bevor Sie ihn mit Öl behandeln.

Dünnflüssige Öle

Beim Ölen Ihres Bodens gehen Sie je nach Pflegeprodukt unterschiedlich vor: Es gibt flüssige Öle, die Sie mit Hilfe eines Wischers auf den Boden auftragen und trocknen lassen. Schütteln Sie das Öl gründlich, bevor Sie es in einen passenden Behälter zum Auftragen umfüllen. Mithilfe des Wischers tragen Sie nun das Öl in Faserrichtung des Holzes sparsam auf. Öl, das nicht ins Holz einzieht, nehmen Sie mit einem Öltuch auf, damit es nicht auf der Oberfläche antrocknet und einen klebrigen Film bildet. Lassen Sie das Öl wie auf den Verarbeitungshinweisen angegeben einige Stunden trocknen. Eventuell ist ein zweites Auftragen nötig. Das hängt davon ab, wie beansprucht Ihr Boden ist.

Parkett mit Einscheibenmaschine ölen.

Beim (Nach)Ölen von Parkett wird das Öl oft mit einer Einscheibenmaschine aufgetragen.

Dickflüssige Öle

Dickflüssigere Öle lassen sich besser mit einer Einscheibenmaschine einarbeiten. Diese können Sie im Fachhandel ausleihen. Die Ecken und Ränder müssen Sie auch hier von Hand bearbeiten, denn dort kommt die Maschine nicht hin. Anschließend verteilen Sie sparsam Öl auf einem Teilabschnitt Ihres Bodens und verteilen es mit der Maschine und einem grünen Polierpad entlang der Faserrichtung. Die Maschine massiert das Öl tief in die Fasern des Holzes ein und durch das Pad werden gleichzeitig abstehende Holzfasern entfernt. Überflüssiges Öl nehmen Sie anschließend mit einem Öltuch auf – auch das können Sie mit der Maschine machen. Wir empfehlen, in ca. 5 m² großen Abschnitten vorzugehen. Lassen Sie die Abschnitte leicht überlappen, damit Sie keine Holzstellen bei der Behandlung vergessen. Sobald Sie den Boden vollständig behandelt haben, können Sie ihn noch polieren, um den Glanz zu erhöhen. Dazu nutzen Sie die Maschine mit einem weißen Polierpad.

Egal, ob Sie das Öl von Hand oder mit einer Maschine auftragen: Lassen Sie den Boden aushärten, bevor Sie ihn wieder begehen. Wie lange das dauert, hängt vom genutzten Produkt ab. Alles wichtige finden Sie in den Herstellerangaben. Am besten wischen Sie den Boden innerhalb der ersten Woche nach dem Ölen nicht feucht, damit das Öl komplett aushärten kann.

Achtung: Alle Pads, Tücher und Lappen, die mit dem Öl in Berührung gekommen sind, sollten Sie ausreichend durchfeuchten und in einer luftdichten Tüte entsorgen. Es kann in seltenen Fällen dazu kommen, dass sie sich in Verbindung mit Sauerstoff entzünden..

Parkett wachsen

Parkett abschleifen ist arbeitsaufwändig, aber es lohnt sich.

Hartwachsöl oder Wachs wird oft mit einer Rolle aufgetragen. (Foto: VRD / Fotolia)

Gewachstes Parkett muss genau wie geöltes Parkett regelmäßig nachbehandelt werden. Wie für geölte Böden gibt es auch für Wachsoberflächen professionelle Pflegeprodukte, die Sie zu Hause selbst auftragen können. Auch hier müssen Sie den Boden bei der Renovierungspflege mit einem Spezialreiniger vorbehandeln. Beachten Sie die Herstellerangaben zur Verwendung des Reinigers. Im Unterschied zum Öl tragen Sie viele Wachse mit Schaumstoffrollen auf und lassen sie dann aushärten. Auch hier geben die Herstellerangaben genaue Informationen.

Lackiertes Parkett nachbehandeln

Wenn Sie kleine Gebrauchsspuren entfernen wollen, behandeln Sie Ihren lackierten Boden mit einem Polish oder einem Refresher. Diese bauen die Schutzschicht zum Teil wieder auf und verleihen dem Boden neuen Glanz. Daher ist es wichtig, dass Sie den ganzen Boden zu behandeln und nicht nur betroffene Stellen. Denn der Glanz des Bodens verändert sich und würde bei Teilbehandlungen fleckig wirken. Zur Sicherheit sollten Sie das Pflegemittel an einer unauffälligen Stelle oder einer übriggebliebenen Diele testen.

Vor der Pflege reinigen Sie den Boden mit einem Intensivreiniger. Anschließend tragen Sie den Refresher in Faserrichtung aus. Lassen Sie ihn gründlich aushärten. Die genaue Dauer entnehmen Sie den Herstellerhinweisen.

Starke Gebrauchsspuren können Sie auch mit einem Refresher nicht entfernen. Hier bleiben Ihnen nur das Abschleifen oder der Austausch des Bodens.

Tipp: Lesen Sie außerdem in unserem Ratgeber, wann und wie oft Sie Ihren Parkettboden abschleifen sollten.

Mit unseren hilfreichen Tipps werden Sie garantiert lange Freude an Ihrem Parkettboden haben. Sollte der Holzboden doch einmal kleine Gebrauchsspuren aufweisen, können Sie diese einfach beseitigen. Lesen Sie mehr dazu in unserem Ratgeber und erfahren Sie, wie Sie Kratzer und Co. vom Parkett entfernen.

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Ihr Profi für Holzböden

Casando 2022-02-03
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