Ein weißer Gartenpavillon steht auf grünem Rasen, umgeben von Büschen und bunten Blumen.

Gartenpavillon – Das solltest du wissen

Du genießt im Sommer gern die Zeit im Garten und mit Freunden. Wenn du dabei gern im Schatten sitzt, ist ein Pavillon ideal. Deshalb erfährst du in diesem Beitrag, warum Gartenpavillons toll sind, welche Vorteile sie haben und was du beim Kauf und Aufbau beachten solltest.

Vorteile auf einen Blick

Im Gegensatz zu einem Gartenhaus nutzen viele Menschen den Pavillon als Aufenthaltsort in ihrem Garten. Er ist freistehend und hat oft eine vier-, fünf-, sechs-, oder achteckige Form. Du hast die Wahl zwischen Pavillons mit offenen, halboffenen oder geschlossenen Seiten. Lagerst du in offenen Modellen nichts Wertvolles außer deiner Gartenmöbel, denn die Pavillons lassen sich nicht abschließen.

Es gibt feste Gartenpavillons aus Holz oder Metall und zeltähnliche Faltpavillons aus Kunststoff. Die sind transportabel und sollten nicht ständig draußen aufgebaut bleiben.

Pavillons schützen vor Sonne und Regen – nicht nur dich sondern auch deine Gartenmöbel. Gerade bei starker Sonne hast du ein schattiges Plätzchen im Garten. Entscheidest du dich für einen Pavillon, kannst du Wind und Regen mit einer Seitenwand abhalten. Bringest du diese an der Wetterseite des Pavillons an, sitzt du auch bei etwas ungemütlichem Wetter gut geschützt. Für die meisten Holzpavillons gibt es passende Seitenwände zum Nachrüsten. Mit etwas handwerklichem Geschick baust du so eine Wand aber auch leicht selbst. Regen und starke Sonnenstrahlen haben dann keine Chance mehr.

Weißer Gartenpavillon mit Tisch und Stühlen auf einer roten Backsteinterrasse, umgeben von grünem Rasen.
Ein offener Pavillon lädt zum entspannten Sitzen ein. Foto: Wolff Finnhaus

Nutzt du deinen Gartenpavillon als Blickfang. Holzpavillons fügen sich schön in deinen Garten ein, da es sich bei Holz um ein Naturprodukt handelt. Mögest du es bunt und abwechslungsreich? Lass deiner Kreativität freien Lauf und streich deinen Pavillon farbig. Dafür gibt es eine große Auswahl an Lacken und Lasuren. Mit Kletterrosen verleihst du einem offenen oder halboffenen Pavillon zusätzlich das gewisse Etwas. Ein Südost- oder Südwestplatz ist für die Pflanzen am besten geeignet. Rankgitter oder -kästen helfen deinen Rosen, sich richtig zu entfalten und zu wachsen.

Wichtige Punkte bei der Wahl des Pavillons:

Größe, Material und Optik des Pavillons spielen eine Rolle. Aber auch der Standort ist wichtig. Nur Holzpavillons werden richtig fest im Garten angebracht. Sowohl Metall- als auch Kunststoffpavillons lassen sich meist mit wenig Aufwand versetzen. Deshalb gehen wir in den folgenden Punkten auf Holzpavillons ein, auch wenn sich manche Punkte auf die anderen Pavillons anwenden lassen.

1. Die Größe

Die Größe des Pavillons sollte zu deinem Garten passen: In einem großen Garten ist ein großzügiger Pavillon ein Highlight. In einem kleineren Garten kann derselbe Pavillon erdrückend wirken. Hier passt ein kleiner Pavillon besser. Da es Gartenpavillons in vielen verschiedenen Größen gibt, findest du sicher ein passendes Modell für deinen Garten.

2. Der Standort

Überleg dir vor dem Kauf, wo du deinen zukünftigen Pavillon aufbaust. Soll er an das Haus angrenzen oder mitten im Garten stehen? Gibt es Besonderheiten auf dem Grundstück, zum Beispiel starkes Gefälle oder große Bäume? Der Aufwand beim Aufbau ist davon abhängig: Muss großes Gefälle ausgeglichen oder Bäume und Büsche entfernt werden, ist das aufwändiger, als den Pavillon auf ein ebenes Stück Rasen zu stellen.

Hinweis: Bitte beachte die Bauvorschriften deines Wohnortes. Diese variieren von Bundesland zu Bundesland. Ab einer bestimmten Größe können Vorschriften zur Grenzbebauung oder andere Regeln gelten. Informier dich vor deinem Vorhaben, ob du eine Baugenehmigung benötigst. Das spart dir hinterher nicht nur Stress, sondern auch eine Menge Geld.

