Renovierung: Laminat auf vorhandenem Boden verlegen

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Wenn Sie Laminat in einem Ihrer Wohnräume verlegen möchten, müssen Sie vorab den Altbelag entfernen. Das ist mitunter ein schwieriges und aufwendiges Unterfangen. Vor allem, wenn es sich um einen vollflächig verklebten Altbelag handelt. In einigen Fällen können Sie Laminat auf vorhandenem Boden verlegen. Weitere Informationen dazu erhalten Sie beim Hersteller oder bei Ihrem Fachberater. Berücksichtigen Sie, dass die Aufbauhöhe dadurch höher wird. Türen und Zargen müssen Sie im Anschluss eventuell kürzen. Natürlich ist das Verlegen von Laminat nicht auf allen Altbelägen möglich. Der Untergrund sollte auf jeden Fall sauber und trocken sein. Voraussetzung ist auch, dass der Altbelag eben ist, da sich andernfalls Fugen bilden können. Sie sollten eine Ebenheitstoleranz von drei Millimetern auf einem Meter nicht überschreiten.

Das Verlegen auf einem Altbelag ist nicht optimal. Die Vorteile dabei liegen in der Zeit- und der Aufwandsersparnis. Abgesehen davon lässt sich Laminatboden wieder entfernen, sodass der Altbelag weiterhin genutzt werden kann. Dass Sie Laminat auf vorhandenem Boden verlegen, empfiehlt sich zum Beispiel in Mietwohnungen.

Der Altbelag muss vollflächig verklebt sein. Ein schwimmend verlegter Boden eignet sich nicht als Untergrund. Daher sollten Sie ihn entfernen. Eine Trittschalldämmung ist ebenfalls erforderlich, damit eine angenehme Raumakustik gesichert ist. Eine Dampfbremse ist nur dann nicht nötig, wenn Sie auf einem verklebnten Vinylboden verlegen.

Kann man Laminat auf Teppich verlegen?

Teppich

Laminat und jeder andere Holzboden kann auf Teppich nicht verlegt werden.

Teppichboden ist kein geeigneter Untergrund für Laminat. Er gibt stark nach. Das belastet die Klick-Verbindungen. Sie können beschädigt werden oder sich Fugen bilden. Der Untergrund sollte eben und vor allem stabil sein. Diese Voraussetzungen sind bei Teppich nicht gegeben. Auch eine stabile Trittschalldämmung kann dabei keine Abhilfe leisten. Ehe Sie die Laminatdielen verlegen, müssen Sie Teppichboden und Klebstoffreste rückstandslos entfernen.

Kann man Laminat auf Fliesen verlegen?

Fliesen als Untergrund zum Laminat verlegen

Der harte untergrund der Fliesen eignet sich zu Verlegung von Laminat. Foto: Zbysiu Rodak / Unsplash

Im Gegensatz zu Teppich eignen sich Fliesen als Untergrund für einen Laminatboden. Voraussetzung ist auch hier wieder, dass der Untergrund eben, trocken und sauber ist. Eine Trittschalldämmung ist in diesem Fall unerlässlich. Zum einen verhindert sie störende Geräusche beim Gehen, zum anderen gleicht sie aber auch kleinere Unebenheiten aus. Diese lassen sich mit dem bloßen Auge teilweise gar nicht erkennen. Überprüfen Sie vor der Verlegung, dass sämtliche Fliesen fest sitzen. Andernfalls kann es zu einer Fugenbildung kommen. Achten Sie auch darauf, dass die bereits erwähnte Ebenheitstoleranz nicht überschritten wird.

Kann man Laminat auf Vinylboden bzw. PVC verlegen?

Vinylboden oder PVC-Boden ist als Untergrund für Laminat geeignet. Allerdings muss der Vinylboden vollflächig verklebt sein. Nur dann lassen sich die Laminatdielen schwimmend darauf verlegen. Die verwendete Trittschalldämmung sollte relativ dicht sein, damit der Untergrund nicht zu weich ist und die Klick-Verbindungen nicht so stark belastet werden. Überprüfen Sie auch beim Vinylboden, dass keine größeren Unebenheiten vorhanden sind und stellen Sie sicher, dass die Oberfläche des Bodens sauber und trocken ist.

Die individuellen Begebenheiten beeinflussen, ob Laminat verlegt werden kann.

Die individuellen Begebenheiten beeinflussen, ob Laminat verlegt werden kann.

Kann man Laminat auf Holzböden verlegen?

Die Verlegung von Laminat auf Holzboden ist nur in manchen Fällen möglich. Auf schwimmend verlegten Böden ist die Verlegung nicht möglich. Entfernen Sie den alten Boden vor dem Verlegen des Laminats.  Über fest verklebten Holzböden kann Laminat verlegt werden, wenn diese eben genug sind. Unebenheiten von 1-2 mm können durch die Trittschalldämmung ausgeglichen werden. Größere Unebenheiten sollten Sie vorher beheben – beispielsweise mit Ausgleichsmasse. Nur wenn die Massivholzdielen oder das Parkett eben, trocken und sauber sind, können Sie auf eine Demontage und eine Abspachtelung verzichten.

Hinweis: Generell ist eine Demontage vor dem Verlegen eines neuen Belags immer die optimalere Wahl. Besonders bei Fußbodenheizungen kann der höhere Aufbau den Wärmedurchlasswiderstand so negativ beeinflussen, dass die Heizung nicht mehr die gewünschte Leistung bringt.

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Ihr Profi für Holzböden

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2 Kommentare

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Alle Kommentare (2)

  1. Avatar Stefan L. vor 8 Monaten

    Hallo, wir haben bei Ihnen vor kurzem Laminat gekauft. Jetzt ist uns aufgefallen, dass der vorhandene Parkettboden verklebt ist. Meine Frage jetzt wäre, welche Trittschalldämmung wäre empfehlenswert, wenn man das Laminat auf den Parkettboden verlegt.
    Es ist notwendig auch einen Dampfsperre/bremse zwischen Laminat und Parkett zu verlegen ?

    Vielen Dank im Voraus

    mfg
    Stefan

    • Avatar Vera Sauermann vor 8 Monaten

      Hallo Stefan,

      vielen Dank für Ihre Anfrage.
      Wenn der Parkettboden verklebt und eben genug ist, können Sie Ihren neuen Laminatboden darauf verlegen. Eine Dampfsperre benötigen Sie nicht.
      Als Trittschalldämmung empfehlen wir folgendes Produkt: https://www.casando.de/proline-probase-trittschalldaemmung-pe-maxi-2-0-64000009-produkt/

      Bei detaillierten Fragen zum Produkt oder zum Verlegen helfen unsere Fachberater unter 02266/4735610 gern weiter.

      Viele Grüße
      Vera Sauermann