Der Holzzaun: Entdecken Sie die Vorteile

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Ein Holzzaun ist ein echter Klassiker: Der allseits bekannte Jägerzaun oder ein Staketenzaun sind nur zwei Möglichkeiten, wie Sie Ihr Grundstück mit Holz eingrenzen oder für Privatsphäre sorgen können. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über die Vorteile, Eigenschaften, den Aufbau sowie die Pflege von Holzzäunen.

Vorteile und Eigenschaften von Holzzäunen

Holz ist ein Naturprodukt. Damit ist jeder Holzzaun einzigartig. Wenn Sie Ihren Garten natürlich gestalten möchten, passt ein Holzzaun. Die natürliche Optik des Zauns fügt sich gut ins Gesamtbild ein. Außerdem ist Holz ein nachwachsender Rohstoff und einfach zu entsorgen. Deshalb sind Holzzäune ökologisch vorteilhafter als zum Beispiel solche aus Kunststoff oder WPC.

Bei der Haltbarkeit des Holzzauns kommt es auf die Holzart und die richtige Pflege an. Verschiedene Hölzer eignen sich für den Außeneinsatz: Dazu gehören Zäune aus sibirischer Lärche, Douglasie oder aus kesseldruckimprägnierten Kiefern- und Fichtenhölzern.

Außerdem ist Holz vielfältig. Egal, ob Sie einen naturfarbenen, weiß gestrichenen oder bunt lackierten Zaun bevorzugen: Wählen Sie einen Zaun, der zu Ihnen und Ihrem Garten passt. Und wenn Ihnen die Farbe nicht mehr gefällt, schleifen Sie Ihren Zaun ab und gestalten ihn mit einer anderen Farbe neu.

Aber nicht nur bei der Farbgebung, sondern auch bei der Form des Zauns haben Sie eine große Auswahl. Denn Holz ist sehr flexibel:

Der Jägerzaun

…ist wahrscheinlich der bekannteste unter den Holzzäunen. Er wird auch Kreuzzaun oder Scherenzaun genannt. Diese Bezeichnungen kommen von den sich kreuzenden halbrunden Zaunlatten. Die Zaunelemente sind vorgefertigt, sodass Sie die einzelnen Latten nicht anbringen müssen. Das erleichtert den Aufbau. Allerdings ist das Streichen eines Jägerzauns durch die vielen Elemente aufwändig.

Staketen-, Bohlen- & Lattenzäune

…bestehen aus senkrechten Holzelementen, die an waagerechten Streben angebracht sind. Lattenzäune haben gleichmäßige, senkrechte Holzlatten. Sie können oben gerundet oder gerade sein. Bei klassischen Staketenzäunen sind die senkrechten Holzelemente aus Kastanie oder Haselnuss und unregelmäßig gefertigt. Das gibt verleiht dem Zaun eine natürliche Optik. Die Elemente werden waagerecht mit dickem Draht zusammengehalten.

Bei Sichtschutzzäunen

…aus Holz sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt: Von horizontal oder vertikal angeordneten Latten über Rankgittern bis hin zu nicht besäumten Bohlen oder geometrischen Formen finden Sie alles, was das Herz begehrt. Sie haben außerdem die Wahl zwischen vollkommen blickdichten Zäunen oder solchen, die die Sicht zwar erschweren, aber durch Ritzen und Öffnungen Licht und Wind hindurchlassen.

Holzzäune sind günstig. Sie liegen je nach Modell in einer ähnlichen Preiskategorie wie Doppelstabmattenzäune und sind preiswerter als Zäune aus WPC. Machen Sie die Wahl Ihres Zaunes nicht nur von den Kosten des Materials abhängig. Bedenken Sie auch, wie viel Sie in die Instandhaltung investieren möchten. Holzzäune müssen Sie regelmäßig nachbehandeln. Das ist bei WPC-Zäunen und Doppelstabmatten nicht der Fall.

Außerdem ist ein Holzzaun das perfekte DIY-Projekt für Heimwerker. Sie können entweder einen Zaun „Marke Eigenbau“ bauen oder fertige Elemente nehmen. Was Sie beim Aufbau eines Zauns beachten sollten, erklären wir weiter unten in diesem Beitrag.