3. Das Material

Es gibt Holz- und Metallpavillons. Achte bei einem Holzpavillon darauf, dass er aus Holz für den Außeneinsatz gefertigt ist. Nicht jedes Holz kann ohne weiteres draußen eingesetzt werden. Das Holz sollte sehr stabil sein und bei der richtigen Pflege nicht so schnell verwittern. Geeignete Holzarten sind beispielsweise Fichte, Kiefer, sibirische Lärche oder Douglasie. Viele Holzprodukte sind kesseldruckimprägniert . Das schützt das Holz gut gegen Pilzbefall und Insekten. Behandelst du das Holz zusätzlich mit weiterem Holzschutz, um es gegen Witterungseinflüsse zu schützen.

Metallpavillons sind meist weniger massiv als Holzpavillons. Das Dach und die Seitenteile sind häufig aus Stoff, der sich leicht entfernen lässt. Natürlich kannst du auch einen Pavillon aus Metall mit festem Dach wählen. Die Dächer sind häufig aus Kunststoffplatten. Metallpavillons sind leichter und flexibler als Holzpavillons. Du kannst den Pavillon leicht an der einen Stelle ab- und anderer Stelle wieder aufbauen. Das geht ganz besonders schnell bei Faltpavillons . Diese sind aber nicht dazu gedacht, dauerhaft draußen zu stehen.

Im Winter oder auch bei Sturm entfernst du die Stoffbespannung deines Pavillons, damit diese keinen Schaden nimmt. Da ein Pavillon aus Metall leichter ist als ein Holzpavillon, kannst du diesen auch auf einem großen Balkon ohne größere Probleme aufstellen.

Achte beim Kauf auf die gute Verarbeitung des Metalls. Es sollte rostfrei sein. Am besten eignet sich Aluminium oder Stahl. Beide werden zum Schutz vor Witterungseinflüssen pulverbeschichtet. Aluminium ist leichter als Stahl. Stahlpavillons sind dagegen stabiler.

4. Die Optik

Wählst du zwischen verschiedenen Formen, denn die Form beeinflusst die Gesamtoptik. Ein fünf-, sechs-, oder achteckiger Pavillon wird oft gewählt, wenn er nicht direkt an das Haus angrenzt.

Auch die Dachform spielt eine wichtige Rolle: Sie sollte dir gefallen und in deinen Garten passen. Wenn Pavillon und Haus dieselbe Dachform besitzen, wirkt das wie aus einem Guss. Bevorzugst du einen optischen Bruch? Dann wählst du eine Dachform, die von der deines Hauses abweicht. Beliebt sind Zeltdach, Walmdach, Flachdach oder das Satteldach. Dachschindeln oder Dachpappe in unterschiedlichen Farben runden das Gesamtbild deines Pavillons ab.

Wählst du zwischen offenen, halboffenen oder geschlossenen Pavillons. Ein offener Pavillon hat keine Seitenwände. Das wirkt einladend. Willst du ihn optisch abgrenzen, bringst du halbhohe Brüstungen zwischen den tragenden Balken an. Mit Blumenkästen an den Brüstungen setzt du schöne Akzente. Eine Hecke vor einer Seite schützt dich ein Stück weit vor Wind und Regen. Halte einen gewissen Abstand zur Hecke ein, damit du eventuelle Schäden entdecken und ausbessern kannst.

Ein halboffener Pavillon ist, wie der Name schon sagt, halb geöffnet. Das heißt, ein oder zwei der Seiten sind mit Seitenteilen versehen. Das schützt gut vor Regen und Wind, lässt aber Luft hinein. Ein geschlossener Pavillon besitzt eine Tür und große Fensterflächen. Im Gegensatz zum Gartenhaus hast du durch die Fenster einen guten Blick in den Garten.

Schwarzer Gartenpavillon mit Veranda, Gartenstühlen und Grünpflanzen an einem hellen Tag.
Ein halboffener Pavillon schützt vor Wind und Wetter. Foto: weka

So befestigst du deinen Pavillon

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, den Pavillon zu befestigen. Ob du ein Fundament für deinen Pavillon benötigst, kommt auf die Größe, den Standort und die Traglast an.

Geschlossene und halboffene Pavillons:

Baust du deinen geschlossenen oder halboffenen Gartenpavillon auf Rasen oder einem anderen weicheren Untergrund auf, legst du ein Fundament aus Beton an. Auf einem Betonfundament steht dein Pavillon stabil und du hast lange Freude daran. Wie du eine Bodenplatte gießt, ein Punktfundament anlegst und was bei einem Fundament allgemein zu beachten ist, liest du in unserem Beitrag zu Fundamenten für Gartenhäuser.

