Welcher Grill ist der richtige? Vorteile von Elektro, Gas und Holzkohle

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Sie überlegen, sich einen neuen Grill anzuschaffen und sind noch nicht sicher, welcher Grill zu Ihnen passt? Damit Sie Ihren Traumgrill finden, haben wir die Vorteile von Elektro-, Gas- und Holzkohlegrills für Sie zusammengestellt.

Elektrogrill – Der Schnelle

Einige eingefleischte Grillfans sträuben sich gegen Elektrogrills. Dabei sind die Grills besser als ihr Ruf.

Die Vorteile:

Das Grillen mit einem Elektrogrill geht schnell und ist komfortabel. Sie bekommen spontan Besuch oder haben Lust auf ein Stück Gegrilltes? Das ist kein Problem mit einem Elektrogrill, da Sie keine Kohle oder Gas benötigen. Stecken Sie den Elektrogrill in die Steckdose und schon kann es losgehen.

Ein Elektrogrill ist günstig in der Anschaffung und im Unterhalt: Sie benötigen keine Holzkohle oder Gas. Lediglich den Strom müssen Sie zahlen. Und der ist günstiger als Kohle und Gas. So halten sich die laufenden Kosten im Rahmen.

Stellen Sie die Temperatur für Ihre Gerichte so ein, wie Sie möchten. Insbesondere Gemüse oder andere Beilagen benötigen eine viel geringere Temperatur als beispielsweise Fleisch. Mit der Temperaturregelung gelingt Ihnen jedes Grillgut. Verfügt Ihr Grill über eine Haube, erzielen Sie wunderbar zarte Grillergebnisse. Die Hitze verteilt sich bei geschlossener Haube gleichmäßig und entweicht nicht, dadurch werden Fleisch und Gemüse schonend gegart. Achten Sie darauf, dass Ihr Elektrogrill mindestens 2.000 Watt hat, damit er heiß genug wird.

Mit einem Elektrogrill können Sie unabhängig vom Wetter grillen. Es regnet, Sie möchten aber trotzdem grillen? Da Sie bei einem Elektrogrill nicht über offenem Feuer grillen, können Sie ihn problemlos in Ihrer Wohnung und auf dem Balkon nutzen. Für den Innenbereich gibt es sogar extra Tischgrills. Es kann also draußen regnen oder schneien und Sie müssen trotzdem nicht auf Gegrilltes verzichten.

Stören Sie sich nicht weiter an unangenehmen Gerüchen: Durch die geringe Rauchbildung entstehen weniger unangenehme Gerüche, die in Ihre Wohnung ziehen oder die Nachbarn stören.

Ein Elektrogrill ist sicher. Da der Grill kein offenes Feuer nutzt, entsteht kein Kohlenstoffmonoxid. Kohlenstoffmonoxid ist ein geruchloses und unsichtbares Gas und die größte Gefahr bei offenem Feuer in geschlossenen Räumen. Wenn Sie es zu lange einatmen, bekommen Sie eine Kohlenstoffmonoxidvergiftung, an der Sie im schlimmsten Fall sterben.
Außerdem tropfen Bratsäfte in ein Auffangbecken mit Wasser und nicht auf heiße Kohlen. So entsteht kaum Rauch.

Die Reinigung des Grills geht schnell und einfach. Nehmen Sie die Auffangschale heraus und säubern sie. Auch Schmutz auf dem Rost oder der Grillplatte entfernen Sie mit haushaltsüblichem Reinigungsmittel. Stärker Eingebranntes weichen Sie zuerst ein. Dann lässt es sich ohne Probleme entfernen. Je nach Größe Ihres Grills passen einige der Teile ganz bequem in die Spülmaschine.

Schwächen:

Neben den ganzen Vorteilen eines Elektrogrills gibt es auch einige Nachteile, die Sie vor dem Kauf bedenken sollten. Vielen Grillfans fehlt die typische Grillatmosphäre und der rauchige Geschmack von auf Kohle Gegrilltem. Außerdem müssen Sie eine Stromquelle haben. Damit ist das Grillen in der freien Natur fast unmöglich. Die Grillfläche eines Elektrogrills ist meist kleiner als bei anderen Grills. So können Sie nicht so viel Grillgut gleichzeitig zubereiten wie auf Gas- oder Kohlegrills.