Nachteile von Holzzäunen

Neben den Vorteilen von Holz gibt es auch Nachteile, die Sie bedenken sollten. Holz ist anfällig für Schädlingsbefall und muss dagegen geschützt werden. Viele Holzzäune sind zwar kesseldruckimprägniert oder anders behandelt, um typische Holzschädlinge abzuhalten. Trotzdem sollten Sie mindestens einmal im Jahr Ihren Zaun auf befallene Stellen kontrollieren. Wenn Sie etwas finden, tauschen Sie das befallene Holz zügig aus.

Auch die Witterung geht nicht spurlos an einem Holzzaun vorbei. Regen, Schnee und Sonnenschein setzen dem Holz zu, wenn es nicht ausreichend gepflegt wird. Mit den passenden Lacken und Lasuren machen Sie es haltbarer. Alles Wichtige dazu finden Sie weiter unten in diesem Beitrag.

So bauen Sie Ihren Holzzaun selber auf

H-Pfostenträger sind besonders stabil und halten einen Holzzaun gut.

H-Pfostenträger sind besonders stabil.

Mit etwas handwerklichem Geschick können Sie Ihren Holzzaun leicht selbst aufbauen. Wenn Sie ein paar Dinge beachten, haben Sie lange etwas von Ihrem Zaun.

Zu allererst entscheiden Sie, wie Sie den Zaun befestigen möchten. Die Träger für die Pfosten Ihres neuen Holzzauns können Sie einbetonieren oder auf einem bestehenden Untergrund verschrauben. Achten Sie darauf, dass das Holz des Zauns den Boden nicht berührt. Ansonsten nimmt es schneller Feuchtigkeit auf und kann faulen. Wählen Sie Pfostenträger zum Einschlagen, Verschrauben oder Einbetonieren, um den Zaun zu befestigen.

Achten Sie bei Sichtschutzzäunen aus Holz auf stabile Pfostenträger, denn die Zäune bieten bei starkem Wind eine große Angriffsfläche. Am besten eignen sich sogenannte H-Träger.

Betonieren Sie die Träger erst ein, wenn Sie den Zaun vor Ort haben. Nur so können Sie die Abstände der einzelnen Pfosten überprüfen. Vermessen Sie die Elemente und richten die Träger danach aus.

Gegen Regenwasser schützen Sie die Zaunpfosten mit einer Abdeckkappe – beispielsweise aus Metall. Das ist nicht zwingend notwendig, sie steigern aber die Lebensdauer des Zauns.

Hinweis: Die genaue Vorgehensweise des Aufbaus unterscheidet sich von Modell zu Modell. Lesen Sie daher immer zuerst die Aufbauanleitung des Herstellers. Bei Fragen helfen unsere Fachberater gern weiter.

Etwas Pflegeaufwand für einen tollen Holzzaun

Holzzäune sind pflegeintensiver als WPC Zäune oder Doppelstabmatten. Aber kein anderes Material wirkt natürlicher.

Die meisten Holzzäune sind kesseldruckimprägniert. Dieses Verfahren schützt das Holz gegen Pilzbefall und Insekten, allerdings nicht gegen Nässe und UV-Strahlung. Daher sollten Sie kesseldruckimprägnierte Zäune genauso mit Holzschutz streichen, wie auch unbehandelte Modelle.

Bei beiden Zaunarten empfehlen wir nach dem Aufbau einen Anstrich mit Holzimprägnierung und Lack oder Lasur. Was passend für Sie ist, hängt zum einen von der Holzart und zum anderen von Ihrem Geschmack ab: Sie haben die Wahl zwischen Lacken und Lasuren in verschiedenen Farben. Wählen Sie aus, was Ihnen gefällt. Behandeln Sie Ihren Zaun spätestens nach drei Jahren. Je nach Holzart kann es früher fällig sein. Schleifen Sie alle Teile des Zauns gründlich ab und streichen Sie sie erneut mit einem Holzschutz.

Damit Ihr Zaun lange schön bleibt, überprüfen Sie ihn regelmäßig auf Schädlingsbefall und faule Stellen. Finden Sie solche Stellen, besseren Sie diese schnell aus.

Das klingt für Sie nach zu viel Arbeit? Dann schauen Sie sich die Eigenschaften von WPC Zäunen und die von Doppelstabmatten an. Die beiden Zäune sind pflegeleichter und daher eine gute Alternative zu Holzzäunen.

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Ihr Profi für Garten & Freizeit

Casando 2020-06-10

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