Bambus – Ein nachhaltiger Bodenbelag

Bambuswald

Bambus ist die am schnellsten wachsende Pflanze der Welt. Quelle: Thorsten Scholl – pixelio

Produkte aus Bambus sind auf dem Vormarsch – Ob Terrassendielen, Parkett, Möbel oder Wohnaccessoires – Bambus ist vielseitig nutzbar und aufgrund seiner Stabilität und Nachhaltigkeit eine echte Alternative zu gängigen Holzarten.
Dabei ist Bambus bei weitem kein neuer Baustoff. In China wird Bambus bereits seit Jahrhunderten angebaut und vielseitig genutzt: Zum Häuserbau, Gerüstbau, als Nahrungsmittel oder zur Herstellung von Kleidung. Zunehmend entdeckt auch Europa die Vielseitigkeit von Bambus für sich, in Deutschland hat die Nachfrage in den letzten Jahren stetig zugenommen.

Baugerüst aus Bambus

Baugerüst aus Bambus. Quelle: Markus Hein – pixelio

Bambus wächst bis zu einem Meter am Tag

Bambus gehört zu den verholzenden Gräsern und ist die am schnellsten wachsende Pflanze der Welt. Bis zu einem Meter am Tag wächst sie und kann, je nach Art, eine Höhe von über 30 Metern erreichen. Auf eine circa sechsmonatige Wachstumsphase, folgt die nächsten fünf bis sieben Jahre das Verholzen, bis der Bambus schließlich wirtschaftlich verwertet werden kann.

Dies ist ein beachtlich kurzer Zeitraum. Die in der Holzverwertung beliebte Eiche braucht 60 bis 80 Jahre, bis ihr Holz genutzt werden kann. In dieser deutlich kürzeren Zeit produziert Bambus zudem viermal mehr verwertbares Holz als die Eiche und bildet mehr Sauerstoff, als jede andere Pflanze der Welt.

Die Vorteile von Bambusparkett

Aufgrund der kurzen Zeitspanne des Heranwachsens und der Sauerstoffproduktion ist Bambus besonders ökologisch. Neben der Nachhaltigkeit spricht auch seine Härte und Strapazierfähigkeit für das Material. Die als hart eingestufte Eiche hat eine Brinellhärte von 34 N/mm², Bambus sogar 40 N/mm². Dadurch ist Bambus sehr widerstandsfähig und zudem hypoallergen.

Wegen seiner positiven Eigenschaften, ist Bambus insbesondere als Boden- oder Terrassenbelag interessant. Wer Bambus im Innen- oder Außenbereich verlegen möchte, wird lange Freude an dem Holz haben. Natürlich müssen Bambusparkett und Terrassendielen, wie andere Holzarten auch, regelmäßig mit Lasur oder Öl gepflegt werden. Allerdings in deutlich größeren Abständen, da die Dielen nicht so schnell abnutzen. Ein weiterer Pluspunkt des Grasbodens ist, dass er wenig bis gar nicht aufquillt, denn das Material wirkt feuchtigkeitsabsorbierend. Du solltest daher auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit im Innenraum achten, sonst wird die Luft schnell zu trocken.

Bei der Herstellung von Dielen aus Bambus, werden die verholzten Halme in Lamellen aufgespalten, gekocht, getrocknet und schlussendlich unter hohem Druck verleimt. Dadurch bekommt der Bambus seine ansprechende Holzoptik.

Bambusparkett

Bambusparkett hat viele Vorteile und steht einem Holzboden auch optisch in Nichts nach. Quelle: Tarkett

Auch für Fußbodenheizungen geeignet

Bambusparkett kann sowohl schwimmend verlegt, als auch verklebt werden. Hier kommt es auch darauf an, ob eine Fußbodenheizung vorhanden ist oder nicht. Der Grasboden arbeitet weniger als andere Holzarten, daher ist Bambus für Fußbodenheizungen geeignet, sollte in dem Fall aber verklebt werden, da sich sonst zwischen Heizung und Parkett Luft stauen kann und die Wärme schlechter weitergeleitet wird.

Bei der Entscheidung für einen neuen Bodenbelag oder auch Terrassendielen, solltest Du dir Bambus als Möglichkeit auf jeden Fall mal näher anschauen.

 

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.