Gasgrill – Der Vielseitige

Der Gasgrill wird in Deutschland immer beliebter und das hat gute Gründe.

Die Vorteile:

Spontane Grillabende sind mit einem Gasgrill möglich: Per Knopfdruck starten Sie Ihren Grill und innerhalb weniger Minuten ist die gewünschte Temperatur erreicht. Langes Warten während des Aufheizens der Kohlen ist nicht nötig. Durch die Temperaturregler können Sie die gewünschte Temperatur einstellen. So gelingt Ihnen sicher jedes Gericht und Sie können perfekt Gegrilltes genießen.

Probieren Sie doch einmal verschiedene Grillarten aus. Ob direktes oder indirektes Grillen, beides ist mit einem Gasgrill möglich. Für das indirekte Grillen schließen Sie den Deckel und nutzen nicht alle Brenner. Über einen der nicht genutzten Brenner legen Sie das Grillgut. So ist es nicht direkt den hohen Temperaturen ausgesetzt, sondern gart schonend. Mit verschiedenem Zubehör erweitern Sie Ihre Möglichkeiten: Pizzasteine, Lavasteinaufsätze, Pfannen oder vieles mehr machen aus Ihrem Grillabend ein echtes Ereignis.

Holzkohleverfechter bemängeln, dass bei einem Gasgrill das rauchige Grillaroma nicht vorhanden ist. Das stimmt so nicht. Mit Holzchips und -pellets bekommen Sie das genauso gut hin. Sie weichen Holzchips vor dem Grillen für mindestens eine halbe Stunde in Wasser ein und füllen Sie dann in Alufolie mit ein paar Luftlöchern oder in eine dafür vorgesehene Räucherbox. Anschließend legen Sie sie auf den Grill. Pellets müssen trocken sein. Auch sie legen Sie in Alufolie oder einer Box auf den Grill. Durch die Hitze entsteht Rauch, der sich verteilt und in Ihr Grillgut einzieht. Wichtig hierbei ist, dass die Haube Ihres Grills immer geschlossen ist, damit der Rauch nicht entweicht. So erhalten Sie leckeres Grillgut mit Raucharoma – ganz ohne Holzkohle.

Ein weiterer Vorteil: Es entsteht kaum Rauch beim Grillen. Das Grillfett tropft nicht auf die Kohle oder ins Feuer, weil die Brenner des Gasgrills abgedeckt sind. Von dort läuft das Fett in eine Auffangschale. Dadurch entsteht kaum Rauch. Außerdem ist es gesünder, denn wenn Fett verbrennt, können krebserregende Stoffe entstehen. Ein weiterer Pluspunkt: Ihre Nachbarn beschweren sich nicht über unangenehme Gerüche.

Mit Grillbürsten entfernen Sie hartnäckige Verschmutzungen von Ihrem Grill.

Mit einer Grillbürste entfernen Sie hartnäckige Verschmutzungen. Foto: Weber

Das Reinigen eines Gasgrills ist einfach. Um das Grillrost zu säubern, entfernen Sie zuerst alle groben Rückstände. Dann stellen Sie den Grill auf die höchste Stufe und schließen den Deckel. So verbrennen Sie die Rückstände vom Grillrost. Wenn der Grill aufhört zu qualmen, öffnen Sie den Deckel wieder und bürsten das Grillrost mit einer Drahtbürste sauber. Die Brennerabdeckungen sind als nächstes dran.

Sie befinden sich unter dem Grillrost. Um das Innere Ihres Grills zu reinigen, muss der Grill komplett ausgekühlt sein. Manche Teile eignen sich für die Spülmaschine. Für die anderen nutzen Sie beispielsweise Backofenspray. Testen Sie allerdings immer erst an einer unauffälligen Stelle, ob Ihr Grill das Reinigungsmittel verträgt. Allgemein gilt: Entfernen Sie Schmutz immer nach Bedarf. Aber mindestens einmal im Jahr sollten Sie Ihren Gasgrill grundreinigen.

