Die Feuerschale – Feuer wie und wo man will

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Lagerfeuer gehören zum Sommer wie Sonne und Eiscreme. Aber nicht jeder kann und möchte in seinem Garten eine Feuerstelle ausheben. Eine Feuerschale ist eine gute Alternative. Außerdem sind Sie damit flexibler. Wir erklären hier, was Sie alles über Feuerschalen im eigenen Garten wissen müssen.

Vorteile einer Feuerschale

Mit einer Feuerschale sind Sie sehr flexibel. Sie können sie aufstellen, wo Sie möchten – natürlich auf feuerfestem Untergrund. Im Gegensatz zu einer festen Feuerstelle im Garten können Sie die Feuerschale jederzeit wegräumen, wenn Sie sie nicht benötigen. Außerdem haben Sie eine große Auswahl an optisch ansprechenden Modellen. Von rustikal über klassisch bis modern: Sie finden auf jeden Fall etwas für Ihren Garten. Zu manchen Modellen gibt es passende Grillaufsätze. Damit können Sie über dem offenen Feuer grillen und kochen.

Ein weiterer Vorteil von Feuerschalen ist das leichte Reinigen. Während des Feuers fällt keine Asche aus der Schale, wie es bei einem Feuerkorb passieren kann. Übrig gebliebene Asche kehren Sie aus der Schale, sobald diese vollständig erkaltet ist. Hartnäckige Rückstände können Sie mit einer Bürste und Wasser entfernen.

Welche Feuerschale ist die Richtige?

Es gibt viele unterschiedliche Modelle auf dem Markt. Letzendlich entscheidet Ihr Geschmack. Machen Sie sich zunächst Gedanken darüber, welche Größe Sie benötigen. Feuerschalen fangen mit kleinen Durchmessern an und gehen bis über einen Meter. In einer Feuerschale mit 50 bis 60 Zentimetern Durchmesser haben Sie Platz für ein normales Lagerfeuer.

Sie haben nicht nur verschiedene Größen sondern auch verschiedene Materialien zur Auswahl: Gusseisen, Edelstahl, Keramik oder Terrakotta. Sie unterscheiden sich in ihren Eigenschaften. Überlegen Sie daher vor dem Kauf, was Ihre Feuerschale aushalten soll.

Feuerschalen aus Gusseisen werden aus einem Stück gegossen. Sie sind extrem robust und widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse und Witterung. Sie nehmen keine Feuchtigkeit auf. Durch ihr hohes Gewicht sind sie sehr stabil und haben auch auf nicht ganz ebenem Untergrund meist einen sicheren Stand. Mit der Zeit oxidiert das Eisen und die Schale bekommt eine rostrote Oberfläche. Diese Patina gibt der Schale ihren besonderen rustikalen Charme.

Als Alternative gibt es Feuerschalen aus Edelstahl. Diese sind auch witterungsbeständig, aber wesentlich leichter als gusseiserne Schalen. Wenn Sie Ihre Feuerschale oft umstellen, ist Edelstahl das besser geeignete Material.

Feuerschalen aus Keramik oder Terrakotta sind optisch ansprechend, aber nur begrenzt hitzebeständig. Außerdem sind sie nicht wasserfest. Dringt Wasser in kleine Risse oder ähnliches ein, wird die Feuerschale beschädigt. Daher können Sie diese Schalen nicht dauerhaft im Freien lassen.

Buschbeck Feuerschale Moda

Es gibt verschiedene Feuerschalen von klassisch bis modern, wie dieses grüne Modell. Foto: Buschbeck.

Hinweis: Egal, für welche Feuerschale Sie sich entscheiden, achten Sie auf Qualität und Sicherheit. Sie muss hochwertig verarbeitet sein und einen sicheren Stand haben. Bei minderwertigen Produkten besteht Verletzungsgefahr.

Wo kann und darf man die Feuerschale nutzen?

Ein Lagerfeuer gehört ins Freie – auch in der Feuerschale. Nutzen Sie sie nicht in geschlossenen Räumen. Gleiches gilt für überdachte Balkone und Terrassen. Die Hitzeentwicklung ist sehr groß und kann die Überdachung beschädigen.

Halten Sie beim Aufstellen der Feuerschale ausreichend Abstand zu Häusern, Bäumen, Büschen und anderen brennbaren Materialien. Außerdem benötigen Sie einen ebenen, feuerfesten Untergrund für Ihre Feuerschale – zum Beispiel Stein oder Sand. Stellen Sie sie nicht direkt auf den Rasen. Der kann verbrennen, da die Schale große Hitze nach unten abstrahlt.

Stellen Sie die Schale auf keinen Fall auf WPC- oder Holzdielen. Beide Materialien halten die Hitze nicht aus.

Buschbeck Feuerschale Ottawa

Stellen Sie Ihre Feuerschale auf einen feuerfesten Untergrund wie Stein oder Sand. Foto: Buschbeck

Was muss man beim Feuer machen beachten?

Eine Feuerschale ist nicht genehmigungspflichtig. Das bedeutet, dass Sie grundsätzlich in einer Feuerschale Feuer machen dürfen, ohne dieses beim zuständigen Amt zu melden. Informieren Sie sich jedoch vorab bei Ihrem zuständigen Ordnungsamt oder der Feuerwehr über die lokalen Vorschriften für offenes Feuer, denn es gibt keine bundesweit einheitlichen Regeln.

Sie dürfen keine Abfälle oder Hausmüll verbrennen. Neben dem Umweltaspekt spielt auch die starke Rauchentwicklung eine Rolle. Sollten sich Ihre Nachbarn beschweren und das Ordnungsamt oder die Feuerwehr kommen, droht Ihnen ein hohes Bußgeld.

Verbrennen Sie nur trockenes, unbehandeltes Holz. Das qualmt nicht so stark und stört Ihre Nachbarn weniger. Möchten Sie Ärger in der Nachbarschaft vermeiden, warnen Sie Ihre Nachbarn vor, wenn Sie ein Feuer machen. Dann können diese Fenster schließen oder Wäsche reinholen.

Was ist mit Grillen?

Buschbeck Feuerschale Roma

Mit dem passenden Aufsatz können Sie auf Feuerschalen grillen und Pizza backen. Foto: Buschbeck

Was gibt es schöneres, als über einem Lagerfeuer etwas zu kochen? Es gibt Grillaufsätze oder Gestelle für Schwenkgrills, die über der Feuerschale aufgebaut werden. Grillen Sie also wie gewohnt Ihre Steaks, Würstchen und Spieße, sobald das Feuer heruntergebrannt ist und sich Glut gebildet hat.

Oder rösten Sie Stockbrot oder Marshmallows am Feuer. Wickeln Sie den Teig einfach um oder spießen Sie die Marshmallows auf einen Stock und halten Sie ihn an die Glut. Das passt perfekt zur gemütlichen Stimmung am Lagerfeuer.

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