Mehrere gefaltete Handtücher weiße Kerzen und Wellnessartikel.

Sauna reinigen – So geht`s

Eine Sauna Zuhause ist ein Traum: Entspannen zu jeder Zeit und keine störenden Fremden, mit denen man sie teilen muss. Das sind nur einige Vorteile. Aber eine Sache gibt es in der Heimsauna, die in öffentlichen Saunen nicht anfällt: Das Reinigen. Das ist aber gar nicht schlimm, wenn du ein paar Dinge beachtest. Lies deshalb hier, welche Schritte du beim Reinigen deiner Sauna beachten solltest.

Hygiene in der Sauna: Gut zu wissen

Für das richtige Saunaerlebnis muss die Sauna sauber sein. Denn in warmen, feuchten Räumen fühlen sich Bakterien und Keime besonders wohl. Ein paar grundlegende Dinge machen Ihnen die Arbeit leichter.

Das wichtigste zuerst: Dusch dich vor Benutzen der Sauna gründlich ab. So entfernst du Bodylotion, Make-up und sonstige Rückstände, die sonst über deinen Schweiß in die Sauna gelangen könnten. Außerdem entfernst du so den Fettfilm auf der Haut und kommst leichter ins Schwitzen.

Nutze ein Handtuch bei deinem Saunagang. Achte darauf, dass das Handtuch alle Holzteile, auf denen du liegst oder sitzt, bedeckt. So schützt du das Saunaholz vor deinem Schweiß und verhinderst unschöne Flecken.

Drei ordentlich gefaltete Handtücher die auf einer hölzernen Oberfläche.
Leg bei einem Saunagang immer ein Handtuch unter - So vermeidest du unschöne Flecken. Foto: weka

Schritt für Schritt die Sauna reinigen

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der regelmäßigen Reinigung und der Grundreinigung. Beides ist wichtig, damit du lange Spaß an deiner Wellnessoase hast.

Regelmäßige Reinigung

Damit Schimmel, Stockflecken und Co. keine Chance haben, solltest du die Sauna nach jedem Saunagang reinigen.

Während des Saunierens sammelt sich Feuchtigkeit in der Kabine – nicht nur durch Aufgüsse, sondern auch durch das Schwitzen. Lüfte die Sauna deshalb nach jedem Benutzen gründlich und lass sie abkühlen. Das Saunaholz ist sehr trocken und nimmt daher Feuchtigkeit gut auf. Diese muss vollkommen trocknen. Lass also am besten die Tür der Kabine immer etwas geöffnet, damit sich keine Feuchtigkeit im Raum sammeln kann. Bei einer Innensauna sollte auch im Raum, in dem die Sauna steht, ein guter Luftaustausch stattfinden.

Nach dem Saunagang willst du nicht sofort den Putzlappen schwingen? Verständlich! Wische trotzdem nach dem vollständigen Abkühlen die Sauna einmal feucht durch und entferne den Schmutz. Damit sparst du dir vor dem nächsten Saunagang den Aufwand.

Arbeite immer von oben nach unten. So entfernst du am effektivsten allen Schmutz aus deiner Sauna.

Grundreinigung

Ab und zu verträgt deine Sauna auch mal eine intensivere Reinigung. Stärkeren Verschmutzungen rückst du mit speziellen Saunareinigern zu Leibe. Diese Reiniger sind meist auf Wasserstoffperoxid-Basis, was in unbedenkliche Bestandteile zerfällt (Wasser und Sauerstoff). Damit wirst du Schweißflecken auf dem Holz schnell los. Sollte das nicht helfen, kannst du Schweißflecken vorsichtig mit feinem Schleifpapier (160er Körnung oder feiner) entfernen. Das hilft auch bei rauen Stellen im Holz.

Bitte beachte: Ist deine Sauna mit Thermoholz ausgestattet, darfst du Flecken nicht wegschleifen. Das beschädigt das Holz.

Auf Glasflächen und dem Saunaofen können mit der Zeit Kalkablagerungen entstehen. Das verhinderst du am besten, indem du direkt nach dem Saunagang alle Feuchtigkeit abwischt. Wenn es doch mal zu Kalkablagerungen kommt, entferne diese mit warmem Wasser und etwas Essig.

No-Gos beim Sauna reinigen

Ein paar Dinge verträgt deine Sauna gar nicht: Reinige sie auf keinen Fall mit einem Dampfreiniger, Hochdruckreiniger oder Wasserschlauch. Das würde das Saunaholz beschädigen.

Lass auch die Finger von normalen Haushaltsreinigern oder sogar ätzenden Chemikalien. Darin sind Stoffe enthalten, die du bei deinem nächsten Saunagang sicherlich nicht einatmen möchtest.

