Ein hölzerner Staketenzaun, umgeben von Grünpflanzen in einer Gartenanlage.

Staketenzäune – der neue Gartentrend

Vielen Menschen sind Maschendrahtzäune oder Lattenzäune ein Begriff. Aber es gibt einen neuen Liebling unter den Zäunen: Staketenzäune sind mittlerweile ein Trend in vielen Gärten – egal, ob im Bauerngarten oder dem der modernen Stadtvilla. Aber was genau sind Staketenzäune und was ist das Besondere an ihnen? Wir erklären alles Wichtige sowie die Vor- und Nachteile von Staketenzäunen.

Was ist ein Staketenzaun?

Ein Staketenzaun setzt sich aus vielen einzelnen Staketen zusammen. Das Wort ,,Stakete“ bezeichnet dabei die länglichen Holzstangen. Jede Holzstange ist einzigartig, denn die Staketen werden entlang der Holzfaser aus einem Rundstamm herausgebrochen. Das verhindert, dass Feuchtigkeit leicht in das Holz dringen kann.

Ein weiteres Merkmal sind die abgeschrägten oder angespitzten Enden. Dies gilt aber nur beim französischen Modell des Zauns. Bei englischen Staketenzäunen sind die Enden abgestumpft.

Die Staketen sind mit einem verzinkten Draht verbunden, dadurch lässt sich der Zaun ganz einfach zusammenrollen. Deswegen wird der Zaun auch oftmals Rollzaun genannt. Das Zusammenrollen vereinfacht den Transport.

Ordentlich gestapelte Holzstämme an einem Lattenzaun vor einem Wohnhaus.
Staketenzäune werden meist in Rollen geliefert.

Wie lange hält ein Staketenzaun?

Als Naturprodukt lässt sich die Lebensdauer eines Staketenzauns nicht pauschal bestimmen. Unter optimalen Bedingungen kann sie jedoch bis zu 20 Jahre betragen. Entscheidend für die Haltbarkeit sind folgende Faktoren:

  • Die Holzart bestimmt maßgeblich die Widerstandsfähigkeit und damit auch die Haltbarkeit des Zauns
  • Direkter Bodenkontakt macht das Holz anfälliger für Feuchtigkeit, Pilze und Insekten
  • Der Standort spielt eine wichtige Rolle, etwa wie stark der Zaun der Witterung ausgesetzt ist
  • Witterungseinflüsse wie Regen, Frost und Sonne wirken sich direkt auf das Material aus
  • Die Pfostenbreite beeinflusst die Stabilität entscheidend

Viele dieser Faktoren stehen in engem Zusammenhang mit dem verwendeten Material. Eine Behandlung kann die Lebensdauer weniger widerstandsfähiger Hölzer verlängern, ist jedoch nicht immer erforderlich. Daher erhältst du im nächsten Abschnitt einen Überblick über typische Holzarten und ihre Eigenschaften.

Welches Holz wird für einen Staketenzaun verwendet?

Für Staketenzäune werden verschiedene Holzsorten genutzt. Von ihnen hängen die Haltbarkeit und der Preis der Zäune ab. Oft bestehen Staketenzäune aus Kastanienholz. Weil es besonders haltbar ist, sind diese Zäune jedoch teurerer als andere. Günstig, aber trotzdem haltbar und robust sind Staketenzäune aus Haselnussholz.

Typische Holzarten für Staketenzäune sind:

  • Kastanie/Edelkastanie: sehr robust, ein typisches Holz für Staketenzäune
  • Haselnuss: sehr robust, langlebig
  • Fichte: weniger robust. Muss behandelt werden, damit es der Witterung lange standhält
  • Kiefer: Wie die Fichte hält das Holz der Witterung nur mit Behandlung stand
  • Weide: wenig robust und treibt mit der Zeit nach
  • Eiche: sehr robust und haltbar, aber vergleichsweise teuer
  • Robinie: sehr robust, aber selten erhältlich.

Kastanienholz

…ist ein sehr widerstandsfähiges Material. Auch bei Erdkontakt hält dieses Holz länger als viele andere. Das liegt am hohen Anteil an Gerbsäure im Holz. Die Säure macht das Holz nicht nur witterungsbeständig, sondern auch resistent gegen Krankheiten und Pilzbefall. Daher muss es nicht behandelt werden und ist vollständig recyclebar. Staketenzäune aus Kastanienholz sind frei von giftigen Schwermetallen, chemischen Holzschutzmitteln oder PVC-Beschichtungen. Du kannst grob mit einer Haltbarkeit von 20 Jahren rechnen.

Kastanienholz kann sich an manchen Stellen schwarz färben. Das ist eine natürliche Reaktion des Gerbstoffes in Verbindung mit Metall. Diese Verfärbungen beeinträchtigen aber nicht die Haltbarkeit des Holzes. Beachte außerdem, dass die Gerbsäure im Kastanienholz wasserlöslich ist. Sie kann am Anfang vom Regen ausgeschwemmt werden und braune Flecken auf Steinen oder Beton unter dem Staketenzaun hinterlassen. Dies lässt mit der Zeit jedoch nach.

Haselnussholz

…ist ein relativ hartes und schweres Holz, das sich gut bearbeiten lässt. Daher ist es ebenso ideal für einen Staketenzaun. Dieses Holz kann zum Beispiel offene Maserungen oder typische Risse aufweisen. Diese Fehlstellen sind ganz natürlich und können, wenn gewünscht, behoben werden. Haselnussholz ist genauso wie Kastanienholz lange haltbar und dazu noch sehr robust. Der einzige Nachteil ist, dass Haselnussholz schneller von Schädlingen befallen werden kann als Kastanie. Wenn du deinen Zaun regelmäßig kontrollierst und beschädigte Stellen entfernst, ist das aber kein Problem.

