Geräumige Außenterrasse mit grauen Feinsteinzeugfliesen, Korbsofa und See im Hintergrund.

Feinsteinzeug Terrassenplatten - das musst du wissen

Die Sonne genießen, mit Freuden und Familie schöne Stunden verbringen – wenn es draußen warm wird, halten wir uns gern auf Terrasse oder Balkon auf. Um sich richtig wohlzufühlen, spielt neben schönen Möbeln auch der Terrassenbelag eine wichtige Rolle. Denn darauf laufen, sitzen oder liegen Sie. Terrassenplatten aus Feinsteinzeug sind pflegeleicht und robust. Sie bieten aber noch mehr Vorteile. In diesem Ratgeber erfährst du, welche das sind und wie du Terrassenplatten am besten verlegst.

8 Gründe für Terrassenplatten aus Feinsteinzeug

  1. Feinsteinzeugplatten stehen für Vielfalt. Es gibt sie in Stein-, Holz- und anderen Dekoren. Die verschiedenen Dekore variieren nochmal in Farbe und Muster.
  2. Die Platten sind robust, rutschhemmend und leicht zu reinigen.
  3. Sie sind frost- und witterungsbeständig und halten Temperaturschwankungen zwischen -50 °C bis +60 °C problemlos stand.
  4. Sie sind unempfindlich gegenüber Schimmel und Moos.
  5. Die Platten sind sehr belastbar. Beim Verlegen mit Stelzenlagern halten die Fliesen einem Gewicht von circa 500 kg pro Platte stand. Verlegst du die Platten auf festen Untergrund, kannst du sie sogar bis zu 1.000 kg pro Platte belasten. In dem Fall sind Feinsteinzeugplatten problemlos befahrbar.
  6. Die Sonne kann den Farben der Platten nichts anhaben, denn sie sind UV-beständig. Die Farbe ändert sich auch bei Südlage der Terrasse und starkem Sonnenschein nicht.
  7. Ob Wein, Kaffee oder Fett: Diese Substanzen hinterlassen keine Schäden oder Flecken. Das gleiche gilt für Streusalz im Winter. Auch bei den meisten Reinigungsmitteln musst du keine Angst haben. Essig und Zitronensäure verträgt Feinsteinzeug gut.
  8. Weil die Platten so widerstandsfähig und langlebig sind, kannst du sie bei einer Terrassenrenovierung an anderen Stellen wiederverwenden. Das geht natürlich nur, wenn du sie nicht verklebt hast.

Terrassenplatten aus Feinsteinzeug überzeugen durch ihre Qualität, die Materialeigenschaften und die vielfältigen optischen Möglichkeiten.

Modernes Haus mit Gehweg aus Steinplatten, grünem Rasen und hohen Bäumen im Gartenbereich.
Mit Terrassenplatten wertest du deinen Außenbereich auf.

Gibt es Nachteile bei Terrassenplatten aus Feinsteinzeug?

Es gibt einige Punkte, die du vor der Entscheidung kennen solltest:

  • Dunkle Platten heizen sich in der Sonne stark auf und halten die Hitze. Daher ist es auf Terrassen mit Südausrichtung besser, eine helle Farbe zu wählen. Das gilt allerdings für fast alle dunklen Terrassenbeläge.
  • Durch das niedrige Wasseraufnahmevermögen sammelt sich in der Übergangszeit und im Winter Feuchtigkeit auf den Fliesen, die in der Nacht frieren kann. Das macht die Fliesen rutschig.
  • Willst du die Platten selbst verlegen, ist das je nach gewünschter Verlegeart anspruchsvoller als bei anderen Terrassenbelägen. Gerade das Verkleben auf einem Betonuntergrund ist anspruchsvoll für Ungeübte. Lies daher die folgenden Beschreibungen gründlich, bevor du entscheidest, ob du dir das Verlegen zutraut oder lieber einen Fachmann beauftragst.

So wird Feinsteinzeug hergestellt

Feinsteinzeug bzw. Steinzeug sind Fliesen aus fein gemahlenen Rohstoffen, die unter hohem Druck gepresst werden. Anschließend werden die Fliesen bei bis zu 1.300 °C im Rollofen gebrannt. Durch diese hohen Temperaturen schmelzen die Bestandteile und die Poren schließen sich. Das Material wird also dicht, hart und damit auch belastbar und nimmt sehr wenig Wasser auf. Bei Feinsteinzeug sind es unter 0,5 %, bei Steinzeug etwas mehr. Daher eignet sich nur Feinsteinzeug für den Einsatz auf Terrasse und Balkon.