Das größte No-Go ist aber, wenn du deine Sauna gar nicht reinigst. Sie muss – wie jeder Gebrauchsgegenstand – gereinigt und gepflegt werden. Ansonsten hast du ganz schnell keinen Spaß mehr an deinen Saunagängen.

Sauna desinfizieren: So geht‘s

In der feuchten und warmen Luft der Sauna fühlen sich Bakterien sehr wohl. Deswegen solltest du deine Sauna ab und an desinfizieren. Das ist allerdings nicht nach jedem Saunagang notwendig.

Die Hitze staut sich im oberen Bereich der Sauna. Deswegen herrschen dort oft sehr hohe Temperaturen, die an sich schon desinfizieren und Bakterien und Keime abtöten.

Die Liegen und restlichen Flächen der Sauna kannst du mit speziellen Desinfektionsmitteln behandeln. Die Saunahersteller haben meist passende Mittel im Programm. Achte darauf, dass das Mittel kein Chlor enthält, denn das verfärbt das Holz. Sonst hast du nachher zwar eine keimfreie, aber fleckige Sauna.

Schimmel in der Sauna - was nun?

Wenn deine Sauna schimmelt, ist das ein Problem. Denn Schimmel ist nicht nur schlecht fürs Material der Sauna, sondern auch für deine Gesundheit. Schimmel bildet sich gern an warmen, feuchten Orten. Ideal sind Temperaturen von 25 bis 35 °C mit hoher Luftfeuchtigkeit.

Der Schimmel bildet sich typischerweise im Innenraum der Saun a, also im Schwitzraum, im Lüftungssystem oder um die Sauna herum an Bauteilen und Kältebrücken. Es gibt verschiedene Gründe für Schimmel. Ein ganz typischer ist das nicht ausreichende Lüften der Sauna selbst und des Raumes, in dem die Sauna steht. So sammelt sich Feuchtigkeit und kann nicht abziehen. Weitere Gründe können der fehlerhafte Aufbau der Sauna oder ein nicht geeigneter Saunaraum sein.

Wenn du Schimmel in deiner Sauna entdeckst, wende dich am besten an einen Schimmelpilzexperten. Der kann mit dir den genauen Grund herausfinden und entscheiden, wie man das Problem löst. Denn es hilft nichts, den Schimmel zu entfernen, wenn man den Grund nicht kennt, da er sonst immer wieder kommen kann.

Bei einer klassischen Sauna entfernst du Schimmel im Innenraum, indem du die Sauna auf mindestens 100 °C aufheizt. Das tötet die Schimmelpilze ab. Anschließend desinfizierst du die Sauna wie oben beschrieben. Bei einer Dampfsauna ist oft nur die chemische Desinfektion mit geeigneten Schimmelentfernern hilfreich.

Zur Vermeidung von Schimmelbildung in der Sauna solltest du folgende Punkte beachten:

  • Heize den Raum, in dem deine Sauna steht, auf 18 – 20 °C. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen und es bildet sich weniger bzw. kein Kondenswasser an den aufgewärmten Wänden.
  • Lüfte den Raum regelmäßig – vor allem nach einem Saunagang.
  • Lass die Tür deiner Sauna offenstehen, wenn du diese nicht benutzt. So kann Feuchtigkeit abziehen.

Pflege und warte deine Sauna regelmäßig

Deine Sauna ist ein Gebrauchsgegenstand. Es kommt also mit der Zeit zu Gebrauchs- und Abnutzungsspuren.
 
Kontrolliere deine Sauna regelmäßig auf Beschädigungen, zieh Schrauben nach und öle bei Bedarf die Türscharniere mit harzfreiem Graphitöl.
 
Der Saunaofen verdient auch regelmäßig deine Aufmerksamkeit. Die Steine werden durch die Aufgüsse auf Dauer stark beansprucht. Gerade die untenliegenden Steine halten hohe Belastungen aus. Sie erhitzen sich auf mehrere hundert Grad und werden dann durch den Aufguss schlagartig abgekühlt. Nutzt du Aufgussmittel, bleiben meist Rückstände an den Steinen und verschließen mit der Zeit die Poren. Äußere Rückstände kannst du mit Drahtbürsten vorsichtig entfernen. Das hilft aber nur bedingt, denn die Poren der Steine bleiben weiterhin verschlossen.
 
Auch hier gilt: Verzichte auf chemiehaltige Reiniger, denn die können sich in den Steinen ablagern. Beim nächsten Saunagang atmest du dann ungewollte Dämpfe mit ein.
 
Nach spätestens ein paar Jahren solltest du deine Saunasteine austauschen, um weiterhin sicher saunieren zu können.
Ein silberner, zylindrischer elektrischer Saunaofen in einer sauberen.
Die Saunasteine müssen regelmäßig kontrolliert werden - Foto: Wolff Finnhaus

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