Oberflächenbehandlung von Parkett

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Parkettböden sind Holzprodukte. Damit der Boden lange hält, wird das Holz behandelt. Sie haben die Auswahl zwischen drei Methoden: geölte, gewachste oder mit Lack versiegelte Oberflächen. Alle Methode schützen den Boden vor Schmutz und Schäden. Welche Oberflächenbehandlung für Ihren Boden die richtige ist, hängt von mehreren Faktoren ab: Wo verlegen Sie Ihren Boden? Wie stark wird er beansprucht? Wieviel Aufwand möchten Sie in die Pflege stecken? Außerdem unterscheiden sich die Arten der Oberflächenbehandlung optisch voneinander.

Bei Massivparkett stellt in der Regel ein Fachmann die gewünschte Oberfläche vor Ort her. Mehrschichtige Fertigparkettböden liefern die Hersteller überwiegend versiegelt, geölt oder gewachst aus.

Ölen

Geölte Parkettböden haben einen natürlichen, matten Farbton. Bei der Bodenpflege dringt das Öl tief in das Holz ein und imprägniert es. Das verhindert das Einsickern von Flüssigkeiten und das Aufquellen des Holzes. Gerade bei Weichhölzern wie Kiefer oder Fichte ist das wichtig. Dadurch wird der Boden aber nicht „wasserfest“. Vermeiden Sie stehendes Wasser auf dem Boden, damit keine Schäden entstehen. Beachten Sie, dass Lösungsmitteln und Laugen das Öl angreifen.

Parkettboden wird durch Ölen imprägniert und die Holzfarbe wirkt natürlich.

Parkettboden wird durch Ölen imprägniert und die Holzfarbe wirkt natürlich.

Das Ölen hat einige Vorteile. Ihr Boden ist weniger kratzempfindlich und trägt weiterhin zu einem guten Raumklima bei. Durch die offenporige Oberfläche nimmt er Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie wieder ab.

Geölte Holzböden erfordern Pflege, damit sie lange schön bleiben. Ölen und polieren Sie Ihren Parkettboden zwei bis drei Mal im Jahr mit einem speziellen Pflegeöl. Auf einer großen Fläche tragen Sie das Öl mit einer Poliermaschine gleichmäßig auf. So verhindern Sie Schlieren und Flecken. Kleinere Flächen lassen sich per Hand bearbeiten.

Nutzen Sie zur Pflege natürliche Öle aus pflanzlichen Stoffen. Damit erhalten Sie die Lebensdauer Ihres Bodens. Pflanzliche Öle sondern keine Chemikalien ab. Das ist besonders wichtig, wenn Kinder oder Allergiker im Haushalt wohnen. Manche Produkte kombinieren mehrere Ölsorten und vereinen verschiedene Eigenschaften miteinander: Zum Beispiel dringen sie gleichzeitig tief in die Poren ein und bilden eine wasserbeständige Schutzschicht.

Die speziellen Pflegeprodukte trocknen schnell, härten gut aus und sind biologisch abbaubar.

Wachsen

Es ist häufig schwierig, den Unterschied zwischen geöltem und gewachstem Parkett zu erkennen, denn die Oberflächen ähneln sich stark. Allerdings fühlt sich ein gewachster Boden meist weicher an. Außerdem ist er etwas rutschiger, aber auch widerstandsfähiger.

Beachten Sie, dass Lösungsmittel das Wachs auflösen. An solchen Stellen kann das Holz aufquellen, wenn Wasser eindringt.

Versiegeln

Hochglanzversiegelter Boden

Hochglanzversiegelter Boden

Versiegelte Parkettböden haben eine glänzende Oberfläche. Sie ist generell strapazierfähiger als die von geölten und gewachsten Böden. Je stärker die Schicht der Versiegelung ist, desto länger hält der Boden.

Ein weiteres Argument für das Versiegeln von Parkett ist die leichtere Pflege. Bereits ein paar Tropfen Versiegelung im Wischwasser genügen, um einen permanenten Oberflächenschutz aufzubauen.

Ein versiegelter Parkettboden birgt auch Nachteile: Er ist rutschiger als geölter oder gewachster Boden und fühlt sich durch die Versieglung weniger wie Holz, sondern mehr wie Kunststoff an. Zudem beeinflusst er das Raumklima nicht positiv, da die Holzporen verschlossen sind. Das Material „atmet“ nicht.

Sie können den Boden außerdem nicht partiell ausbessern. Je nach Gebrauchsspuren sollten Sie das Parkett nach durchschnittlich 15 Jahren neu versiegeln. Einen solchen Parkettboden zu renovieren ist zeitaufwendig, da der Boden zunächst komplett abgeschliffen werden muss. Erst dann können Sie ihn neu versiegeln.

 

Jede der drei Oberflächenbehandlungen hat Vor- und Nachteile. Entscheiden Sie, welche am besten zu Ihren Ansprüchen passt, um den perfekten Boden zu finden.

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Ihr Profi für Holzböden

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2 Kommentare

  1. Avatar Andreas Linker vor 6 Jahren

    @Heike: Wenn das Holz hoch kommt! 😉

  2. Avatar Heike vor 7 Jahren

    Habe selbst Parkettboden und reinige diesen zwei mal in der Woche erst trocken mit Staubsauger und Besen. Ab und zu muss ich den Boden aber auch feucht überwischen mit einem Wischmopp. Zur feuchten Reinigung habe ich aber noch eine Frage: Stimmt es, dass man lackierten Parkettboden nicht zu nass wischen darf? Und wie kann ich feststellen, ob ich beim Wischen zu viel Wasser verwendet habe?

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