Vorteile und Nachteile von Staketenzäunen

Vorteile

  • Günstig
  • Schnell und ohne große handwerkliche Erfahrung aufzubauen
  • Pflegeleicht, da Streichen und Nachbehandeln nicht notwendig ist
  • Besteht hauptsächlich aus dem Naturprodukt Holz und ist daher Nachhaltig, da hauptsächlich aus dem Naturprodukt Holz

Nachteile

  • Durch die Drahtverbindungen nicht so stabil wie andere Zäune.
  • Die Zäune können bei zu großen Pfostenabständen durchhängen.
  • Nicht so wetterfest wie andere Zaunarten aus Metall oder WPC

So montierst du deinen Staketenzaun

Bevor du deinen Staketenzaun aufstellst, musst du Pfosten in den Boden einschlagen. An diesen befestigst du später den Zaun. Für die Ecken empfehlen wir dir, die Pfosten zu verstärken. Dadurch verhinderst du beim strammen Spannen des Zauns, dass die Pfosten schräg gezogen werden. Achte darauf, dass der Abstand zwischen den einzelnen Pfosten zwischen 1,5 und 1,7 Meter beträgt. Wenn sie zu weit auseinander stehen, kann der Zaun in der Mitte durchhängen. Bringst du zusätzlich Querpfosten zwischen den Pfeilern an, kannst du den Abstand vergrößern. Die Querpfosten werden links oben und rechts unten (oder andersrum) an den Pfeilern angebracht.

Wenn du einen eher festen Boden im Garten hast, ist ein Erdbohrer oder eine stabile Eisenstange hilfreich. Damit bereitest du das Loch für die Pfosten vor. Dieser Schritt vereinfacht es, den Holzpfahl in den Boden zu schlagen. Nutze zum Einschlagen einen schweren Holzhammer oder einen Vorschlaghammer aus Eisen. Lege zur Sicherheit ein Holzbrett auf den Pfosten, um Absplittern des Holzes zu vermeiden.

Dein Staketenzaun wird als Rolle geliefert. Rolle ihn Stück für Stück aus und befestige ihn mit Metallkrampen an den Zaunposten. Plane bei der Montage ca. 3 bis 5 cm Abstand der Staketen zum Boden ein, damit dein Zaun möglichst lange hält.

Besonderheiten beim Aufbau

Planst du einen besonders langen Zaun, verbindest du mehrere Zaunrollen miteinander. Entferne die letzte Stakete des ersten Elements. Den frei gewordenen Draht befestigst du nun an der ersten Stakete des zweiten Elements. So verbindest du den Zaun und vermeidest unschöne Übergänge.

Wenn du ein Tor einbaust, solltest du die Torpfosten einbetonieren. Hebe dazu ein Loch aus und befülle es mit einer Schicht Frostschutz (z. B. ein Sand-Kies-Gemisch). Verdichte dieses und stelle anschließend den Pfosten in das Loch. Richte ihn mit einer Wasserwaage aus und betoniere ihn ein. So sorgst du dafür, dass dein Tor stabil an Ort und Stelle bleibt, egal, wie oft du es nutzt.

Abbildung zeigt die schrittweise Montage von Staketenzaun und -tor in einer Gartenanlage.
So montieren Sie einen Staketenzaun

Ein Staketenzaun bietet viele Vorteile. Wenn die rustikale Optik jedoch nicht zu deinem Stil passt, stehen dir viele andere Zauntypen zur Auswahl. So findest du den passenden Zaun für deinen Geschmack.

Staketenzäune: das solltest du sissen

  1. Aufbau: Ein Staketenzaun besteht aus einzelnen Holzstangen, die entlang der Holzfaser aus dem Rundstamm gebrochen und mit verzinktem Draht verbunden werden. Diese Bauweise erleichtert das Aufrollen, den Transport und verringert das Eindringen von Feuchtigkeit.
  2. Haltbarkeit: Die Lebensdauer hängt von Holzart, Bodenkontakt, Standort, Witterung und Pfostenbreite ab. Bei Kastanie sind rund 20 Jahre möglich, da der hohe Gerbsäureanteil das Holz widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit, Pilze und Krankheiten macht.
  3. Holzarten: Kastanie und Haselnuss gelten als robust und langlebig, Eiche und Robinie ebenfalls, sind aber oft teurer oder schwerer verfügbar. Fichte und Kiefer benötigen Behandlung, Weide ist weniger widerstandsfähig.
  4. Vorteile und Nachteile: Staketenzäune sind günstig, pflegeleicht, nachhaltig und ohne große Vorkenntnisse montierbar. Nachteile sind geringere Stabilität durch Drahtverbindungen, mögliche Durchhänger bei zu großen Pfostenabständen und eine niedrigere Wetterfestigkeit als bei Metall oder WPC.
  5. Montage: Der Pfostenabstand sollte 1,5 bis 1,7 Meter betragen, zusätzlich sind 3 bis 5 cm Bodenabstand für längere Haltbarkeit sinnvoll. Eckpfosten sollten verstärkt, Torpfosten einbetoniert und lange Zaunverläufe sauber über die Drahtverbindung mehrerer Rollen verbunden werden.

Ein Staketenzaun eignet sich für Gärten, in denen natürliche und zeitlose Optik im Vordergrund stehen. Die gezielte Abstimmung von Holzart, Pfostenabstand, Bodenkontakt und Standort verbessert Haltbarkeit, Stabilität und langfristige Funktion deutlich.

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Projekt erfolgreich eingereicht
Daniel Meier Schmitz

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Vielen Dank für das teilen deines Projektes. Nach erfolgreicher Prüfung werden wir dein Projekt hochladen und schon bald der Community präsentieren.