Baulexikon – Den Fachmann verstehen

Schiffsboden

Der Schiffsboden ist eine spezielle Verlegeform von Parkett und ist auch als „wilder Verband“ bekannt. Wie der Name verrät orientiert sich diese Verlegeweise an der Fußbodenoptik von Schiffdecks, die Dielen werden parallel mit versetzten Stößen verlegt. Sehr verbreitet ist auch 2-Stab- oder 3-Stab-Mehrschichtparkett mit Schiffsbodenmuster. Werden die Stäbe immer um die Hälfte versetzt verlegt handelt es sich um einen „Englischen Verband“.

Schlagklotz

Bei einem Schlagklotz handelt es sich um ein nützliches Verlegewerkzeug. Er dient einer sicheren Verbindung der Parkett– oder Laminatdielen. Schlagklötze sind zum Beispiel aus hochwertigem Kunststoff gefertigt und verhindern, dass Hammerschläge den Federbereich des Bodenelementes beschädigen.

Schwimmende Verlegung

Bei der schwimmenden Verlegung handelt es sich um eine gängige Verlegeart von Holz- und Designfußböden, bei der die Bodenelemente nicht mit dem Untergrund verklebt werden. Parkett, Laminat, Vinyl und Korkboden lassen sich schwimmend verlegen. Die einzelnen Bodendielen sind mit einem Verbindungsmechanismus ausgestattet. Die Verbindungen sichern eine fugenfreie Oberfläche und einen belastbaren Bodenbelag. Da bei der schwimmenden Verlegung keine Klebstoffe zum Einsatz kommen, lässt sich der Boden im Bedarfsfall einfach wieder demontieren. In Wohnräumen mit Fußbodenheizung ist die schwimmende Verlegung von Parkett nicht ratsam. Aufgrund der besseren Wärmeleitfähigkeit ist in so einem Fall eine vollflächige Verklebung empfehlenswert.

Sektionaltore

Ein Sektionaltor ist ein Garagentor, das sich durch einen bestimmten Aufbau auszeichnet. Das Tor besteht aus einzelnen Elementen, die durch Scharniere miteinander verbunden sind. Beim Öffnen des Tores schiebt sich jedes Element oder Sektion einzeln unter die Decke. Sektionaltore benötigen keinen Schwenkraum. Sie können auch geöffnet oder geschlossen werden, wenn ein Fahrzeug unmittelbar vor der Garage parkt. Der Betrieb von Sektionaltoren kann manuell oder mit einem leistungsstarken Antrieb auch automatisch erfolgen.

Sickenoptik

Sektionaltore sind häufig in einer Sickenoptik erhältlich. Unter einer Sicke versteht man eine rinnenförmige Vertiefung im Material. Bei Garagentoren mit einer Sickenoptik variiert der Abstand zwischen den einzelnen Vertiefungen. Tore mit einer S-Sicke weisen schmale Abstände auf, während sich die M-Sickenoptik durch größere Abstände auszeichnet. Noch größer ist der Abstand zwischen den Vertiefungen bei einer L-Sickenoptik.

Sockelleisten

Sockelleisten oder Fußleisten erzielen einen ästhetischen Übergang vom Boden zu Wand. Sie sind aus variablen Materialien gefertigt und in unterschiedlichen Designs und Formen erhältlich. Für Parkett, Laminat, Kork, Vinyl und Designböden stehen passende Leisten zur Verfügung. Sockelleisten können angeschraubt, angenagelt oder angeklebt werden. Außerdem gibt es spezielle Montageclips, die an die Wand geschraubt werden und dann als Halterung für die Sockelleisten dienen. Diese Art der Anbringung ist im Nachhinein nicht sichtbar. Die Leisten können schnell wieder abgenommen werden.

Stabparkett

Stabparkett ist die klassische Form des Parketts und besteht aus einzelnen Holzstücken (Stäben), die traditionell in den Abmessungen von 400 bis 500 mm x 60 bis 80 mm x 22 mm geliefert werden. Stabparkett kann genagelt oder verklebt werden, wobei eine umlaufende Nut und eine passende Feder sicherstellen, dass die einzelnen Bretter nahtlos verbunden werden können.

Stauseeholz

Holz von Bäumen, die von einem Stausee überflutet, konserviert, unter Wasser geerntet und zu Nutzholz verarbeitet wurden. Als Stauseeholz werden u. a. Garapa, Massaranduba, Walaba und Teak gehandelt. Einer der bekanntesten Stauseen für die Stauseeholzernte ist der Brokopondo-Stausee in Suriname.

Stirnfase

Bei Holzböden mit Stirnfase sind die Stirnseiten angeschrägt. Die Hervorhebung sorgt für einen dreidimensionalen Effekt (vgl. Längsfase).