Mithilfe der Digitaldruck-Technologie ist das Aufdrucken von nahezu jedem Dekor möglich. Es ist egal, ob es sich um Holzoptik, Naturstein-Dekor oder Betonoptik handelt. Die meisten Oberflächenstrukturen werden durch den Einsatz von Stempeln beim Pressen erzeugt. Es gibt glasierte, unglasierte und polierte Oberflächen. Unglasierte Oberflächen eignen sich besser für Outdoor-Fliesen, da diese eine höhere Rutschhemmung aufweisen und strapazierfähiger sind. Glasierte Oberflächen hingegen sind leichter zu reinigen und hygienischer. Durch die Glasuren sind nochmal mehr Dekore möglich.

Terrassenplatten verlegen: So geht's

Für eine stabile Terrasse ist ein fester, ebener Untergrund entscheidend.
Als Erstes musst die Fläche für deine Terrasse vorbereiten. Miss die Fläche aus, um die genaue Materialmenge bestimmen zu können.

  • Lege das benötigte Werkzeug vor Ort bereit. So sparst du während des Verlegens Zeit.
  • Arbeiten genau und präzise, denn ein Fehler, auch schon in der ersten Reihe, kann sich durch die gesamte Terrassenfläche ziehen.
  • Stell sicher, dass die Terrassenplatten einen festen Untergrund haben. Sonst können sie locker werden.
  • Halte die nötigen Abstände zum Rand und zwischen den einzelnen Platten ein.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Terrassenplatten zu verlegen. Wir erklären dir alle im Detail:

Terrassenplatten auf Kies oder Sand verlegen

Kies oder Sand sind Materialien, die flexibel und tragfähig zugleich sind.

1. Bereite  als erstes den Untergrund vor: Dazu hebst du die zu verlegende Fläche aus. Die Tiefe der Fläche beträgt zwischen 30 und 35 cm.

2. Verdichte und begradige die Fläche mit einer Rüttelplatte. Deine Terrasse benötigt Gefälle von mindestens 2 Prozent. Das beachtest du am besten schon jetzt.

Querschnittsdarstellung der Terrassenkonstruktion mit Pflasterplatten, Sand oder Kies, Drainageschicht und Boden.

3. Als nächstes legst du eine Drainageschicht. Hierfür nutzt du am besten Schotter. Dank dieser Schicht kann das Wasser später leichter ablaufen und staut sich nicht. Den Schotter verdichten und begradige ebenfalls mit der Rüttelplatte.

4. Danach bringst du eine Schicht Kies oder Sand mit einer Dicke von 3-5 cm auf. Ziehe sie mit einer Latte oder einem Balken und einer Wasserwaage glatt.

5. Zuletzt verlegst du die Terrassenplatten und klopfst sie mit einem Gummihammer fest.

Es steht dir frei, ob du die Terrassenplatten verfugst. Lass die Fuge offen, läuft Wasser besser ab, aber Unkraut kann ungehindert wachsen und die Platten können sich mit der Zeit verschieben. Möchtest du die Platten verfugen, bring geeignetes Fugenmaterial – zum Beispiel feinen Sand oder Fugenmörtel – in die Fugen deiner Terrassenplatten ein. So stabilisierst du sie an Ort und Stelle.

Vollflächiges Verkleben von Terrassenplatten

Diese Verlegeart eignet sich am besten für schon bestehende Terrassen aus Beton, auf denen du neue Platten verlegen möchtest. Wenn du noch keinen tragfähigen Untergrund hast, gehst du grob wie folgt vor. Beachte jedoch, dass der genaue Aufbau von den Begebenheiten bei dir vor Ort abhängt.

1. Hebe zuerst die gewünschte Fläche 30 – 35 cm tief aus und begradige sie.

2. Schalen Sie die Fläche ein, damit der Beton an Ort und Stelle gehalten wird. Bau die Schalung möglichst stabil, damit sie unter dem Gewicht des Betons nicht bricht.

Querschnittsdarstellung von geklebten Feinsteinzeugfliesen mit beschrifteten Schichten und Materialien.

3. Als erste Schicht füllst du nun rund 15 cm tragfähigen Schotter ein, um eine gewissen Grundfestigung zu schaffen. Diese Schicht befestigst du mit einer Rüttelplatte. Bereite schon hier die Fläche so vor, dass du rund 2 Prozent Gefälle für deine Terrasse einhalten kannst.

