So finden Sie den richtigen Zaun

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Ein Zaun grenzt klassisch das eigene Grundstück ein. Darüber hinaus kann ein Zaun noch viele weitere Funktionen erfüllen. Denn es gibt verschiedene Zaun-Typen und die unterschiedlichsten Materialien.

Wir erklären, welche Zäune es gibt und was bei der Auswahl zu beachten ist.

Zaun ist nicht gleich Zaun

Dank des gleichnamigen Liedes eines bekannten TV-Entertainers kennt fast jeder den Maschendrahtzaun. Aber er ist nicht der einzige Zaun, der unsere Gärten schmückt: Jägerzaun, Latten- und Staketenzaun, Doppelstabmatten, Sichtschutzzaun, repräsentative Zierzäune aus Stein oder Metall, lebende Zäune, Gabionen. Der Auswahl sind kaum Grenzen gesetzt. Wählen Sie Ihren Gartenzaun abhängig von Ihren Ansprüchen und Ihrem Geschmack.

Auch beim Material haben Sie die Qual der Wahl: Holz, Metall, Stein, Kunststoff, Glas oder Kombinationen daraus. Natürlich unterscheiden sich Zäune aus den verschiedenen Materialien optisch, aber auch hinsichtlich ihrer Lebensdauer, dem Pflegeaufwand, den Kosten und Einbauarten. Legen Sie hier wieder Ihren Geschmack und Ihre Ansprüche zugrunde.

So wählen Sie den richtigen Zaun

Alle Zäune vereint ihre Funktion: Sie grenzen das Grundstück ab. Je nach Höhe verhindern sie, dass unerwünschte Besucher auf Ihr Grundstück kommen oder dass kleine Kinder oder Haustiere das Grundstück leicht verlassen können.

Wie stark soll der Zaun abgrenzen?

Ein Sichtschutzzaun schützt vor neugierigen Blicken und dem Wind.

Ein Sichtschutzzaun schützt vor neugierigen Blicken und dem Wind. Foto: Tetzner & Jentzsch

Zierzäune sind nicht „blickdicht“ und funktionieren nicht als Sichtschutz. Sie grenzen zwar optisch ab, aber versperren nicht den Blick auf das dahinter liegende Grundstück.

Sichtschutzzäune schützen – wie der Name schon sagt – vor unerwünschten Blicken. Sie grenzen das Grundstück deutlich ab und signalisieren Nachbarn und Passanten, dass der Besitzer seine Privatsphäre schätzt. Gerade an Balkon oder Terrasse schaffen sie Privatsphäre. Sie können Sichtschutzzäune aus Holz oder WPC wählen oder Doppelstabmatten, in die Sie ein blickdichtes Gewebe einziehen.

Die hohen Zaunelemente haben noch eine weitere Funktion: Gerade an windigen Stellen schützen sie und halten den Wind ab. Wer den Einsatz als Windfang wünscht, aber sich den Blick nicht versperren oder fremde Blicke nicht aussperren will, kann Modelle aus Glas wählen.

Auch Gabionen bieten einen Sichtschutz. Es handelt sich dabei zwar nicht im klassischen Sinn um einen Zaun, aber die mit Steinen gefüllten Körbe haben eine ähnliche Funktion. Sie grenzen Ihr Grundstück ab, schützen vor unerwünschten Blicken und halten – je nach Höhe – Wind und Lärm ab. Pflanzen Sie vor den Gabionen zum Beispiel Kletterpflanzen, entsteht ein harmonisches Gesamtbild in Ihrem Garten.

Wie viel Geld und Zeit möchten Sie investieren?

Je nach Material ist Ihr Zaun pflegeintensiv oder nicht. Holzzäune benötigen regelmäßige Pflege durch Anstriche mit Holzschutzmitteln, aber sie wirken natürlich. Doppelstabmatten, Kunststoff- oder WPC-Zäune sind pflegeleicht. Solche Zäune müssen Sie zwar reinigen, aber nichts weiter tun.

Ein individuell gefertigter feuerverzinkter Metallzaun ist nahezu unverwüstlich, aber im Verhältnis zu vielen anderen Modellen teuer. Doppelstabmatten, WPC- oder Holzzäune sind in der Regel günstiger. Natürlich unterscheiden sich auch die Modelle aus WPC, Holz und Doppelstabmatten preislich voneinander, aber hier kommt es immer auf das jeweilige Modell an. Überlegen Sie vor dem Zaunkauf gut, wieviel Sie investieren möchten – sowohl an Geld als auch an Zeit.

Hinweis: Egal, welchen Zaun Sie wählen, beachten Sie vor dem Kauf und Aufbau eventuelle Vorschriften Ihrer Stadt oder Gemeinde. Oft sind die maximale Höhe oder Arten der Gestaltung vorgeschrieben, damit ein einheitliches Bild gewahrt bleibt. Ihre Gemeinde oder Stadt gibt Ihnen Auskunft. Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn, wenn Sie einen Zaun entlang der Grundstücksgrenze planen. So umgehen Sie mögliche Konflikte.

Soll der Zaun Kinder oder Tiere schützen?

Haben Sie Kinder? Wenn ja, berücksichtigen Sie das bei der Wahl Ihres Zauns. Kinder sind neugierig und abenteuerlustig. Sehen sie etwas Interessantes, wollen sie es erkunden. So klettern die Kleinen schnell mal über den Zaun oder stecken ihren Kopf durch Zaunstreben. Damit das nicht passiert, sollte der Zaun mindestens einen Meter hoch sein, besser noch 1,40 Meter. Das erschwert kleinen Kindern das Überklettern. Ein Doppelstabmattenzaun eignet sich gut, da er robust ist und Ihnen gleichzeitig Gestaltungsfreiraum bietet. Achten Sie generell auf geringe Abstände zwischen den Stäben und eine kleine Maschenweite.

Auch für Tiere sind geringe Stabstände und Maschenweiten gut, damit sie nicht stecken bleiben.

Die verschiedenen Materialien im Detail

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