„Bei Eingriffen in tragende Bauteile sollte immer ein Architekt oder Gutachter zu Rate gezogen werden.“

Der altersgerechte Umbau einer Wohnung erfordert eine sorgfältige Planung. Wie fängt man an und welches sind die wichtigsten Planungsschritte im Vorfeld?

Zunächst sollten Sie folgende Fragen klären: Kann ich hier wohnen bleiben? Welche Anpassungsmaßnahmen sind notwendig? Stimmen die Umgebungsfaktoren? Welche Planungshelfer kann ich in Anspruch nehmen (zum Beispiel www.mobile-wohnberatung.de) und welche Finanzierungshilfen kann ich nutzen?


Was sind typische Probleme bei Wohnungen aus den 1970er oder 1980er Jahren?

Typische Probleme bei Wohnungen, die in dieser Zeit gebaut wurden, sind die Treppen, zu kleine Bäder, zu wenig Steckdosen, hohe Duschtassen oder das Fehlen einer Dusche. Demnach sollte bei einem Umbau zunächst der Einbau einer bodengleichen Dusche auf der Agenda stehen.


Wann sollte auf jeden Fall ein Architekt oder Gutachter hinzugezogen werden?

Bei Eingriffen in tragende Bauteile sollte immer ein Architekt oder Gutachter zu Rate gezogen werden. Bei Mietwohnungen sollte man allerdings alle Maßnahmen mit dem Vermieter abstimmen und dabei auch eventuelle Rückbaupflichten klären.


Kaum jemand möchte bei jeder Badnutzung durch Handläufe, Stützgriffe oder Einstiegshilfen an mögliche Einschränkungen erinnert werden. Was sollte bei einem Umbau beachtet werden, damit diese zu einem späteren Zeitpunkt installiert werden können?

Sie können Mobilitätshilfen heutzutage leicht als unauffällige dekorative Elemente ausbilden. Man sollte ferner auf die Tragfähigkeit der Untergründe achten.


Welche typischen Fehler sollte ich bei einem Umbau im Vorfeld unbedingt vermeiden?

Sie sollten grundsätzlich das Thema Energieeffizienz berücksichtigen. Planloses Handeln bei akutem Handlungsbedarf, fehlende Informationen beziehungsweise frühzeitige Planungen sind typische Fehler. Auch zu wenige Steckdosen! Grundsätzlich sollten alle Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen unabhängig vom Lebensalter immer im Hinblick auf Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit geprüft werden.


Ist ein Rückbau möglich oder sinnvoll und gibt es Möglichkeiten der Kostenerstattung?

Das kommt auf den Einzelfall an. Nach Möglichkeit sollten Maßnahmen so geplant und umgesetzt werden, dass sie für alle späteren und übrigen Nutzer geeignet sind.


Wie findet man den richtigen Handwerker für einen altersgerechten Umbau?

Indem man sich frühzeitig um eine barrierefreie Anpassung kümmert und zum Beispiel das Netzwerk mobile-wohnberatung.de und die örtlichen Wohnberatungsangebote von Kommunen, Seniorenräten und Sozialverbänden nutzt.