Die Fasssauna im Garten – So bauen Sie sich ein Wellness-Paradies

93%
Bewertung

Das ganze Jahr über sind Saunagänge entspannend und gesund. Warum also in der öffentlichen Sauna eng an eng mit Fremden sitzen, wenn eine eigene Fasssauna im Garten möglich ist?

Wir erklären Ihnen, warum ein Saunafass toll ist, was Sie beachten sollten und wie Sie sich Ihre Wellness-Oase zuhause einrichten.

Warum eine Fasssauna?

Für eine Fasssauna im Garten spricht vieles:

  1. Die Finnen haben diese Bauweise entwickelt. Allerdings nicht, weil eine Fasssauna toll aussieht. Die Fasssauna heizt sich schnell auf und ist sparsamer als ein Saunahaus. Dank der runden Form verteilt sich die Wärme optimal. Das macht den Saunagang angenehmer, denn im Gegensatz zu Saunahäusern staut sich die Hitze nicht in den Ecken oder unter der Decke.
  2. Saunafässer haben eine kompakte Form. Es gibt Modelle für jede Gartengröße und jeden Geschmack: Von großen Saunen mit Terrasse und Umkleide zusätzlich zum Saunaraum bis zu den ganz kleinen, in denen maximal zwei Leute bequem Platz finden. Dank der kompakten Form und geringen Grundfläche sind Fasssaunen besonders geeignet für kleine Gärten. Egal für welche Variante Sie sich entscheiden – alle Sauna-Fässer sind ein echter Blickfang im Garten.
  3. Ein Saunafass können Sie mit etwas handwerklichem Geschick selbst aufbauen. Die meisten Hersteller bieten mittlerweile praktische Bausätze. Es gibt auch Handwerker-Profis, die ihre Fasssaune komplett in Eigenregie bauen. Davon raten wir allerdings ab, wenn Sie nicht handwerklich außerordentlich geschickt sind und sich mit der Materie gut auskennen. Die Bausätze sind sehr praktisch und so gefertigt, wie es die Vorgaben zu Brandschutz und Co. vorschreiben.

Zu unseren Saunafässern »

Welcher Ofen soll es sein?

Mit einem Holzofen heizen Sie die Fasssauna im Garten ganz klassisch.

Mit einem Holzofen heizen Sie die Fasssauna im Garten ganz klassisch. Foto: Wolff Finnhaus

Der Ofen ist entscheidend für Ihr Saunaerlebnis. Daher sollten Sie sich Gedanken machen, bevor Sie Ihr neues Saunafass kaufen. Sie haben die Wahl zwischen einem klassischen Holzofen und elektrischen Modellen. Beide Ofentypen haben Vorzüge und Nachteile. Wägen Sie daher genau ab.

Der Holzofen

Ganz klassisch heizen Sie Ihre Fasssauna mit einem Holzofen. Die Wärme ist angenehm und das prasselnde Feuer sorgt für eine besondere Atmosphäre.

Allerdings ist ein Holzofen mit einigen Vorschriften verbunden. Ihr Bezirksschornsteinfeger muss ihn abnehmen. Achten Sie darauf, dass der Ofen mit dem CE-Siegel ausgezeichnet ist und dass er die Vorgaben der BImSchV (Bundes-Immissionsschutzverordnung) erfüllt. Die letzte Änderung der BImSchV fand im Juni 2020 statt. Der Saunahändler und Ihr Schornsteinfeger können Ihnen Auskunft darüber erteilen, was Sie beachten müssen.

Nutzen Sie einen Holzofen, planen Sie genügen Luftgitter in der Sauna ein, damit der Innenraum immer mit Sauerstoff versorgt ist. Sonst droht eine Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung.

Der elektrische Ofen

Ein elektrischer Ofen ist die bequeme Alternative zum Holzofen.

Ein elektrischer Ofen ist die bequeme Alternative zum Holzofen. Foto: Wolff Finnhaus

Ein elektrisch betriebener Ofen ist wesentlich bequemer als ein Holzofen. Sie müssen ihn nicht anfeuern und Brennstoffe nachlegen, sondern lediglich anschalten. Außerdem müssen Sie kein Brennmaterial kaufen, es nicht spalten und lagern. Auflagen wie bei einem Holzofen müssen Sie auch nicht erfüllen.

Allerdings benötigen Sie für viele der Öfen einen Starkstromanschluss am Aufstellplatz Ihrer Sauna. Je nach Platz im Garten sind also Erdarbeiten für das Kabel notwendig. Übernehmen Sie Arbeiten an der Elektrik nicht selbst. Lassen Sie einen Fachmann den Ofen anschließen.

Was sollten Sie bei der Fasssauna im Garten beachten?

Material

Das Material muss den hohen Temperaturen in der Sauna und der wechselnden Witterung gewachsen sein. Thermoholz, Zedernholz oder nordische Fichte können das. Deshalb verbauen die Hersteller diese Materialien besonders oft in Saunafässern.

