5 Fehler bei der Eigenleistung, die Sie vermeiden sollten

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Durch Eigenleistung kann man einiges einsparen. Allerdings können falsch geplante Eigenleistungen auch teuer werden. Es gibt typische Fallen, in die Bauherren oft reintappen. Wir wollen Sie nicht abschrecken, sondern Ihnen die fünf häufigsten Fehler bei der Eigenleistung zeigen, damit Sie diese nicht machen.

Ein typischer Fehler bei der Eigenleistung ist, dass sich Bauherren selbst überschätzen.

Führen Sie Arbeiten an Ihrem Eigenheim nur aus, wenn Sie auch die Fähigkeiten dazu haben. – Foto: Petra Bork / pixelio.de

1. Sie überschätzen sich selbst

Viele Bauherren neigen dazu, sich selbst zu überschätzen. Auch wenn man eine Wand in der alten Mietwohnung schon mal schnell angestrichen oder tapeziert hat: Für einen gesamten Neubau die Malerarbeiten einzuplanen, den Materialeinkauf abzuwickeln und die Arbeiten termintreu sowie hochwertig auszuführen, erfordert Erfahrung und Kompetenz.

Seien Sie ehrlich und selbstkritisch, wenn Sie Ihre zeitlichen Möglichkeiten und Ihr handwerkliches Geschick einschätzen. Fragen Sie jemanden aus dem Bekanntenkreis, der so etwas schon einmal gemacht hat. Man muss nicht gleich alles, was theoretisch geht, in Eigenleistung ausführen. Suchen Sie sich einfachere Dinge heraus, die leicht zu planen sind, wie z. B. Parkett verlegen oder den Einbau von Türen.

Gerade Arbeiten, die am Ende der Bauphase erledigt werden, bieten sich als Eigenleistung an. Denn hier ist der Zeitdruck in der Regel geringer. Wenn Sie während der Bauphase einzelne Schritte in Eigenleistung erbringen möchten, müssen Sie zu einem bestimmten Termin fertig sein. Handwerker wollen darauf aufbauen. Wenn Sie also nicht rechtzeitig fertig werden, verzögert sich der gesamte Baufortschritt.

2. Sie sparen am falschen Ende

Man spricht nicht umsonst von „gefährlichem Halbwissen“. Das gilt auch beim Bau. Wenn Ihnen das Fachwissen fehlt, machen Sie oft Fehler in doppelter Sicht. Das beginnt nicht erst beim Ausführen der Arbeiten, sondern schon viel früher, beim Materialkauf. Erfahrene Handwerker nutzen in der Regel hochwertige Materialien und Werkzeuge. Ein gutes Beispiel ist die Wandfarbe: Sicher ist sie beim Discounter billiger als im Fachgeschäft. Doch dieser Vorteil ist schnell wieder verpufft und wird zum zeitlichen Nachteil, wenn Sie mehrmals nachstreichen müssen, weil die Farbe keine gute Deckkraft hat. Gleiches gilt beispielsweise auch bei der Auswahl der Böden. Ist ein Boden nicht für die künftige Beanspruchung ausgelegt, kann dies Schäden und Mehrarbeit zur Folge haben. Verarbeiten Sie daher nur hochwertiges und geeignetes Material und lassen Sie sich vor dem Kauf ausführlich von Fachleuten beraten.

Elektrikerarbeiten darf nur der Experte verrichten.

Vorsicht bei Elektrikerarbeiten! Diese Arbeit darf nur der Experte verrichten – Foto: Andreas Morlok / pixelio.de

3. Sie verlieren Gewährleistungsansprüche

Fehler bei der Eigenleistung fallen manchmal erst nach Jahren auf und kosten dann doppelt, da Sie für falsche Verarbeitung keine Gewährleistung haben.

Überlegen Sie sich genau, ob Sie riskieren möchten, selbst haftbar zu sein für mögliche Schäden, deren Tragweite Sie nicht einschätzen können. Behalten Sie die Kosten-Nutzen-Überlegungen immer im Fokus.

Deshalb betonen wir auch hier: Im Zweifel beschränken Sie sich auf das, was Sie können beziehungsweise schnell erlernen und korrekt umsetzen können. Von einigen Arbeiten sollten Sie dabei grundsätzlich Abstand halten: Elektrikerarbeiten dürfen beispielsweise nur von Profis gemacht werden.

4. Sie machen eine unrealistische Zeitplanung

Ganz gleich, ob Verwandte, Freunde oder Nachbarn – die Erfahrung zeigt, dass kurzfristige Absagen häufig vorkommen. Schließlich ist Ihre Baustelle nicht das Hauptthema im Leben Ihrer Helfer. Seien Sie darauf vorbereitet und planen Sie nicht nur genug Arbeitsstunden ein, sondern auch Puffertage, an denen Sie gar nicht vorankommen. Denn manche Arbeiten kann man nicht alleine ausführen. Vermeiden Sie mit einer realistische Zeitplanung die Doppelbelastung durch Darlehen und Miete.

5. Sie vernachlässigen Ihren Hauptjob

Wenn Sie Ihre gesamte Energie in den Neubau investieren und Ihren eigentlichen Beruf nur noch nebenbei ausüben, entstehen gleich mehrere Gefahren. Irgendwann sind Sie erschöpft und leisten in beiden Bereichen nicht mehr das, was Sie können. Gesundheitliche Probleme und ein Jobverlust sind mögliche Folgen. Der Versuch, durch Eigenleistung Geld zu sparen, geht nach hinten los.

Wenn Sie merken, dass Ihr Job leidet, treten Sie auf der Baustelle kürzer oder nehmen sich Urlaub. Manchmal ist es effizienter, mit dem das Geld zu verdienen, was man am besten kann, um davon einen Profi zu bezahlen.

Hinweis: Wenn Sie diese Fehler vermeiden, lohnt sich Eigenleistung – nicht nur finanziell. Denn es ist ein tolles Gefühl, wenn Sie beim Einzug in Ihr neues Heim stolz sagen können: „Diesen Boden habe ich selbst verlegt.“

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