Ein Holzpavillon mit offenen Türen, inmitten von Grünpflanzen und einem steinernen Gartenweg.
Ein geschlossener Pavillon mitten im Garten ist ein echter Blickfang. Foto: Lasita Maja

Offene Pavillons

Bei einem offenen Pavillon ohne Seitenteile reicht es bei einem nicht befestigten Untergrund wie Rasen meist, die Pfostenträger einzubetonieren. Achte bei deinem Holzpavillon darauf, dass die Holzpfosten keinen direkten Kontakt zur Erde haben, denn ständig feuchtes Holz wird schnell marode. Mit passenden Pfostenträgern aus rostfreiem Metall passiert das nicht. Metallpavillons kannst du auch auf einem Betonfundament festschrauben. Dafür betonierst du keine Pfostenträger ein, sondern erstellst an den Stellen, an denen zukünftig die Standbeine des Pavillons stehen, Punkfundamente.

Du hast keine Lust, Beton zu mischen oder ein Fundament zu errichten? Gerade wenn du in einem Miethaus wohnen, ist eine Montage ohne Fundament besser geeignet. Mit Einschlaghülsen oder Bodenankern zum Eindrehen befestigst du deinen Pavillon sicher – ganz ohne Beton. Schlage die Einschlaghülsen mit einer Einschlaghilfe und einem Hammer in den Boden. Eine Einschlaghilfe verhindert ungewollte Macken an Hülse und Balken. Richte die Einschlaghülsen mit einer Wasserwaage aus. Ist die Hülse versenkt, verschraust du den Balken mit der Hülse. Alternativ nutzt du Bodenanker zum Eindrehen. Hierfür hebst du 30 Zentimeter tiefe Löcher aus und gießen etwas Wasser hinein. Dadurch wird der Boden weich. Drehst du anschließend den Bodenanker ein. Wenn die Anker geradestehen, schüttest du die Löcher mit der Erde auf und stampfen sie fest. Zu guter Letzt schraubst du die Balken des Pavillons an den Ankern fest.

Hilfreiche Tipps

Aufbau

  • Miss alles sorgfältig aus.
  • Lagere alle Elemente vor dem Zusammenbau trocken und nicht direkt auf dem Boden.
  • Lagere die Elemente nicht in einem beheizten Raum.
  • Such dir einen Helfer für den Aufbau.
  • Lege alle benötigten Werkzeuge vor dem Aufbau bereit.
  • Sicherheitsschuhe, Arbeitshandschuhe und Schutzbrillen bieten dir Schutz bei den Arbeiten.
  • Befolge die Montageanleitung des Herstellers.
  • Bohre Schraubverbindungen vor, damit das Holz nicht reißt oder splittert.
  • Beachte beim Arbeiten mit Beton dessen Trocknungszeiten.

Pflege:

  • Behandel alle Teile mit Holzschutz.
  • Kontrolliere das Dach, das Holz und das Fundament regelmäßig auf Schäden.
  • Besser beschädigte Stellen schnellstmöglich aus.
  • Wiederholst du den Holzanstrich regelmäßig und nach Herstellerangaben.

Die richtige Pflege ist essentiell für die Lebensdauer deines Pavillons. Weitere Pflegetipps findest du in unserem Beitrag zum Streichen und Pflegen eines Gartenhauses .

Grafik Vor- und Nachteile von einem Gartenpavillon

Gartenpavillon: Wissenswertes für Auswahl und Aufbau

  • Materialauswahl: Holz, Metall und Kunststoff bieten unterschiedliche Witterungsbeständigkeit und Pflegeaufwand; Holzpavillons sind besonders beliebt für natürliche Optik.
  • Baugenehmigung: In Deutschland ist eine Baugenehmigung ab einer Grundfläche von 30 m² oder einer bestimmten Höhe erforderlich; regionale Unterschiede beachten.
  • Standortwahl: Ein ebener, gut drainierter Untergrund schützt vor Feuchtigkeitsschäden und erleichtert die Montage.
  • Dachformen: Satteldach, Flachdach und Pagodendach beeinflussen sowohl die Optik als auch die Funktionalität, etwa beim Wasserablauf.
  • Pflege: Regelmäßige Reinigung und Nachbehandlung, speziell bei Holz, verlängern die Lebensdauer und erhalten die Optik des Pavillons.

Ein Gartenpavillon schafft zusätzlichen Raum im Freien und steigert den Wohnwert deines Gartens. Mit dem passenden Material, Standort und der richtigen Pflege profitierst du langfristig von Funktionalität und Ästhetik.

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Daniel Meier Schmitz

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