Wieso eine Unterkonstruktion?
Es gibt viele Gründe, wieso du eine Unterkonstruktion für deine WPC-Terrasse benötigst:
- Wechselnde Wetterbedingungen und Feuchtigkeit können Terrassendielen schaden. Richtig konstruiert, verhindert die Unterkonstruktion Wasserflecken, Staunässe und damit verbundene kostspielige Schäden an den Dielen oder sogar an der Bausubstanz. Dazu muss eine Unterkonstruktion Wasser an den richtigen Stellen durchlassen und dieses an anderen Stellen durch gezieltes Gefälle abtransportieren.
- Der Austausch von Warm- und Kaltluft durch die Unterkonstruktion ist ebenfalls entscheidend für eine lange Lebensdauer deiner Terrasse. Bei der Verlegung lässt du daher gezielt Hohlräume an bestimmten Stellen, damit die Luft zirkulieren und Feuchtigkeit entweichen kann. Auch zu angrenzenden Hauswänden musst du bei Dielen und Unterkonstruktion einen vom Hersteller vorgegebenen Abstand lassen.
- Die Unterkonstruktion ist darüber hinaus wichtig für die Stabilität des Dielenverbands. So trägt sie entscheidend zur Sicherheit der gesamten Terrasse und der Menschen bei, die sich darauf bewegen. Eine weitere Funktion ist das Verhindern von Schäden durch Spannungen, die entstehen können, wenn das Material sich bei Temperaturschwankungen ausdehnt oder zusammenzieht und dabei keinen Spielraum hat.
- Da die Einbausituationen sehr vielfältig sind, kommt der Unterkonstruktion noch eine weitere Aufgabe zu: Sie bringt die gesamte Terrasse auf die richtige Höhe, um beispielsweise ebenerdig durch die Terrassentür ins Wohnzimmer oder in den Garten gehen zu können.
Die möglichen Einbausituationen
Worauf und wie du mit der Unterkonstruktion aufsetzt, kommt auf die Gegebenheiten vor Ort an. Du kannst Terrassen auf verschiedenen Untergründen errichten: auf einem bestehenden Fundament, auf dem alten Terrassenbelag oder komplett neu auf unbefestigtem Erdreich.
Wenn du den Boden auf einem bestehenden Fundament verlegst, zum Beispiel auf Estrich oder Beton, kannst du direkt und vergleichsweise einfach die Unterkonstruktion aufsetzen, solange der Untergrund eben ist. Dabei nutzt du spezielle Unterlagsplatten oder verstellbare Drehfüße.
Möchtest du eine bestehende Terrasse renovieren und auf dem alten Belag (beispielsweise Pflastersteine) errichten, beachte Folgendes: Die Konstruktionsbalken dürfen nicht direkt auf dem alten Belag liegen, da das Wasser sonst nicht abläuft. Unterlagsplatten oder Gummipads dienen hier als Sockel.
Planst du eine neue Terrasse auf einem unbefestigten Untergrund, musst du zunächst ein Fundament aus Kies und Sand schaffen. Der Untergrund muss fest, tragfähig und frostsicher sein. Für Stabilität sorgen Bodenplatten, auf die du die Unterkonstruktion setzt.
Passendes Zubehör für die Unterkonstruktion
Für den Bau der Unterkonstruktion benötigst du geeignetes Terrassendielen-Zubehör. Dazu zählen als Hauptkomponenten die Unterkonstruktionsrahmen oder Konstruktionshölzer aus WPC, Gummipads, verstellbare Drehfüße sowie passende Schrauben und Werkzeug. Hier gibt es je nach Hersteller unterschiedliche Systeme.
Achte vor allem darauf, dass die Unterkonstruktionsrahmen aus dem gleichen Material bestehen wie die eigentlichen Terrassendielen, damit sie ein ähnliches Quellverhalten haben. WPC ist aufgrund seines signifikanten Holzanteils ein lebendiger Werkstoff. Die Terrassendielen aus diesem Material dehnen oder verziehen sich temperaturbedingt minimal, wenn auch deutlich weniger als Holz.