Achten Sie auch bei den anderen Bauteilen auf Qualität. Nur so stellen Sie sicher, dass Sie viele Jahre Freude an Ihrer persönlichen Wellness-Oase haben. Die Spannringe sollten zum Beispiel nicht rosten und die Saunaliegen nicht splittern, damit Sie sich nicht verletzen.

Wandstärke

Neben der Holzart spielt die Wandstärke Ihres Saunafasses eine große Rolle. Bei Saunafässern handelt es sich um Bausätze aus massiven Holzbohlen. Die Bohlenstärke ist entscheidend: Alles unter 40 mm ist zu wenig. Die Speicherfähigkeit des Holzes hängt von der Stärke ab: Je dicker das Holz, desto besser wird die Wärme gespeichert und an den Raum wieder abgegeben. Sind die Bohle zu dünn, dämmen sie nicht ausreichend und es geht Wärme verloren. Das ist bei Außensaunen besonders kritisch.

Untergrund

Damit Ihr Saunafass sicher steht, müssen Sie vor dem Aufbau die Fläche vorbereiten. Sie muss eben und fest sein. Auf der sicheren Seite sind Sie mit einem frostsicheren Fundament oder einer Bodenplatte. Abhängig von der Größe und dem Gewicht des Saunafasses sowie des Untergrunds in Ihrem Garten entscheiden Sie, welches Fundament am besten passt.

Baugenehmigung

Die Bauvorschriften unterscheiden sich je nach Bundesland. Sie finden sie in der jeweiligen Landesbauordnung. Wir empfehlen, dass Sie sich vor dem Bau des Saunafasses an Ihr örtliches Bauamt wenden. Lassen Sie sich am besten schriftlich geben, ob Sie eine Baugenehmigung benötigen oder nicht. Allgemein gilt eine Sauna im Garten als ein Gebäude mit Aufenthaltsraum. Sie muss daher mit drei Metern Abstand zum Nachbargrundstück gebaut werden, solange der Bebauungsplan nichts anderes vorsieht. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, die Ihnen Ihr Bauamt mitteilen kann.

Wie wird aus Ihrem Garten eine Wellness-Oase?

Ein Tauchbottich ist ideal zum Abkühlen nach dem Saunagang.

Ein Tauchbottich ist ideal zum Abkühlen nach dem Saunagang. Foto: weka

Eine Fasssauna im Garten ist allein schon ein echter Blickfang. Wenn Sie sich aber eine richtige Wellness-Oase schaffen wollen, können Sie sich kreativ austoben. Schon mit kleineren Dingen wird aus dem Saunagang ein Wellness-Erlebnis. Stellen Sie zum Beispiel eine Outdoor-Dusche in der Nähe Ihrer Sauna auf. Ein Tauchbecken ist die Luxus-Variante zum Abkühlen.

Ist Ihnen das Entspannen zwischen und nach Saunagängen besonders wichtig, bauen Sie sich eine Terrasse vor Ihre Gartensauna. Manche Sauna-Modelle haben kleine Terrassen integriert. Wenn Sie allerdings Liegen oder größere Stühle aufstellen möchten, sind diese Terrassen zu klein. Eine hochwertige Holz- oder WPC-Terrasse vor dem Saunafass lädt zum Entspannen ein.

Auch der Sichtschutz ist wichtig: Damit Sie in Ruhe die Saunagänge genießen können und nicht gleichzeitig Ihren Nachbarn intime Einblicke gewähren, sollten Sie Ihr Saunahaus entsprechend ausrichten und zu den Nachbarn einen Sichtschutz errichten. Hier bieten sich Sichtschutzzäune oder blickdichte Hecken an. Hecken müssen allerdings erst einige Zeit wachsen, bis sie wirklich blickdicht sind.

Mit schönen Gartenleuchten oder Lichterketten sorgen Sie für die passende Stimmung und mit Accessoires wie Outdoorteppichen, Kissen und Decken für Ihre Liegen runden Sie alles ab.

Viel Spaß in Ihrer persönlichen Wellness-Oase mit Fasssauna im Garten!

 

Beitrag von

Avatar

Ihr Profi für Garten & Freizeit

Casando 2022-02-02
Bewertung

2 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar


Alle Kommentare (2)

  1. Avatar Anonymous vor 1 Jahr

    Benötige ich in württenberg dafür eine baugenehmigung?

    • Avatar Linda Smart vor 1 Jahr

      Hallo Anonymous,

      vielen Dank für Ihre Frage.

      Je nach Bundesland und Größe der Sauna benötigen Sie eine Baugenehmigung. Informieren Sie sich am besten bei Ihrem zuständigen Bauamt. Dort wird Ihnen Auskunft gegeben, ob Sie eine Baugenehmigung für Ihre Sauna brauchen.

      Viele Grüße
      Linda