4. Als nächstes stellst du das Betonfundament her. Zuerst legst du eine PE-Folie aus, um das Fundament vor Feuchtigkeit und Frost zu schützen. Verteile nun Betonestrich auf der Fläche. Optional kannst du die Schicht mit einem Bewehrungsgitter verstärken. Wichtig ist, dass die Fläche ein Gefälle von mindestens 2 Prozent hat. Lass das Betonfundament wie vorgeschrieben trocknen.

5. Nach dem Trocknen kleben Sie die Terrassenplatten mit einem Steinkleber auf die Betonschicht. Achten Sie darauf, die Platten gleichmäßig, mit dem passenden Fugenabstand und auf gleicher Höhe zu verlegen.

Verlegen auf Stelzenlagern

Stelzlager für Terrassenplatten sind die perfekte Lösung, wenn du die Terrassenplatten nicht verkleben möchtest, aber auch kein Kies- oder Sandbett anlegen kannst. Die Terrassenplatten werden an jeder Ecke in ein Stelzlager eingelegt. Ist der Untergrund nicht ganz eben, kannst du diese Unterschiede mit selbstnivellierenden Lagern ausgleichen. Das Verlegen ist sehr leicht. Außerdem sind Stelzlager wieder verwendbar und auswechselbar.

Ein weiterer Vorteil: Zwischen Untergrund und Terrassenfliesen entsteht ein Hohlraum, in dem Rohrleitungen und Kabel gut untergebracht werden können. Außerdem kann Wasser zwischen ihnen gut ablaufen.

Beim Verlegen ist es wichtig, dass die Stelzlager auf festem Untergrund stehen. Das kann entweder eine bereits geflieste, mit Dachbahnen abgedichtete oder Betonoberfläche sein. Achte darauf, dass der Untergrund keine Schäden aufweist. Ist das der Fall, solltest du die Schäden vor dem Verlegen beseitigen.

  1. Stell die Lager in regelmäßigen Abständen auf die Fläche – passend zu den Maßen deiner Terrassenplatten.
  2. Anschließend legst du die Platten auf jeweils ein Viertel der Lager, bis du alle Platten verlegt hast. Die meisten Plattenlagen haben Abtrennungen, die dir helfen, die Platten mit den nötigen Fugenabständen einzulegen. Damit die Platten bei minimalen Unebenheiten nicht hörbar in den Stelzlagern wackeln, wenn du darüber läufst, kannst du Gummimatten in die Stelzlager einlegen. Diese dämpfen minimale Bewegungen.
  3. Anschließend überprüfst du die Position der Stelzlager und richtest sie bei Bedarf noch einmal aus.

Egal, für welche Art der Verlegung du dich entscheidest: Beachte immer die genauen Verlegeanleitungen der Hersteller deiner Terrassenplatten aus Feinsteinzeug. Bei Fragen kannst du dich auch jederzeit an unsere Fachberater wenden.

Das Wichtigste über Terrassenplatten aus Feinsteinzeug

  • Feinsteinzeug-Terrassenplatten: Besonders robust, witterungsbeständig und abriebfest, ideal für den Außenbereich.
  • Pflegeleichtigkeit: Schmutzabweisende Oberfläche ermöglicht einfache Reinigung, keine Imprägnierung erforderlich.
  • Verlegung: Verschiedene Verlegearten möglich, z. B. lose auf Splitt, auf Stelzlagern oder fest im Mörtelbett.
  • Rutschfestigkeit: Rutschhemmende Oberflächenstruktur, meist mit Rutschsicherheitsklasse R11 oder höher.
  • Designvielfalt: Große Auswahl an Farben, Formaten und Oberflächen, passend für individuelle Gestaltungsideen.

Terrassenplatten aus Feinsteinzeug bieten dir eine langlebige, pflegeleichte und vielseitige Lösung für deinen Außenbereich. Mit der richtigen Wahl profitierst du von hoher Funktionalität und gestalterischer Freiheit bei der Terrassengestaltung.

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Projekt erfolgreich eingereicht
Daniel Meier Schmitz

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Super Projekt das ich je gemacht habe

Vielen Dank für das teilen deines Projektes. Nach erfolgreicher Prüfung werden wir dein Projekt hochladen und schon bald der Community präsentieren.