Mittlerweile gibt es sogar kleine Gasgrills, die mit handlichen Gaskartuschen betrieben werden. Sie sind praktisch und können fast überall mit hingenommen werden. Dem Grillabend im Park steht also auch mit Gasgrill nichts mehr im Wege. Wollen Sie diese Gasgrills allerdings mit einer normalen Gasflasche benutzen, müssen Sie sich ein Umrüstset zulegen.

Schwächen:

Gasgrills beim Kauf etwas teurer als viele Holzkohlegrills. Dieser Preisunterschied gleich sich durch die geringen Unterhaltskosten schnell wieder aus. Gasflaschen sind in der Regel günstiger als Holzkohle.

Sicherheit bei Gasgrills

Sicherheit geht beim Grillen vor. Da Sie mit Gas arbeiten, sollten Sie einige Punkte beachten. Drehen Sie die Gasflasche nach jedem Benutzen ganz zu. Bevor Sie Ihren Grill anzünden, öffnen Sie die Haube einige Minuten. Sollte die Gasflasche mal nicht vollständig geschlossen sein, kann Gas, das sich im Grill gesammelt hat, entweichen. So verhindern Sie eine Stichflamme beim Entzünden.

Die richtige Lagerung der Gasflasche ist auch sehr wichtig. Nutzen Sie Ihren Grill länger nicht, entfernen Sie die Flasche. Lagern Sie Gasflaschen stehend, so dass sie nicht umfallen können. Bringen Sie sie nicht in geschlossenen Räumen unter und schützen Sie sie vor direkter Sonneneinstrahlung. Bedenken Sie, dass Sie Gasflaschen nicht überall kaufen können. Wenn Sie sich einen Vorrat mit einer Ersatz-Flasche anlegen, achten Sie auf die vorschriftsgemäße Lagerung.

Einen Gasgrill müssen Sie unbedingt richtig aufbauen. Gerade der Gasschlauch muss korrekt angeschlossen werden. Sie erhalten von den meisten Herstellern detaillierte Anleitungen. Mit etwas handwerklichem Geschick und Sorgfalt können Sie den Grill gut selbst aufbauen.

Holzkohlegrill – Der Klassiker

Grillen mit Feuer und Glut ist die ursprünglichste Form des Grillens. Deshalb schwören viele auf den Holzkohlegrill. An dieser Stelle scheiden sich die Geister der Grillfans. Die einen sind überzeugte Gasgrill-Fans, die anderen lassen nichts auf ihren Holzkohlegrill kommen. Damit Sie entscheiden können, zu welcher Fraktion Sie gehören möchten, haben wir Informationen zu Holzkohlgrills zusammengetragen.

Die Vorteile:

Das Hauptargument für den Holzkohlegrill ist das rauchige Aroma, das Grillgut beim Grillen auf Holzkohle bekommt. Außerdem ist die Atmosphäre beim Grillen über richtiger Glut etwas Besonderes.

Der Holzkohlegrill ist der flexibelste unter den drei Grills. Sie möchten in der freien Natur oder im Park grillen? Packen Sie etwas Kohle ein und schon kann es losgehen. Natürlich lässt sich nicht jeder Holzkohlegrill überall mit hinnehmen, aber Sie sind nicht auf schwere Gasflaschen oder einen Stromanschluss angewiesen.

Mit einem Anzündkamin beschleunigen Sie den Anzündprozess bei einem Holzkohlegrill.

Mit einem Anzündkamin können Sie den Anzündprozess beschleunigen. Foto: Napoleon

Nicht nur bei der Wahl des Grillorts sind Sie flexibel. Auch beim Brennmaterial haben Sie die Wahl zwischen Briketts und Holzkohle. Beides bekommen Sie an fast jeder Tankstelle. Einem spontanen Grillabend steht also nichts im Weg. In der Hitzeentwicklung unterscheiden sich die beiden Brennmaterialien: Holzkohle ist nach 20 bis 30 Minuten durchgeglüht und strahlt eine höhere Hitze als Briketts ab. Damit eignet sie sich perfekt für Kurzgegrilltes. Bereits nach einer Stunde geht kaum noch Hitze von ihr aus. Für einen längeren Grillabend eignen sich Briketts besser. Sie benötigen mehr Zeit, um durchzuglühen und die Hitze ist nicht so hoch. Sie halten die Hitze aber länger und gleichmäßiger. Auch nach Stunden sind sie noch heiß genug zum Grillen. Indirektes Grillen in einem Kugelgrill ist mit Briketts problemlos möglich.

Holzkohlegrills gibt es von ganz billig bis hochpreisig. Vor allem die Qualität des Grills entscheidet über den Preis. Einen Einweggrill bekommen Sie schon für ein paar Euro. Aber richtiges Grillgefühl kommt damit nicht auf. Legen Sie Wert auf etwas Stabileres, müssen Sie mehr ausgeben. Einsteigermodelle gibt es schon zu vernünftigen Preisen. Je hochwertiger die Verarbeitung und die Materialen, desto mehr müssen Sie für Ihren Grill investieren. Allerdings sind gut verarbeitete Grills langlebiger als günstige Modelle. Ein Grill aus Keramik wird in der Regel mehr kosten als einer aus einfachem Metall. Auch die Ausstattung beeinflusst den Preis: Hat der Grill beispielsweise eine zusätzliche Ablagefläche oder ein integriertes Thermometer, macht sich das im Preis bemerkbar.

Außerdem gibt es unterschiedliche Varianten von Holzkohlegrills. Neben den klassischen Schwenk-, Kugelgrills und Kaminöfen gibt es Modelle, die sich besonders für bestimmte Gararten eignen. Mit einem Smoker räuchern und garen Sie Ihr Grillgut gleichzeitig. Spareribs oder Pulled Pork werden darin butterweich und bekommen ein besonderes BBQ-Aroma.

Schwächen:

Das Anfeuern von Kohle oder Briketts dauert länger als das Aufheizen bei Elektro- oder Gasgrills. Planen Sie also mehr Zeit zum Grillen ein. Auch die Hitzeentwicklung und die Brenndauer lassen sich nicht so genau steuern, wie bei den anderen beiden Grills. Allerdings können Sie die Hitzeentwicklung bestimmen durch die Wahl, ob Sie mit Holzkohle oder Briketts grillen. Durch das Verstellen der Höhe des Grillrosts beeinflussen Sie die Temperatur weiter. Benötigt Grillgut weniger Hitze, setzen Sie das Grillrost nach oben. So verbrennt Ihnen nichts und Sie können auch Gemüse auf den Punkt zubereiten.

Der Holzkohlegrill ist bei den Deutschen sehr beliebt, doch in vielen Mietwohnungen ist er nicht gestattet. Durch die teilweise starke Rauchentwicklung und den Grillgeruch fühlen sich Nachbarn oft gestört. Leider ist der Rauch auch nicht ganz so harmlos. Das Kohlenstoffmonoxid, das beim Verbrennen entsteht, ist – in größerer Menge eingeatmet – sehr ungesund.

Achtung: Grillen Sie mit Gas- oder Holzkohlegrill niemals in geschlossenen Räumen. Hier entsteht beim Verbrennungsvorgang Kohlenstoffmonoxid.

Ein Holzkohlegrill arbeitet mit Glut. Kippt der Grill um, kann das schnell zu einem Brand führen. Sorgen Sie also immer für den sicheren Stand Ihres Grills. Sind kleine Kinder oder Haustiere beim Grillen dabei, sollten Sie besonders aufmerksam sein. Zudem ist die Abkühlzeit der Kohle ziemlich lang. Lassen Sie die Kohle über Nacht auskühlen, bevor Sie sie entsorgen. Sonst geht Ihre Mülltonne in Flammen auf.

Ihr perfekter Grill

Egal, ob Sie sich für einen Elektro-, Gas- oder Kohlegrill entscheiden, alle haben Ihre Vor- und Nachteile. Entscheiden Sie, was Ihnen wichtig ist und worauf Sie besonderen viel Wert legen. Ist es die Flexibilität, der Preis oder wie pflegeleicht der Grill ist? Sie finden mit Sicherheit einen Grill, der zu Ihnen passt.

Viel Spaß beim Grillen!

 

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